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Stillleben A40: Tisch-Serie

Alle Beiträge zu den A40 Tisch-Gruppen

Ruhrschnellweg Still-Leben

20.000 Biertische und dazu 40.000 Bänke auf 60 Kilometer Autobahn zwischen Duisburg und Dortmund.

Es war das größte Kulturhauptstadtereignis 2010. Einmal auf die A40 beim Ruhrschnellweg Still-Leben. Das war auch für 3 Millionen Essener ein Muss.
Zwischen Frohnhausen und Kray standen 3500 Tische auf der Fahrbahn.
Wir von Radio Essen hatten Ihnen im Vorfeld in unserer A40 Tisch-Serie fünf Gruppen aus Essen vorgestellt, die es geschafft haben einen dieser Tische auf der A40 zu ergattern.

Die schönsten Bilder vom Stillleben finden Sie in unserer Galerie.

Loveparade-Warmup

Mit Elektro, House, Drum & Base wollte DJ Fadi Merza mit seinen Freunden Lust auf die Loveparade 2010 machen. An ihrem Tisch wurde in entsprechenden Loveparade-Outfits schon beim Still-Leben gefeiert. Denn vor dem verheerenden Ausgang der Loveparade im Juli 2010 hatte die Rave Party eine enge Bindung an das Ruhrgebiet. 1,2 Millionen Besucher kamen 2007 zum Rave nach Essen, 2008 1,6 Millionen nach Dortmund. Zum Auftritt beim Still-Leben gehörte natürlich auch das "Must Have" der Loveparade: eine Sonnenbrille... Besucher des Still-Lebens, die keine Sonnenbrille dabei hatten, bekamen sogar ein schräges Modell in Form einer Knicklichtbrille von der Warmup-Gruppe geschenkt. Dafür musste aber auch getanzt und gefeiert werden. Das Motto der Gruppe: Party!

Der Beitrag zum Loveparade Warmup

Ukuleriker & Friends

Mit Ukulelen bewaffnet, ging es für die Ukuleriker auf die A40.
Das Ruhrpott-Ukulelen-Orchester entstand etwa 2006 aus einem VHS-Kurs. Zum Stillleben hatte das Orchester zehn Mitglieder und die wollten mit bekannten Liedern fröhliche Stimmung auf dem Asphalt verbreiten. Mitsingen und mitspielen war ausdrücklich erwünscht! Jeder der Lust hatte oder zu lange daneben stand, bekam eine Ukulele in die Hand gedrückt. Hilfe beim ersten Ukulelenversuch gab es natürlich von den Mitgliedern des Ukulelen-Orchesters. Mit ihren vier Seiten ist die Ukulele einfacher zu lernen als die Guitarre und passend zur Kulturhauptstadt saß auch bei Anfängern das Steigerlied nach wenigen Minuten. Ukulele bedeutet übrigens hüpfender Floh. Das Instrument kommt ursprünglich aus Portugal. Dort hieß es noch Braguinha. Ein Portugiese hat die Braguinha mit auf eine Reise nach Hawaii genommen. Dort bekam sie dann ihren hawaiianischen Namen: Ukulele.

Der Beitrag zum Ruhrpott-Ukulelen-Orchester

Balancao - Samba und Perkussion

"Rio meets Ruhrpott" - Mit Samba und Trommeln kamen karibische Rhythmen auf die A40. Die Samba- und Perkussionsgruppe Balancao wurde 1990 gegründet (damals noch unter einem anderen Namen). Die original brasilianische Samba haben die 20 Mitglieder von einem der erfolgreichsten Samba-Trainer aus Rio gelernt. Für die Trommel-Leidenschaft ist die Gruppe sogar schon nach Brasilien auf die Ilha Grande gereist, mitten in den Tropen gab es dann Trommelstunden. Normalerweise wird in Essen Frillendorf geprobt, aber die Mitglieder von Balancao kommen aus dem ganzen Ruhrgebiet. 2010 feierte die Gruppe ihr 20-Jähriges Jubiläum. Das wurde natürlich auch beim Ruhrschnellweg Still-Leben gefeiert. Dafür wurde sogar extra ein Stück einstudiert - dabei spielte auch der Asphalt auf der A40 eine Trommel-Rolle.

Mehr Infos unter www.balancao.de.

Der Beitrag zur Sambagruppe Balancao

Ruhrgebietsküche aus Katernberg

Frikadelle und Kartoffelsalat... Dieses Ruhrpottgericht kennt wohl jeder.
Die Nachbarschaftsgemeinschaft Katernberg zeigte auf der A40 was im Ruhrgebiet auf den Tisch kommt - und dazu gehört ihrer Meinung nach nicht nur die deutsche Hausmannskost. Durch die Zuwanderer gehört für sie natürlich auch polnische, italienische und türkische Küche dazu. Die acht Nachbarn kennen sich schon seit den 60er Jahren. Damals haben sie zusammen in einem Haus gewohnt. Heute treffen sich noch regelmäßig zum Kaffee und Kuchen oder zum Kochen. Als richtige Ruhrgebiet-Fans und original Essener war ein Picknick auf der A40 ein absolutes Muss. Sie wollten mit den Vorurteilen des dunklen, hässlichen Ruhrgebiets aufräumen und zeigen wie man im Pott isst.

Der Beitrag zur Ruhrgebietsküche aus Katernberg

Brieftaubenverein Eilbote

Der Brieftaubenverein Eilbote aus Stoppenberg zeigte, wie der Sport früher war und wie er heute funktioniert. Damals waren im Ruhrgebiet auf vielen Dächern in Bergmannssiedlungen Taubenschläge zu finden. Heute bleibt der Nachwuchs oftmals leider aus! Der Brieftaubenverein Eilbote hatte 2010 noch 26 Mitglieder, davon aber nur acht aktive Taubenväter. Beim Still-Leben wollten sie ihren Sport vorstellen. Für die alte Ruhrgebietstradition kamen sogar 15 Tage alte Taubenküken und ihre Taubeneltern mit auf die A40. Außerdem wurden 20.000 Brieftauben aus Linz in Österreich zurück in die Kulturhauptstadt geschickt!

Der Beitrag zum Brieftaubenverein Eilbote


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