
Wo in Essen ist die Klima-Allee?
In Essen-Bergeborbeck ist auf dem Gelände der Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH im Hesselbruch eine neue Klima-Allee. Oberbürgermeister Thomas Kufen hat das Projekt eröffnet:
„Die Klima-Allee ist mehr als ein neuer Grünzug im Quartier. Sie zeigt ganz konkret, wie klimaangepasste Stadtentwicklung funktionieren kann und dass Klima- und Umweltschutz direkt vor unserer Haustür beginnen.“
Die Fläche soll zeigen, welche Baumarten besser mit den Folgen des Klimawandels zurechtkommen. Dazu gehören vor allem längere Trockenzeiten, große Hitze und häufiger Starkregen. Die Stadt will aus dem Projekt Erfahrungen für die künftige Begrünung in Essen gewinnen.
Welche Bäume wurden in Essen gepflanzt?
Für die Klima-Allee in Essen wurden zehn verschiedene Baumarten gepflanzt. Dazu gehören unter anderem Feld-Ahorn, Weidenblättrige Eiche, Schmale Felsenbirne und Kobushi-Magnolie. Die Arten gelten als klimaresilient, das heißt: Sie sollen besser mit Hitze und Trockenheit klarkommen als manche anderen Bäume. Die neue Allee dient damit als Versuchsfläche für die Stadtbegrünung in Essen. Unterstützt wurde das Projekt von der Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH, gefördert wird es von der van Eupen-Stiftung.
Warum sind Klima-Bäume in Essen wichtig?
Die Klima-Allee in Essen soll das Mikroklima im Quartier verbessern. Damit ist das Klima direkt vor Ort gemeint, also zum Beispiel Temperatur, Schatten und Luftfeuchtigkeit in einem bestimmten Bereich. Schatten durch Bäume und zusätzliche Begrünung können gerade in dicht bebauten Stadtteilen für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Außerdem schafft die neue Begrünung Rückzugs- und Erholungsräume für Anwohnerinnen und Anwohner. Die Stadt sieht das Projekt auch als Teil ihrer Strategie für eine sogenannte Schwammstadt.
Eine Schwammstadt soll Regenwasser möglichst vor Ort aufnehmen und speichern. Das kann besonders bei Starkregen wichtig sein, wenn in kurzer Zeit sehr viel Wasser fällt. Flächen werden dabei so gestaltet, dass sie Wasser aufnehmen können, statt es sofort in die Kanalisation abzuleiten. Dadurch soll die Kanalisation entlastet werden. Gleichzeitig kann gespeichertes Wasser an heißen Tagen positive Effekte für das Stadtklima haben.