Amokfahrt an Silvester in Essen und Bottrop wird neu verhandelt

Anfang Juni ist der Prozess zur Amokfahrt in Borbeck und Bottrop schon einmal gestartet. Dann ist die Richterin überraschend gestorben. Der Prozess wird deshalb ab Ende Oktober neu verhandelt.

Polizisten am Tatort nach der Amokfahrt in Bottrop und Essen-Borbeck
© Heinrich Jung / FUNKE Foto Service

Prozess zu Amokfahrt in Borbeck und Bottrop startet ganz neu

Polizisten und Opfer haben Anfang Juni vor Gericht schon von der Silvesternacht erzählt. Das müssen sie jetzt noch einmal tun. Im Gerichtssaal war kein zweiter Richter, der den Fall übernehmen könnte. Deshalb startet der Prozess am 22. Oktober ganz neu, inklusive aller Zeugenbefragungen. Das Landgericht hat 13 Verhandlungstage angesetzt. Ende des Jahres soll das Urteil fallen.

Autoangriff mit 14 Verletzten

Ein Mercedes rast auf eine Gruppe mit feiernden Menschen zu, sie können gerade noch so zur Seite springen. Es gibt mehrere solcher Handyvideos aus der Silvesternacht in Essen und Bottrop. Insgesamt 12 Mal soll der Angeklagte in Gruppen mit Feiernden gerast sein, bei uns in Essen auf der Schlossstraße und der Frintroper Straße. Die Staatsanwaltschaft sagt, dass der Mann es gezielt auf Menschen mit Migrationshintergrund abgesehen hatte. Sie hält ihn für schizophren. Deshalb geht es im Prozess auch nicht um seine Schuld an sich, sondern ob er dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht wird. Dort sitzt er auch jetzt schon.

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