Corona in Essen: Stadt meldet weiteren Todesfall

Das Coronavirus hat das Leben bei uns in Essen sehr verändert. Im März und April stand das Leben nahezu still, im Sommer gab es eine leichte Erholung. Jetzt im Herbst gehen die Zahlen wieder nach oben. Hier findet Ihr immer die Entwicklung der aktuellen Zahlen und den aktuellen Inzidenzwert.

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© Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Die aktuellen Corona-Zahlen in Essen

Corona-Zahlen in Essen: Erläuterungen

Die aktuell wichtigste Kurve ist die blaue. Sie beschreibt die Entwicklung der aktuell Erkrankten, also die Zahl derer, die am jeweiligen Tag akut erkrankt sind bzw. das Virus in sich tragen.

Die Gesamtzahl der bisher in Essen positiv getesteten Fälle ist grau und aktuell ebenfalls sehr aussagekräftig: Auch hier lässt sich gut ablesen, wie sich die Zahlen aktuell entwickeln. Die Menschen in Essen, die eine Corona-Infektion inzwischen überstanden haben, finden sich in der grünen Kurve. Die rote Kurve ist die traurigste: Sie hält die Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion fest.

Essen und Corona-Tote: Auffälligkeiten

Wer genau hinsieht, erkennt einen kleinen Rückgang der Todeszahlen am 7. Mai. Das liegt daran, dass die Stadt einen Verdachtsfall, der in der Uniklinik verstorben war, zunächst als Corona-Toten identifiziert und am 5. Mai in die Statistik eingefügt hat. Später stellte sich bei einem Labortest aber heraus, dass die Tote doch nicht mit dem Coronavirus infiziert war. Deshalb hat die Stadt sie am 7. Mai wieder aus der Statistik herausgenommen. Außerdem findet sich am 28. Mai ein deutlicher Anstieg bei den Todeszahlen. Er kommt daher, dass vier Todesfälle im Zusammenhang mit Corona aus dem April wegen Übertragungsfehlern erst Ende Mai gemeldet und nachgetragen wurden.

"Corona-Tote": Kritische Anmerkung

Gezählt werden in der Grafik alle Todesfälle von Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Ob tatsächlich das Virus todesursächlich war, kann aber nicht abschließend geklärt werden. Hintergrund ist, dass das Coronavirus zu einer Lungenentzündung, Atemnotsyndrom oder Sepsis führen kann, die dann oftmals die Todesursache ist. Hinzu kommt, dass überwiegend Menschen mit Vorerkrankungen und positivem Testergebnis sterben. Die Stadt Essen führt diese Personen unter "Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infizierung" in der Statistik an und meldet diese über das Land NRW an das Robert-Koch-Institut. Dieses Zählverfahren ist üblich und ermöglicht einen Vergleich.

Der aktuelle Inzidenzwert in Essen

Ganz aktuell ist der Inzidenzwert extrem wichtig, als Grenzwert für die Notwendigkeit weiterer Einschränkungen. Er berechnet sich aus der Anzahl der Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage. Steigt der Inzidenzwert über 35, sind erste Maßnahmen zu ergreifen. Ab einem Inzidenzwert von 50 gilt ein Gebiet als "Hotspot" und kann als Risikogebiet eingestuft werden. Dann werden weitere Maßnahmen notwendig.

Wichtig: Der Inzidenzwert, den die Stadt für Essen ausgibt (am 20.10: 68,1), unterscheidet sich aktuell von dem Inzidenzwert, den das Robert Koch Institut ausgibt. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die Werte zu unterschiedlichen Tageszeiten ausgegeben werden, bzw. es bei der Übermittlung der Daten je nach dem einen Zeitverzug gibt. Bei einem dynamischen Infektionsgeschehen, wie es sich aktuell darstellt, weichen die Zahlen voneinander ab.

Der maßgebliche Inzidenzwert, wenn es darum geht, als Hotspot oder Risikogebiet ausgewiesen zu werden, ist der Wert des RKI. Er liegt am 20.10. bei 65,7.

Es gibt nach wie vor sehr viele Informationen zum Coronavirus. Deshalb haben wir für Euch einen kompletten Bereich zu diesem Themenkomplex eingerichtet. Ihr findet ihn hier:

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