
Bitteres Ende in Fürth: Rot-Weiss Essen bleibt in Liga drei
Für Rot-Weiss Essen ist der Traum von der zweiten Bundesliga am Dienstagabend (26. Mai) zerplatzt. Gegen den Zweitligisten Greuter Fürth müssen sich die Essener mit einem 2:0 geschlagen geben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.2026 10:08
Relegations-Rückspiel: Schafft Rot-Weiss Essen den Aufstieg?
Schafft Rot-Weiss Essen den Aufstieg in die 2. Bundesliga? Genau darum geht es am Dienstagabend (26. Mai) im Relegations-Rückspiel bei der SpVgg Greuther Fürth im Sportpark Ronhof. Das Hinspiel an der Hafenstraße konnte RWE durch einen Traumfreistoß von Thorben Müsel mit 1:0 für sich entscheiden. Damit würde den Essenern im Rückspiel bereits ein Unentschieden reichen, um den Aufstieg perfekt zu machen. Natürlich würde auch ein weiterer Sieg den Sprung in die zweite Liga sichern.
Ein Selbstläufer wird die Partie aber nicht: Die Fürther gelten vor allem zuhause als sehr stark. Deshalb dürfte die Begegnung bis zur letzten Minute spannend bleiben – mit der Hoffnung, dass am Ende die Essener Fans den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern können.
Essen fiebert mit: RWE vor dem großen Showdown
Strahlend blauer Himmel, dieselbe erfolgreiche Startelf wie im Hinspiel und rund 2.300 mitgereiste Fans: Mit diesen Voraussetzungen geht Rot-Weiss Essen in das wohl letzte Spiel der Saison. Im Relegations-Rückspiel trifft RWE auswärts auf den aktuellen Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth.
Trainer Uwe Koschinat setzt dabei auf genau die gleiche Anfangsformation wie beim 1:0-Hinspielsieg an der Hafenstraße. Unterstützung bekommt die Mannschaft dabei nicht nur im Stadion in Fürth: Rund 2.300 Fans sind die etwa 450 Kilometer mitgereist. Gleichzeitig fiebern auch viele Menschen beim Public Viewing auf dem Kennedyplatz oder in Kneipen in ganz Essen mit. Die Stadt ist rot-weiss – und bereit für einen ganz besonderen Fußballabend.
Chancenhagel in Fürth: Rot-Weiss Essen mit gutem Start
Rot-Weiss Essen startet mit einer guten Anfangsphase in das Relegations-Rückspiel. Die erste richtig große Chance haben dann aber die Gastgeber von SpVgg Greuther Fürth: Latief kommt links im Strafraum an den Ball, dreht sich einmal um die eigene Achse und schließt aus der Drehung ab – knapp am Pfosten vorbei.
In der 10. Minute hat dann RWE die erste richtig dicke Möglichkeit. Swajkowski setzt sich im Strafraum stark durch, scheitert am Ende aber am Fürther Keeper Prüfrock. Nur drei Minuten später wird es erneut gefährlich im Strafraum der Gastgeber: Thorben Müsel, der Torschütze des 1:0 im Hinspiel, bekommt den Ball von Mizuta und versucht es aus rund 20 Metern. Doch wieder ist Prüfrock zur Stelle und pariert den Schuss.
In den ersten 20 Minuten geht es hin und her. Sowohl RWE als auch Greuther Fürth kommen immer wieder zu Chancen. Ein Treffer ist bislang allerdings noch nicht gefallen.
Rot-Weiss Essen kämpft trotz Rückstand weiter um die 2. Liga
Dann steht es plötzlich 1:0 für die Fußballer von SpVgg Greuther Fürth. Obwohl Rot-Weiss Essen das Spiel eigentlich gut im Griff hatte und immer wieder zu guten Chancen kam, landet der Ball in der 29. Minute etwas glücklich bei Futkeu. Der bekommt die Kugel vor die Füße und trifft zur Fürther Führung.
In der 36. Minute jubeln dann eigentlich die Essener Fans: Mizuta schiebt den Ball ins Tor, nachdem Müsel im Mittelfeld stark aufdreht und Cuber Potocnik bedient. Der Slowene stand zuvor allerdings knapp im Abseits – der Treffer zählt deshalb nicht. Trotz des Gegentores merkt man aber weiterhin: Rot-Weiss Essen lässt sich nicht unterkriegen und kämpft weiter um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Wegen der hohen Temperaturen wird das Spiel auch am Abend immer wieder unterbrochen – nicht nur wegen kleinerer Verletzungen, sondern vor allem für Trinkpausen. Trotzdem gibt es auf die regulären 45 Minuten nur zwei Minuten Nachspielzeit obendrauf.
In den letzten Minuten der ersten Halbzeit geraten die Essener dann etwas ins Wackeln. Offensiv fehlt die Durchschlagskraft der Anfangsphase und auch das frühe Pressing funktioniert nicht mehr so konsequent. Gleichzeitig kommen die Fürther immer wieder gefährlich nach vorne. Das merkt auch RWE-Trainer Uwe Koschinat, der von der Seitenlinie aus immer wieder Anweisungen gibt. Mit einem 0:1-Rückstand geht Rot-Weiss Essen schließlich in die Halbzeitpause – trotzdem bleibt für die Essener im Kampf um den Aufstieg weiterhin alles möglich.
Rückstand in Fürth: Rot-Weiss Essen kämpft weiter
Rot-Weiss Essen startet mit einer Veränderung in die zweite Halbzeit des Relegationsspiels in Fürth. Neu auf dem Platz ist Abiama, für ihn bleibt Ramien Safi in der Kabine.
Doch der Start in den zweiten Durchgang verläuft aus Essener Sicht denkbar schlecht: Hrgota zieht aus rund 16 Metern ab, der Ball schlägt im Tor ein. Der RWE-Keeper hat bei diesem Schuss keine Chance – und so steht es kurz nach dem Wiederanpfiff 2:0 für SpVgg Greuther Fürth.
Man muss aber auch sagen: Rot-Weiss Essen spielt kein schlechtes Spiel. Das Problem bisher ist vor allem die Effizienz – die Fürther nutzen ihre Chancen, während die Essener ihre Möglichkeiten liegen lassen.
In der 56. Minute ist es dann RWE-Keeper Jakob Golz, der die Essener im Rennen um die Relegation hält. Mit zwei starken Paraden im Strafraum bewahrt er seine Mannschaft vor dem nächsten Gegentor – der Traum von der 2. Bundesliga lebt damit weiter.
Es muss sich aber etwas tun, und Rot-Weiss Essen-Trainer Uwe Koschinat reagiert auf den Rückstand: Mit Brumme und Reisig sollen neue Impulse kommen. Brumme hatte mit seinen zwei Treffern im letzten Ligaspiel den Traum von RWE weiter am Leben gehalten – ob ihm das auch heute gelingt, bleibt abzuwarten.
Rot-Weiss Essen weiter auf der Jagd nach dem Anschlusstreffer
In der 68. Minute gibt es eigentlich den Befreiungsschlag für Rot-Weiss Essen durch Cuber Potocnik – oder doch nicht. Denn der Slowene steht wie schon beim ersten RWE-Tor im Abseits. Damit bleibt es beim 2:0 für SpVgg Greuther Fürth.
Für die Essener ist damit aber weiterhin alles möglich. Und genau Potocnik, der viel für die Offensive der Rot-Weissen getan hat, wird nach rund 70 Minuten ausgewechselt. Für ihn kommt der ebenfalls offensivstarke Marek Janssen ins Spiel. Vielleicht bringt die neue Doppelspitze noch einmal frischen Schwung und neue Hoffnung für RWE.
Und das muss es doch sein! Ein langer Ball von Abiama landet bei Thorben Müsel, der Abschluss geht aber nicht rein – das ist die nächste große Chance. Aber man merkt: Rot-Weiss Essen ist jetzt voll da, wirft sich in jeden Ball und bleibt weiter auf der Suche nach dem wichtigen Anschlusstreffer.
Heiße Schlussphase in Fürth: Rot-Weiss Essen mit Pech in der Relegation
Der Ball will einfach nicht ins Tor des Fürther Keepers. Rot-Weiss Essen probiert es immer wieder, scheitert aber teils an sich selbst, teils am stark reagierenden Torhüter. In der 88. Minute versucht es Mizuta mit der Innenseite vor Prüfrock, der Ball geht jedoch knapp vorbei. Auch in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit wirft RWE noch einmal alles nach vorne – ohne Erfolg.
Am Ende müssen sich die Essener der SpVgg Greuther Fürth geschlagen geben. Damit bleibt Rot-Weiss Essen in der 3. Liga, während Fürth den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga sichert.
Trotzdem kann RWE auf eine starke Saison zurückblicken: 70 Punkte, zwei intensive Relegationsspiele und die Qualifikation für den DFB-Pokal stehen am Ende zu Buche. Eine Leistung, auf die die Mannschaft stolz sein kann.

