Corona in Essen: Inzidenz sinkt wieder

Corona hat das Leben in Essen sehr verändert. Im Frühjahr 2020 und im darauf folgenden Winter wurde das öffentliche Leben im Lockdown stark herunter gefahren. Die beiden Sommer haben immer nur eine kurzzeitige Entspannung gebracht. Mittlerweile befindet sich Essen in der vierten Corona-Welle. Hier findet Ihr die Entwicklung der Fallzahlen in Essen und den aktuellen Inzidenzwert.

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© Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen: Die Entwicklung der Corona-Zahlen

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Die blaue Kurve beschreibt die Entwicklung der aktuell Infizierten, also die Zahl derer, die am jeweiligen Tag akut erkrankt sind. Die Gesamtzahl der bisher in Essen positiv getesteten Fälle ist grau, die Menschen in Essen, die eine Corona-Infektion inzwischen überstanden haben, finden sich in der grünen Kurve. Die rote Kurve ist die traurigste: Sie hält die Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion fest. Die Werte in konkreten Zahlen findet Ihr in der Tabelle unten, Erläuterungen zu einzelnen Auffälligkeiten in der Grafik findet Ihr weiter unten in diesem Artikel.

Corona-Zahlen für Essen: Der aktuelle Inzidenzwert

Eine der am häufigsten genannten Zahlen ist der Inzidenzwert. Er berechnet sich aus der Anzahl der neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage. Ab einem Inzidenzwert von 200 können Städte die Corona-Regeln selbst verschärfen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Wichtig: Der Inzidenzwert, den die Stadt für Essen ausgibt, unterscheidet sich von dem Inzidenzwert, den das Robert Koch Institut ausgibt. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die Werte zu unterschiedlichen Tageszeiten ausgegeben werden und es bei der Übermittlung der Daten einen Zeitverzug gibt. Der maßgebliche Inzidenzwert zur Ergreifung weiterer Maßnahmen ist der Wert des RKI. Deshalb geben wir auch nur diesen Wert hier an, um Irritationen zu vermeiden.

RKI-Inzidenzwert für Essen in der Entwicklung

Essen und Corona-Zahlen: Auffälligkeiten

Am 7. Mai 2020 gibt es einen leichten Rückgang bei den Todeszahlen. Das liegt daran, dass die Stadt einen Verdachtsfall, der in der Uniklinik verstorben war, zunächst als Corona-Toten identifiziert und in die Statistik eingefügt hat. Später stellte sich bei einem Labortest aber heraus, dass die Tote doch nicht mit dem Coronavirus infiziert war. Deshalb hat die Stadt sie wieder aus der Statistik herausgenommen.

Außerdem findet sich am 28. Mai 2020 ein deutlicher Anstieg bei den Todeszahlen. Er kommt daher, dass vier Todesfälle im Zusammenhang mit Corona aus dem April wegen Übertragungsfehlern erst Ende Mai gemeldet und nachgetragen wurden. Am 25. November findet sich erneut ein sprunghafter Anstieg bei den Todeszahlen. Aufgrund technischer Probleme wurden sie in der Zeit davor nicht an die Stadt gemeldet und mussten nachgetragen werden.

Die Zahlen vom 4. April und 5. April 2021 sind identisch. Am Ostersonntag war das Lagezentrum Untere Gesundheitsbehörde zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie nicht im Dienst. Daher gab es am Ostermontag keine aktuellen Corona-Zahlen. Am 4. August 2021 meldet die Stadt einen weiteren Corona-Toten. Dieser ist allerdings schon Ende Juni gestorben, wurde aber verspätet gemeldet.

"Corona-Tote": Kritische Anmerkung

Gezählt werden in der Grafik alle Todesfälle von Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Ob tatsächlich das Virus todesursächlich war, kann oft nicht abschließend geklärt werden. Hintergrund ist, dass das Coronavirus zu einer Lungenentzündung, Atemnotsyndrom oder einer Sepsis führen kann, die dann oftmals die Todesursache ist. Hinzu kommt, dass überwiegend Menschen mit Vorerkrankungen und positivem Testergebnis sterben. Die Stadt Essen führt diese Personen unter "Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infizierung" in der Statistik an und meldet diese über das Land NRW an das Robert-Koch-Institut. Dieses Zählverfahren ist üblich und ermöglicht einen Vergleich.

Alle aktuellen Nachrichten rund um Corona in Essen findet Ihr hier.

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