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Alle Folgen

Folge 1

Essen im Jahr 852. Unsere Stadt war grün, hatte viel Ackerflächen und noch ein paar Flüsse mehr. Trotzdem ist das Jahr 852 ganz wichtig für unsere Stadt. Der Bischof von Hildesheim gründet das Stift am heutigen Burgplatz. Ein historischer Moment für unsere Stadt. Otto war natürlich mit dabei und hat sogar beim Bau des Stiftes mit angepackt.

Otto und der Heilige Altfried - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Die Geschichte hinter der Geschichte

Wer war der heilige Altfried?
Der heilige Altfried wurde später der Bischof von Hildesheim. Der Familie von Altfried gehörte Grund auf dem heutigen Stadtgebiet. Auf diesem Grund lässt Altfried das Stift bauen. Das Stift sollte die Töchter des sächsischen Adels aufnehmen. Um 852 soll der erste Stein gelegt worden sein. Bis das Stift errichtet war, dauert es vermutlich rund 20 Jahre.

Warum ist das Stift so wichtig für die Gründung der Stadt?
Zum Einen weil die Familien der Frauen auch nach Essen zugezogen sind und so für einen Zuwachs an Einwohnern gesorgt haben. Zum Anderen aber hat sich das Stift sehr prächtig entwickelt. Vor allem die Äbtissinnen hatten ihren Teil zur Entwicklung beigetragen. Als bedeutendste Äbtissin gilt Mathilde II. Unter ihr hat das Stift die bedeutenden Kunstwerke bekommen. Dazu gehört unter anderen die Goldene Madonna.

Folge 2

Essen im 15. Jahrhundert. Was für eine Party auf den Wiesen vor den Toren der Stadt. Die Tochter des Bürgermeisters hat endlich ihr Ja-Wort gegeben. Ganz Essen feiert und trinkt den Tag und die Nacht durch. Was soll schon passieren, wenn alle zum Bierkrug greifen, hatten sich die Essener damals gemacht. Dabei haben sie aber vergessen, dass sie von Räubern außerhalb der Stadt angegriffen werden konnten. Über Nacht wurde ein Hahn zum größten Helden der Stadt. Wie das Tier unseren Otto gerettet hat, hören Sie in der aktuellen Folge über das Wahrzeichen unserer Stadt.

Otto und das Wachsame Hähnchen - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

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Die Geschichte hinter der Geschichte

Kann ich mich beim Hähnchen noch bedanken?
Auch wenn das wachsame Hähnchen natürlich längst im Hühnerhimmel ist, können Sie sich noch bei ihm bedanken. Das Wahrzeichen der Stadt wurde vergoldet und auf eine Säule gestellt. Und die steht am Kopf des Kennedyplatz zwischen Primark und P&C und gegenüber des Doms auf dem Kurienplatz.

Wie haben die Essener denn damals dem Tier gedankt?
Das Tier wurde bis an den Rest seines Lebens von den Essenern verehrt. Es genoss alle Freiheiten, was so viel heißt wie: Es landete nicht auf dem Teller und bekam stattdessen die extra großen Portionen im Stall.

Das Lied vom Wachsamen Hähnchen
Der ehemalige Musikdirektor der Stadt Max Fiedler hat 1931 ein Lied über das Wahrzeichen unserer Stadt komponiert. In seiner Ouvertüre "Essen" heißt es:

"Wer kaufet, wer kaufet
ein wachsames Hähnchen?
Es ist ja so lieblich,
so weiß wie ein Schwänchen.
Wer kaufet einen wachsamen Hahn?"

Folge 3

Essen im Jahr 1244. Durch Europa zieht der Schwarze Tod und die Nachbarschaft wird von den Soldaten des Kölner Erzbischofs bedroht. Die junge Gemeinschaft rund um Asnidhi ist noch völlig ungeschützt. Angst macht sich in den Häusern in Essen breit. Die Lösung: Essen braucht eine Stadtmauer, um sich vor Pestkranken und vor Überfällen zu schützen. Aber wer zahlt den teuren Schutzring? Das Stift oder die Bürger? Unser Otto war zum Glück bei der Versammlung dabei und hat die Lösung. 

Otto baut die Stadtmauer - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Geschichte hinter der Geschichte

Woraus bestand die erste Stadtmauer um 1244?

Die erste Mauer um Essen war noch aus Holz gebaut. Sie verlief nierenförmig über die Berne und die Limbecke. Damals war die Mauer ein erster Schutz, um sich vor allem gegen Pestepidemien und Angriffen zu schützen. Ein großes Problem war aber, dass die Mauer schnell Feuer fangen konnte. Es dauerte nicht lange, da wurde die Mauer aus Holz gegen eine aus Stein ausgetauscht.

Wieso hat der Kölner Erzbischof die Isenburg überfallen?

Die Isenburg wird von Truppen des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden erobert, der auch die Schutzherrschaft über Essen und Werden anstrebt. Er nutzt die Burg fortan als Sitz eines Kölner Vogtes, als Kaserne, Truppensammelplatz, Verhandlungsort und Gefängnis.

Warum ist der Bau der Stadtmauer und das Jahr 1244 so wichtig für die Stadt?

Wie es auch in der Folge vorkommt, ist das Siegel, das Otto und seine Kollegen für den Vertrag nutzen, das erste Siegel der Stadt überhaupt. Für die Stadt Essen war das ein wichtiger Schritt, um Erwachsen zu werden. Außerdem gewinnen die Bürger mehr Macht gegenüber den Menschen von der Kirche. Mit dem Bau der Stadtmauer gründen Stadt und Kirche einen ersten Stadtrat. Er besteht aus zwölf Ratherren - sechs werden von der Kirche gestellt - sechs sind Bürger.

Wie verlief die erste Stadtmauer?

Die Stadtmauer verläuft nierenförmig um den Stadtring. Sie bietet Schutz für 3.000 bis 5.000 Menschen. Die Mauer läuft über die Berne und die Limbecke. Händler und Essener kommen über vier Tore in die Stadt. Es gibt das Limbecker Tor, das Viehofer Tor, das Kettwiger Tor und das Steeler Tor. Da man um die Stadtmauer früher oft Alleen pflanzte, lässt sich der Verlauf der Stadtmauer an den Straßennamen im Stadtkern zeigen: Die Mauer verlief durch die Lindenallee, Akazienallee- und Kastanienallee. 

Kann ich noch irgendwo die Stadtmauer sehen?

1865 wurde mit dem Heckingsturm der letzte Teil der alten Stadtmauer abgerissen. Er war einer von mindestens sechs Rundtürmen, die um die Stadtmauer gingen. Wo genau der Heckingsturm stand, weiß man heute nicht mehr genau. Er soll aber in etwa in höhe der Kastanienallee/Turmstraße gestanden haben. Anhand von alten Karten nimmt man an, dass der Turm etwa 19 Meter hoch gewesen sein soll.

Folge 4

Essen im Jahr 1910. Altenessen hat sich heute auf dem grünen Rasen am Gasplatz versammelt. Heute startet ein Heißluftballon-Rennen und unser Otto ist mit dabei. Otto nimmt mit dem Essener Karl Bamler am Rennen teil. Beide erleben nicht nur ein spannendes Rennen, sie sehen auch das spannende Altenessen von vor 100 Jahren von oben: Vom Bahnhof, wo Züge Kohle abtransportieren, zum Schweinemarkt bis zum noch ganz jungen Kaiser-Wilhelm-Park.

Otto und Karl Bamler - Die Folge gibt es hier zum Nachhören

Otto und Karl Bamler - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 5

 

Essen im Jahr 1560. Es ist eigentlich sehr besinnlich: Die Berne ist zugefroren,rieselt der Schnee auf die Stadtmauer und Otto und Greta wollen den Abend zusammen verbringen. Aber dann stören seltsame Chorgeräusche aus der katholischen Marktkirche die Ruhe.  Das von der Äbtissin geleitete Essen erlebt an diesem Weihnachtstag mit unserem Otto einen wichtigen Umbruch: Die Essener lehnen sich gegen die Äbtissin auf und machen den Weg frei für die Evangelischen in der Stadt. Und das ganze ohne Gewalt: Nur indem sie deutsche Christpsalmen singen.

Otto macht die Stadt evangelisch - die Folge gibt es hier zum Nachhören

Otto und macht die Stadt evangelisch - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Die Geschichte hinter der Geschichte

Warum war das Singen denn verboten?

Bis zur Reformation von Martin Luther wurden in den Kirchen die Lieder ausschließlich auf lateinisch gesungen. Mit ihnen sollten auch nicht die Gottesdienste gefeiert werden. Stattdessen trugen sie mit einem gewissen Schwermut zum andächtigen Gottesdienst bei.

Ist die Geschichte denn erfunden?

Nein! Das Weihnachtssingen in der Marktkirche gab es 1552 wirklich. Die jungen Essener harrten so lange aus, bis der Pastor der Marktkirche aus seiner Wohnung geflohen ist und Hilfe von der Äbtissin geholt hat. Aber zum Glück gab es für Otto und Co. Hilfe von den Ratsherren.

Was hat das Singen denn bewirkt?

Im Januar 1553 hat der Rat der Stadt festgelegt, dass niemand in Essen mehr wegen seines Glaubens verhaftet werden darf. Auch das ist ein Verdienst von unserem Otto.

Wann wurde die Marktkirche denn evangelisch?

Am 2. Mai 1563: Dank der Unterstützung des Stadtrates wird in der Marktkirche erstmals das protestantisches Abendmahl „in beiderlei Gestalt“ gefeiert, die Marktkirche wird das erste protestantische Gotteshaus im damaligen Essen. Der Rat beruft Pfarrer Heinrich Barenbroch aus Kastellaun (Pfalz-Zweibrücken) zum Prediger in der Marktkirche. Diese ist fortan die Kirche der Essener evangelisch-lutherischen Gemeinde. Barenbroch predigt anfangs nur sporadisch in Essen; erst von 1573 bis zu seinem Tode 1587 bekleidet er die erste Predigtstelle. (Quelle: Evangelische Kirche in Essen)

Ihr sprecht immer von der Berne. Meint ihr wirklich dieses kleine Bächlein?

Die Berne - und auch die Limbecke - spielen bei unseren Geschichten oft eine Rolle. Damals war die Berne aber noch ein größerer Fluss und auch an mehreren Strecken oberirdisch. Heute fließt die Berne im Stadtzentrum unter der Erde. Ihre Quelle liegt im Südostviertel, hier erinnert die Straße "Am Bernewäldchen" an den Fluss. Sie ist übrigens ein Nebenfluss der Emscher und fließt zwischen Essen und Bottrop unter den Rhein-Herne-Kanal durch.

Folge 6

Essen im Jahr 1861. Hoher Besuch hat sich heute an der Altendorfer Chausee angekündigt. Ottos Chef, Alfred Krupp, empfängt den preußischen König Wilhelm I. Für die Essener Gußstahlfabrik ist der Termin sehr wichtig. Denn Krupp will seinen ganzen Stolz dem späteren Kaiser präsentieren. "Fritz", ein weltweit einzigartiger 50-Tonnen schwerer Dampfhammer. Otto soll Wilhelm das Gerät vorführen. Wenn Otto den König überzeugt, könnte Krupp der endgültige Durchbruch gelangen.

Otto, Krupp und der König - Die Folge gibt es hier zum Nachhören

Otto, Krupp und der König - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 7

Essen im Jahr 980. Was für eine ehrenvolle Aufgabe für unseren Otto. Sein Namensvetter König Otto II. möchte seiner Cousine Mathilde, der Äbtissin vom Essener Stift ein Geschenk überreichen. Otto soll das nötige Gold dafür von Köln aus sicher nach Essen bringen. Otto und seine Soldaten haben aber keine Ahnung, wofür das Gold ist. Daraus entsteht später die Goldene Madonna. Sie ist bis heute das bedeutendste Kunstwerk der Stadt Essen. Danke nochmals Otto, dass du dich so für die Stadt einsetzt!

 

Otto bringt das bedeutendste Kunstwerk nach Essen - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Otto bringt das bedeutendste Kunstwerk nach Essen - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 8

Essen im Jahr 1816. Schnee im Juni – soetwas hat selbst unser Otto noch nie erlebt. Ein Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Sumbawa lässt über ein Jahr lang nicht die Sonne scheinen. Auf den Essener Feldern wächst keine Getreide mehr. Die Kornkammer ist bald leer. Auf den Tisch von Otto und Greta kommt oft nur gekochtes Gras. Viele Menschen sterben bei der letzten großen Hungersnot nach einer Naturkatastrophe. Aber Otto hat Glück im Unglück!

Otto und das Jahr ohne Sommer - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 9

Essen im Jahr 260.000 v. Chr. An gefährlichen Höhlenlöwen und riesigen Mammuts vorbei liegt Ottos Höhle. Unser Held hat es bei seiner weitesten Zeitreise nicht leicht. Er muss Mammuts jagen, um seine Familie zu ernähren. Das Fleisch muss er dann durchs heutige Vogelheim bringen. Kaum vorstellbar wie es damals bei uns aussah. Überall riesige Bäume, die fast bis in den Himmel ragen und Tiere, die heute längst ausgestorben sind.

Otto und die Höhlenlöwen - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 10

Essen im Jahr 1552. Von wegen Flaniermeile von Essen! Vor wenigen Jahrhunderten war Rüttenscheid noch das Madagaskar der Stadt. Die Aussätzigen und Leprakranken, wie zum Beispiel Ottos Bruder Caspar, müssen vor der Stadt raus wohnen. Dafür hatte man extra die Siechenkapelle an der Rüttenscheider Straße gebaut. Otto muss sich in dieser Folge von seinem geliebten Bruder verabschieden. Er hat sich auf einer Pilgerresie nach Jerusalem angesteckt und kommt in die Kapelle.

Otto und der Aussätzige - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 11

Essen im Jahr 1881. Otto arbeitet im Takt der Schläge des Deilbachhammers. Unser Held ist ein ganz wichtiger Vorarbeiter in der Schmiede in Kupferdreh. Und das zu einem Zeitpunkt, als der Deilbachhammer richtig spannend war. Es gab bereits eine Eisenbahn, die von Pferden gezogen worden ist, bevor es überhaupt die erste Linie zwischen Fürth und Nürnburg gab. Außerdem bringen Schiffe über die Ruhr noch Eisen. Otto und seine Kollegen machne daraus wichtige Werkzeuge.

Otto am Deilbachhamer - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 12

Essen im Jahr 1591. Otto ist ein wichtige Zeuge bei einem Hexenprozess. Er muss für seine Nachbarin aussagen, die im Blücherturm in Rellinghausen vor Gericht steht. Hat sie wirklich die Schafe einer Nachbarin vergiftet? Es sieht ganz schön düster aus. Wenn sie Pech hat, dann muss sie an der Hexentaufe in der Ruhr in Rellinghausen sich bestehen.

Otto und die Rellinghauser Hexen - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 13

Essen im Jahr 1881. Nach dem Gottesdienst geht es für Otto und Karl in ihre Lieblingsschenke in Karnap. Der Wirt ist kein anderer als Jacob Stauder. Er serviert beiden aber kein "Stauder-Pils", sondern ein Bier der Marke "Löwenbrauerei". Aber Otto und Karl müssen sich wohl bald eine neue Schenke suche, Stauder will umziehen.

Otto bringt das Bier nach Altenessen - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 14

Essen im Jahr 1546. Otto hütet an der Ruhr die Schafe seines Vaters und hat große Langeweile. Nix los im alten Steele, deshalb fischt er sich eine Mahlzeit aus dem Fluss. Als er seinen Fang braten will, entdeckt er einen pechschwarzen Stein. Unsere Essener Legende, wie die Kohle entdeckt worden ist. Natürlich war es Otto!

Otto entdeckt das Schwarze Gold - Hier gibt es die folge zum Nachhören

Otto entdeckt das Schwarze Gold - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!

Folge 15

Essen im Jahr 1906. Mit Droschke, Eisenbahn oder Auto - Wer im Kaiserreich gesehen werden will, muss zur Hochzeit von Bertha Krupp nach Essen kommen. Im Jahr 1906 heiratet die Tochter von Magarethe ihren Taffi, Gustav von Bohlen-Halbach. Als Geschenk stiftet die Mutter eine Siedlung Margarethenhöhe. Hier wohnt wenige Jahre später unser Otto mit seiner Familie. 

Otto eröffnet die Margarethenhöhe - Hier gibt es die Folge nochmals zum Nachhören!


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