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Änderungen 2018

 

Die Preise für Bus- und Bahn steigen, dafür gibt es mehr Kindergeld und weniger Kosten beim Winterdienst. Wo Sie ab 2018 mehr zahlen und wo weniger - und was sich sonst noch ändert - hier finden Sie eine Übersicht.

2018 steigen die Gebühren für das Abwasser. Die so genannte Schmutzwassergebühr für verbrauchtes Frischwasser wird 4 Cent teurer und klettert auf 3,05 Euro. Die Gebühr für Niederschlagswasser, das von Dächern, Terrassen oder Garagenhöfen in die Kanalisation abfließt, wird um drei Cent teurer. Das kostet pro Kubikmeter dann 1,49 Euro. Für einen Vier-Personen-Haushalt, bei dem 200 Kubikmeter Schmutzwasser und 100 Kubikmeter Niederschlagswasser anfallen, bedeutet das z.B. elf Euro mehr im Jahr.

Grund seien die steigenden Investitionen der Stadtwerke in die Kanalisation, so die Stadt. Für die Niederschlagswassergebühr sorgen vor allem die höheren Umlagen an die Emschergenossenschaft.

 

Die Strompreise werden wohl auch 2018 weiter steigen, vermuten Experten. Schon 2017 war der durchschnittliche Strompreis von 29,2 Cent pro Kilowatt ein Rekord. Was genau das für Ihre Stromrechnung heißt, müssen Sie am besten mit Ihrem Anbieter klären. Da gibt es große Unterschiede.

Auch bei der Müllabfuhr wird es etwas teurer. 2018 werden für den Liter Restmüll in der grauen Tonne 2,83 Euro fällig. Bisher zahlen Sie 2,78 Euro. Wenn Sie also zu Hause eine 120 Liter Tonne haben, zahlen Sie statt 333,60 dann 339,60 Euro, also sechs Euro mehr im Jahr.

Hier geben die Entsorgungsbetriebe die hohen Kosten für die Entsorgung von wildem Müll als Grund an. Außerdem mehr Verwaltungskosten.

Teurer wird auch die Straßenreinigung. Pro Meter, den ein Haus an eine Straße grenzt, steigt die Gebühr um 27 Cent auf 7,98 Euro. Ein Beispielhaushalt, der auf einem Grundstück mit 15 Metern zur Straße wohnt, zahlt dann 119,70 Euro und damit 4,05 Euro mehr.

Beim Winterdienst sieht es deutlich besser aus. Da sinken die Gebühren fast um die Hälfte. Dafür sorgen zu viel bezahlte Gebühren aus 2014. Ein Musterhaushalt mit 15 Frontmetern zahlt somit statt 25,35 dann nur 13,05 Euro (Streuplan A). Beim Winterdienst B sind es statt 16,95 Euro jetzt 8,70 Euro.

Auch der Verkehrsbund Rhein Ruhr macht vor höheren Ticketpreise 2018 keinen Halt. Im Schnitt steigen viele Fahrkarten um etwas zwischen 30 Cent und über einem Euro. Dafür können Sie jetzt aber zum Beispiel mit einem Ticket der Preisstufe C weiter fahren als bisher. Das Tagesticket ist jetzt 24 Stunden gültig, nicht wie vorher nur bis zum späten Abend. Und es gibt ein neues Young Ticket Plus. Das gilt jetzt im ganzen VRR-Gebiet, also auch bis nach Düsseldorf.

Mehr Infos zu den einzelnen Preisstufen finden Sie hier.

Ab Januar 2018 werden die Regelsätze für das Arbeitslosengeld II angepasst. Das heißt etwas mehr Geld. Für Alleinstehende gibt es 7 Euro mehr, also 416 Euro im Monat. Für Erwachsene in einer Bedarfsgemeinschaft sind es 6 Euro mehr und damit 374 Euro. Junge Erwachsene unter 25 Jahren, die bei den Eltern wohnen, bekommen 5 Euro mehr und damit im Monat 332 Euro.

Auch beim Kindergeld gibt es etwas mehr, genauer 2 Euro pro Kind. Für das erste und zweite Kind gibt es dann jeweils 194 Euro, für dritte Kinder 200 Euro und für das vierte sowie jedes weitere Kind 225 Euro pro Monat.

Ob Aktentasche,  Wasserwaage oder PC: Wer als Arbeitnehmer „Arbeitsmittel“ kauft, kann dafür bisher bei der Steuererklärung bis zu einem Wert von 410 Euro netto absetzen. 2018 hebt der Gesetzgeber die Grenzen an. Der neue Wert beträgt 800 Euro.

Teurere Käufe über 800 Euro können weiterhin nur nach der sogenannten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer steuerlich abgeschrieben werden. Bei Möbeln zum Beispiel sind dies 13 Jahre.

 

 

Gute Nachrichten für alle Retner. Ab dem 1. Juli 2018 sollen die Renten im Westen um 3,09 und im Osten um 3,23 Prozent steigen. So steht es im Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2017 der Bundesregierung. Die Anpassung gilt für alle Altersrenten, für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, für gesetzliche Unfallrenten sowie für die Renten der Landwirte aus der landwirtschaftlichen Rentenkasse.

Der sogenannte Eckrentner mit 45 Jahren Beitragszeit würde dann monatlich 43 Euro mehr an Rente bekommen. Die endgültige Anpassung entscheidet sich im Frühjahr.

Stauder erhöht ab März 2018 die Bierpreise. Zumindest für das Flaschenbier. Um wie viel genau die Preise steigen, hängt vom Handel ab, sagte der Brauereichef Thomas Stauder. Grund seien aber die steigenden Produktionskosten.

In Frintrop und Altendorf können sich die Anwohner über neue Einkaufszentren freuen. An der Frintroperstraße hat schon im Dezember ein neues ALDI aufgemacht. Bis Frühjahr kommt noch REWE, ein Physiotherapiepraxis und weitere Büros. An der Altendorfer Straße haben schon ein paar Läden und ein Hotel aufgemacht. 2018 soll noch ein Möbelhaus folgen.

Außerdem geht 2018 im Ruhrgebiet die Bergbau-Ära zu Ende. Im Dezember schließt die letzte Steinkohle-Zeche, die Zeche Prosper Haniel in Bottrop. Dafür gibt es das ganze Jahr über Veranstaltungen zum Abschied und um an die Bergbautradition im Ruhrgebiet zu erinnern. Los geht es im Januar mit einer großen Ausstellung zur Kohle auf der Kokerei Zollverein.

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