Anschlag in Halle: Gemeinsame Erklärung von Essener Glaubensgemeinschaften

Ein bekennender Rechtsextremist wollte am 9. Oktober in Halle an der Saale offenbar in einer Synagoge ein Blutbad anrichten. Jetzt haben die großen Religionsgemeinschaften bei uns in Essen eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, die ihre Solidarität mit den jüdischen Gläubigen ausdrücken und zum Zusammenhalt aufrufen soll.

Auf dem Bild sind Vertreter der großen Glaubensgemeinschaften in Essen zu sehen. Sie haben nach dem Anschlag von Halle eine gemeinsame Erklärung unterschrieben.
© Evengelischer Kirchenkreis Essen, Till Schwachenwalde

Nach Terror-Anschlag in Halle: Gemeinsame Erklärung Essener Glaubensgemeinschaften

In der Alten Synagoge bei uns in Essen haben Vertreter der großen Glaubensgemeinschaften eine gemeinsame Erklärung unterschrieben. Nach dem rechtsextremen Anschlag in Halle wollten sie ein gemeinsames Zeichen setzen und eine klare Botschaft formulieren: "Ist eine Religionsgemeinschaft betroffen, so sind wir es alle", steht als zentraler Satz in der Erklärung. Unterschrieben haben unter anderem Essener Christen, Moslems, Bahai und Sikh. Sie schreiben, dass sie sich für den Anschlag in Halle schämen und sich gemeinsam schützend vor die jüdische Gemeinschaft stellen wollen.

"Angesichts des in Halle verübten Anschlags stellen wir uns schützend vor die jüdische Gemeinde"

Die Erklärung der Essener Glaubensgemeinschaften wird jetzt an die Jüdische Kultusgemeinde geschickt, um Trauer, Anteilnahme und Unterstützung zu zeigen. Gleichzeitig soll die gemeinsame Aktion dazu ermutigen, in der religiösen und ethnischen Vielfalt bei uns in Essen keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung zu erkennen.

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