Coronavirus in Essen: Stadt zählt viele Einsätze am Osterwochenende

Am langen Osterwochenende haben sich viele Essener nicht an die Corona-Regeln gehalten. Es gab rund 250 Platzverweise und rund 100 Ordnungswidrigkeits-Anzeigen.

Ordnungsamt Essen kontrolliert Corona-Regeln am Baldeneysee
© Radio Essen

Essen und die Corona-Regeln: Stadt zählt viele Verstöße

"Überall wo es grün ist, haben sich die Menschen getummelt". So sagt es die Stadt im Rückblick auf das lange Osterwochenende in Essen. Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag - an allen drei Tagen hatte das Ordnungsamt viel zu tun. Es gab 250 Platzverweise und 100 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, heißt es. Teilweise waren mehr als zwei Menschen zusammen unterwegs, auf den Wiesen wurde nicht genug Abstand eingehalten. Die Zahlen der Polizei sind noch gar nicht eingearbeitet, sagt eine Stadtsprecherin auf Nachfrage von Radio Essen. Sie fallen aber auch sehr viel geringer aus, weil in der Regel das Ordnungsamt die Anzeigen schreibt und verzeichnet, während die Polizei nur begleitet oder in besonderen Fällen dazugerufen wird.

Besonders viele Einsätze gab es unter anderem am Niederfeldsee in Altendorf, im Krupp-Park im Westviertel, im Krayer Volksgarten und im Stadtgarten im Südviertel. Auch die Ruhrwiesen waren voll. Besonders viel wurde es immer nachmittags, sagt die Stadt.

Sperrungen am Baldeneysee wegen Corona

Auch zum Baldeneysee wollten viele. Da hat die Stadt neben der Regattatribüne und der Zufahrt zum Haus Scheppen in Fischlaken am Wochenende auch einige Parkplätze abgesperrt. Autos wurden schon vorher an Sperrungen abgewiesen und weggeschickt. So war es am See selbst nicht ganz so voll, wie zuletzt. Da haben unsere Maßnahmen gut funktioniert, sagt die Stadt. Sie will am Nachmittag genaue Zahlen zum Osterwochenende veröffentlichen.

Gesamtbilanz: Fast 500 Ordnungswidrigkeitsverfahren

Das Kontaktverbot und die anderen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus gelten vorerst noch bis zum 19. April. Die Kontrollen der Ordnungskräfte werden entsprechend weitergeführt, sagt die Stadt. Seit Inkrafttreten der Coronaschutzverordnung NRW am 23. März wurden in ganz Essen mehr als 470 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

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