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Blumenwiesen in Essen soll Gänse vertreiben
© Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services
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Blumenwiesen in Essen soll Gänse vertreiben

Die Kanadagans fühlt sich wohl in Essen. Das ist für viele aber ein Problem - besonders die Hinterlassenschaften der Tiere sorgen für Ärger. Ein Projekt soll jetzt etwas gegen die Gänse tun.

Veröffentlicht: Montag, 09.03.2026 08:32

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Warum sind Kanadagänse in Essen ein Problem?

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An an der Ruhr, am Baldeneysee, im Grugapark oder in der grünen Mitte - an den Gewässern hier in Essen fühlt sich die Kanadagans besonders wohl. Die Gänse fressen das frisch gemähte Gras auf den Wiesen und können bei Gefahr schnell aufs Wasser flüchten. Kanadagänse sind in Essen nicht heimisch, laufen aber trotzdem bei uns über die Wiesen und Wege und verdrecken sie. Das ärgert die Gäste am See oder in den Parks. In die grüne Mitte gab es im letzten Jahr einen ersten Versuch, die Gänse von einigen Flächen zu vertreiben - mit Blühwiesen.

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Was wurde in Essen gegen Kanadagänse gemacht?

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Grün uns Gruga hat im letzten Jahr Blühwiesen in der grünen Mitte in Essen ausgesät. Damit ist nicht nur ein bunter, neuer Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten entstanden - die Kanadagänse fanden eine dicht bewachsene Blumenfläche auch weniger interessant als eine einfache Wiese. Demensprechend haben sie sich dort weniger aufgehalten.

"Im vergangenen Jahr hatte sich die ausgebrachte Blühsaatenmischung erfolgreich am Standort etabliert. Es war zu beobachten, dass die Kanadagänse sich vorwiegend auf den übrigen Flächen aufhalten, welche noch mit Rasen bepflanzt sind," heißt es von Grün und Gruga auf Radio Essen Nachfrage.

Deswegen sollen die Blühwiesen in der grünen Mitte auch in diesem Jahr wieder ausgesät werden. Ab Mai sollen die ersten Blumen wieder blühen.

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Soll es noch mehr Blühwiesen in Essen geben?

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Die Blühflächen in der grünen Mitte sollen sich langfristig selbst erhalten. Heißt: Die Samen der Blumen vom letzten Jahr sorgen für neue Blumen im nächsten Jahr. Bis das passiert kann es aber mehrere Jahre dauern, heißt es von Grün und Gruga. Deswegen wird auf den Flächen in diesem Jahr nochmal nachgesät. Ob es noch mehr Blumenflächen gegen Kanadagänse in der grünen Mitte und in ganz Essen geben soll, kann Grün und Gruga auf Radio Essen Nachfrage noch nicht sagen. Sie können auch nicht einfach alle Flächen mit Blumen bepflanzen, da nicht nur die Gänse gerne auf den Wiesen sind, sondern auch Menschen dort in der Sonne liegen oder Picknicken wollen. Allgemein soll es in Essen aber wieder mehr Blühen, nur nicht gegen Gänse - zum Beispiel am Pfarrer Wolfgang-Lüthgen-Platz in Huttrop und am Moltkeplatz im Südostviertel.

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