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Änderungen 2017

 

Die Preise für Bus- und Bahn steigen, dafür gibt's einen höheren Steuerfreibetrag. Wo Sie ab 01.01.2017 mehr zahlen und wo weniger - und was sich sonst noch wichtiges ändert - wir haben's für Sie zusammengefasst.

Das ändert sich ab 01.01.2017

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Bus- und Bahn

Der VRR hebt ab Januar die Preise an, damit steigen auch die Preise bei der EVAG. Einzeltickets für Erwachsene kosten dann im gesamten Verbund 10 Cent mehr, also 2,70 Euro. Ausgenommen ist die Kurzstrecke, da bleiben die Preise bei Einzel- und 4er-Tickets gleich, genauso das 10er Ticket und die Tickets für Kinder. Beim SchokoTicket bleibt der Eigenanteil gleich, für Selbstzahler steigt der Preis um 1,9 Prozent. Der Preis für das Sozialticket steigt von 34,75 Euro auf 35,55 Euro. Auch die Monatsfahrkarten werden teurer. Das Ticket 1000 kostet statt 72,00 Euro ab Januar 74,30 Euro; das Ticket 2000 wird um 2,75 Euro erhöht und kostet damit dann 83,00 Euro. Im Abo sind die Tickets etwas günstiger.

Es wird aber nicht alles teurer: bei der EVAG gibt es ab Januar ein HappyHour-Ticket für 2,99 Euro. Damit können Sie von 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr alle Linien der EVAG innerhalb Essens so oft nutzen, wie sie wollen. Das Ticket gibt es allerdings nur Online über den Ticketshop der EVAG oder die EVAG-App.

Außerdem führt die EVAG das 30-Tage-Ticket ein. Anders als beim Monatsticket können Sie frei wählen, ab welchem Datum das Ticket gültig ist. Auch diese Fahrkarte gibt es nur als Onlineticket. 

Wer außerhalb des VRR-Gebiets unterwegs ist und ein Abo oder eine Monatskarte des VRR hat, kann ab Januar für 6,40 Euro ein „Einfach-Weiter-Ticket“ kaufen, um günstiger als bisher in Regionen des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) und des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) fahren zu können.

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Essener Bäder

Die Eintrittspreise für die Essener Bäder steigen zum 01. Januar. In allen Bädern bezahlen Sie dann 4 Euro, ermäßigte Karten gibt es für 2,50 Euro. Grund sind laut der Stadt gestiegene Kosten für Wasser, Strom und Wartung.

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Müllabfuhr

Die Kosten für die Entsorgung des Restmülls in Essen steigen ab Januar. Für die wöchentliche Leerung einer 120-Liter-Tonne zahlen sie dann 333,60 Euro im Jahr, bisher waren es 327,60 Euro. Die Stadt erwartet, dass 2017 unter anderem die Kosten für die Entsorgung des Sperrmülls steigen, außerdem rechnet sie mit höheren Kosten für die Müllbeseitigung bei Grünflächen.  

Der Preis für den Bioabfall bleibt gleich.

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Abwasser

Die Kosten fürs Abwasser in Essen steigen pro Kubikmeter um 14 Cent auf 3,01 Euro. Außerdem steigt die Niederschlagswassergebühr um 6 Cent auf 1,46 Euro pro Quadratmeter. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt zahlt damit im Schnitt 34 Euro mehr pro Jahr für die Entwässerung.

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Winterdienst & Straßenreinigung

Der Wintderdienst wird billiger. Pro Frontmeter sinken die Gebühren um 13 Cent (Winterdienst A) beziehungsweise 9 Cent (Winterdienst B).

An den Kosten für die Straßenreinigung ändert sich nichts.

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Stromkosten

Die Ökostrom-Umlage wird erhöht, viele Stromanbieter heben deshalb die Preise an. Um wie viel Prozent die Tarife steigen ist aber unterschiedlich, am besten informieren Sie sich darüber bei ihrem Stromanbieter.

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Steuern

Die Einkommensgrenzen für alle Steuersätze werden ein Stück nach oben verschoben, außerdem werden der Grundfreibetrag und der Kinderfreibetrag angehoben. Der Grundfreibetrag für Alleinstehende steigt um 168 Euro auf 8.820 Euro jährlich. Der Kinderfreibetrag steigt von 7.248 Euro auf 7.356 Euro. Zudem ändern sich die Eckwerte der Steuertarife, sodass einige Steuergruppen erst ab einer höheren Einkommensgrenze gelten.

Außerdem können Steuerzahler einen höheren Anteil der Altersvorsorge von der Steuer absetzen.

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Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 01. Januar um 34 Cent, also auf 8,84 pro Stunde. Bei einem Vollzeitjob bedeutet das knapp 55 Euro mehr im Monat. Außerdem gibt es ab 2017 einen Mindestlohn  für Zeitungsboten, allerdings erstmal den „alten“ Mindestlohn von 8,50 Euro, den neuen gesetzlichen Mindestlohn gibt es für sie erst ab 2018. 

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Hartz IV & Kindergeld

Der Regelsatz für alleinstehende Hartz IV-Empfänger steigt ab 01. Januar von 404 auf 409 Euro, Paare bekommen acht Euro mehr im Monat. Hartz IV-Empfänger, die unter 25 Jahre alt sind und noch bei den Eltern wohnen erhalten drei Euro mehr im Monat. Für sechs- bis 13-jährige Kinder gibt es 21 Euro mehr im Monat.

Das Kindergeld steigt um 2 Euro monatlich, liegt ab 01.01. 2017 also bei 192 Euro im Monat für das erste und zweite Kind, für das dritte Kind gibt es 198 Euro, ab dem vierten Kind 223 Euro.

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Unterhalt

Alleinerziehende sollen künftig besser abgesichert sein, wenn der andere Elternteil sich weigert Unterhalt für das gemeinsame Kind zu zahlen. Der sogenannte Unterhaltsvorschuss wird ausgeweitet. Bisher gibt’s den maximal für sechs Jahre und maximal bis zu einem Alter von zwölf Jahren. Diese Begrenzungen werden zum 01. Januar abgeschafft beziehungsweise die Altersgrenze auf 18 Jahre erhöht.

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Pflege

Ab dem 01. Januar werden die drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Dadurch sollen mehr Menschen von der Pflegeversicherung profitieren. Die Bewertung richtet sich danach, wie viel ein Mensch noch allein leisten kann und wobei er Hilfe benötigt. Dabei werden dann nicht mehr nur körperliche, sondern auch geistige oder psychische Einschränkungen berücksichtigt. Hilfe gibt es dann zum Beispiel auch schon für Menschen, die noch nicht pflegebedürftig sind, aber im Alltag Unterstützung brauchen. 

Weitere Informationen gibt es unter anderem bei der Verbraucherzentrale. 

Die Beiträge für die Pflegeversicherung steigen im Zuge des neuen Gesetzes um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 beziehungsweise 2,8 prozent für Kinderlose.

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Rauchmelderpflicht

Ab dem 01.01.2017 gilt die Rauchmelderpflicht in allen Wohnungen. Rauchmelder müssen nach dem Gesetz mindestens in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren angebracht werden. Darunter fallen auch alle Einzimmer-Wohnungen und Räume, die ebenfalls viel zum Schlafen genutzt werden.

Der Vermieter ist verantwortlich für den Einbau der Rauchmelder. Für die Wartung einmal im Jahr sowie den funktionierenden Betrieb des Rauchmelders ist wiederum der Mieter zuständig, sofern der Vermieter kein externes Unternehmen für die Wartung einsetzt.

Mehr Infos zur Rauchmelderpflicht gibt's hier.


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