Coronavirus: Folgen für Beerdigungen in Essen

Das Coronavirus in Essen hat Auswirkungen auf die Beerdigungen. Denn wie bei anderen Veranstaltungen dürfen auch hier nicht mehr zu riesige Gruppen teilnehmen. Viele Urnenbeisetzungen wurden verlegt.

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Beerdigungen: Wegen Corona nur noch engster Familienkreis

Das Coronavirus führt bei uns in Essen zu Einschränkungen bei den Beerdigungen. Viele Urnenbeisetzungen werden verschoben und an Bestattungen dürfen nur noch Verwandte 1. Grades teilnehmen. Zunächst hieß es an dieser Stelle, nur noch 15 Personen dürften anwesend sein. Das ist aber falsch. Wenn es viele Verwandte 1. Grades gibt, also Eltern, Kinder oder Geschwister, dann wird die Gruppe auch entsprechend größer. Die Trauergäste können sich auf dem Vorplatz der Trauerhalle treffen und ggf. in Begleitung des Geistlichen bzw. des Trauerredners zur Grabstelle gehen. Auch hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Mindestabstand von 1 bis 2 Metern eingehalten wird. Von Beileidsbekundungen am Grab durch Händedruck und Umarmungen sollte abgesehen werden, heißt es in der Verordnung der Stadt.

Pfarrer David Borgarts aus der Altstadtgemeinde sagt, dass die Beerdigungen trotzdem so kurz wie möglich gehalten werden. So soll vermieden werden, dass die Menschen lange in Kontakt miteinander kommen und sich möglicherweise gegenseitig anstecken. Außerdem werde ein Sicherheitsabstand eingehalten. Dennoch sei es wichtig, dass die Bestattungen weiterhin stattfinden. Denn für viele Menschen ist das die einzige Möglichkeit, sich von geliebten Menschen zu verabschieden und die Trauer zu bewältigen.

Bald keine Bestattungen mit Angehörigen mehr wegen Coronavirus?

Unklar ist, ob in ein paar Tagen überhaupt noch Angehörige zu Bestattungen kommen dürfen. Im Gespräch mit anderen Pfarrern sei bereits über Alternativen nachgedacht worden, sagt Pfarrer David Borgarts. Sollte auf Anordnung der Stadt nur noch der Pfarrer bei der Beisetzung dabei sein, könnte er im Voraus die Traueransprache und ein Gebet der Familie zuschicken. Die könnte dann zum Zeitpunkt der Beisetzung zuhause eine Kerze anzünden und ein Gebet sprechen. Einheitliche Leitlinien oder Empfehlungen für solche Fälle gibt es aber noch nicht. Der Coronavirus habe alle überrascht und Borgarts hofft, dass es weiterhin Trauerfeiern geben kann.

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