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Radio Essen Kultur-Tour

Die "Radio Essen Kultur-Tour" beschäftigt sich mit Kultur in unserer Stadt. Wir haben uns auf die Suche nach den kulturellen Highlights gemacht und unter anderem Orte besucht, mit denen Sie nicht auf den ersten Blick Kultur verbinden. Der Grund ist, dass dieses Jahr viele Geburtstage gefeiert werden. Zum Beispiel wird das Aalto Theater 25 Jahre, die Grugahalle 55 Jahre und die Alte Synagoge 100 Jahre alt. Unsere Reporterin Sarah Mayer nimmt Sie mit auf die "Radio Essen Kultur-Tour".

Die Kultur-Tour wird Ihnen präsentiert von
Was ist Kultur?

Was ist Kultur und wo finden wir sie in Essen?

Bedeutet Kultur, in's Theater oder in die Oper zu gehen?

Oder ist auch eine Fahrradtour oder ein Spaziergang am Baldeneysee Kultur? Oder auch ein ein Besuch in der Kneipe?

Diese Frage hat Ihnen Radio Essen Reporterin Sarah Mayer gestellt.





Mittelalterkultur

Die Isenburg wurde um 1240 erbaut und knapp 50 Jahre nach ihrem Bau wurde sie bereits wieder zerstört und verfiel zu einer Ruine.

Anfang des 20. Jahrhunderts war kaum noch etwas von ihr zu sehen. Erst eine Ausgrabung in den Jahren 1927 bis 1933 legte die heute sichtbare Ruine wieder frei.

Heute treffen sich dort regelmäßig Jugendliche und lassen das Mittelalter aufleben.

In Rollenspielen kämpfen sie als Ritter und Waldläufer gegeneinander und im Mittelpunkt steht die Festung Isenburg, die vor den fremden Angreifern verteidigt werden muss.

Gartenkultur

Die Margarethenhöhe wurde 1906 von Margarethe Krupp gestiftet. Der Anlass war die anstehende Hochzeit ihrer Tochter Bertha. Ab 1906 bis 1938 wurde die Siedlung von dem Architekten Georg Metzendorf erbaut, nach dem auch eine Straße auf der Maggihöhe benannt wurde.

Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Gartenstadt schwer beschädigt, einige Jahre später wurde sie dann in ihrer historischen Form wiederhergestellt. 1948 wurde die Margarethenhöhe ein eigenständiger Stadtteil.  

 

Kulturpfadfest

Zum ingesamt 12. Mal konnten Besucher das Kulturpfadfest dieses Jahr unter dem Motto "Das Blaue vom Himmel" besuchen.

Der Kulturpfad ist knapp vier Kilometer lang und führt an 82 Kultureinrichtungen, Bau-und Kunstwerken vorbei.

Über 20 kulturelle Einrichtungen, die den Kulturpfad enlang führen und auch benachtbarte Häuser wie die Weststadthalle und das GOP Varieté haben beim Kulturpfadfest die Türen geöffnet. Sie haben den Besuchern zum Beispiel Lesungen, Führungen, Konzerte und Theater präsentiert.

 

 

Bergbaukultur

Knapp 140 Jahre, von 1847 bis 1986 war die Zeche Zollverein in Stoppenberg in Betrieb. 

In schmalen Gängen und steilen Schächten arbeiteten die Bergmänner unter Tage bei extremen Bedingungen. Mit Staub, Lärm und Dunkelheit bauten sie die Kohle ab. 1953 wurden 2,4 Millionen Tonnen Kohle gefördert.

Heute ist die Zeche Zollverein ein Industriedenkmal. 2001 wurde sie zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

 

 

Crosskultur

Das Unperfekthaus in der Essener Innenstadt ist auch als "Künstlerdorf" bekannt.

Hier bekommen Künstler die Räume und die Möglichkeiten, kreativ zu sein und zum Beispiel in Atelliers zu zeichnen und zu modellieren oder Musik zu machen. Auf sieben Etagen gibt es Atelliers, Gallerien, ein Restaurant, ein Hotel und eine Dachteresse.

2007 hat das Unperfekthaus den Kulturpreis erhalten.

 

 

 

Radkultur

Die Stadtführung der anderen Art. Touristen und auch Essener lernen die Stadt auf dem Fahrrad kennen. Bei der Fahrradstadtführung durch die Essener Innenstadt, das Süd-, Nord- und Westviertel standen viele kulturelle Highlights auf dem Programm.

Die Stationen waren das Grillotheater, die Lichtburg, der Dom und Burgplatz, die Alte Synagagoge, die Marktkirche, das Univiertel, das Thyssen Krupp Quartier, das Glückauf Haus, das Museum Folkwang, der Stadtgarten und das Denkmal "steile Lagerung".

Theaterkultur

Bevor ein Stück auf der Bühne im Aalto Theater aufgeführt werden kann, wird hinter der Bühne eine ganze Menge vorbereitet. Die Technik, die Beleuchtung, das Bühnenbild und auch die Kostüme müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein.

Am 25. September feiert das Aalto Theater im Südviertel 25-jähriges Jubiläum. Am 22. September gibt es einen Tag der offenen Tür und die Besucher dürfen einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Museumskultur

Die Radio Essen Kultur-Tour beschäftigt sich mit dem Thema Kunst. Dafür haben wir ein kleines Experiment gewagt. Radio Essen Reporterin Sarah Mayer ist mit einem selbst gemalten Bild unterwegs gewesen und hat sich mit Essenern und auch mit einem Kunstexperten vom Museum Folkwang über Kunst unterhalten.

Ab dem 21. September zeigt das Museum Folkwang eine Kunstausstellung von Thomas Schütte. Unter anderem werden Skulpturen aus Ton, Bronze und Aluminium zu sehen sein.

Weggehkultur

Die Radio Essen Kultur-Tour hat sich mit Weggehkultur in Essen beschäftigt und wir wollten wissen, wo man in unserer Stadt am besten ausgehen kann.

Je nach Stadtteil geht auch die Musikrichtung und das Angebot an Bars und Kneipen stark auseinander. Die Essener in einem Punkt einig: Das Essener Nachtleben ist sehr vielfältig und es ist für jeden was dabei, egal ob Bar, Kneipe, Club oder Disco.

Jüdische Kultur

Die Alte Synagoge feiert 100-jähriges Jubiläum. Am 25. September 1913 wurde das jüdische Gebetshaus in der Essener Innenstadt feierlich eröffnet.

Viele Ereignisse haben die Alte Synagoge im Laufe der Zeit geprägt. 1938 wurden bei der Reichsprogromnacht deutschlandweit Synagogen angezündet und beschädigt. 1979 brante es erneut durch einen Kurzschluss.

1986 wurde die Alte Synagoge dann restauriert und heute ist sie eine Gedenkstätte und Haus der Begegnung, in dem es immer wieder Vorlesungen und Ausstellungen gibt.

Jugendkultur

Seit über 100 Jahren gibt es das Weigle Haus an der A40 in der Innenstadt.

In dem evangelischen Jugendhaus gibt es für Kinder und Jugendliche unter anderem Sportmöglichkeiten, ein Fitnessraum, Streetwork, Hausaufgabenhilfe,  Freizeitangebote, gemeinsame Ausflüge und Reisen und die Sonntags-Gottesdienste, die von den Kindern und Jugendlichen gemeinsam vorbereitet werden.

Zur Jugendarbeit des Weigle-Hauses gehören noch zwei weitere Jugendhäuser  das Paulus-Jugendhaus in Huttrop und das Zwingli-Jugendhaus im Nordviertel.

Büdchenkultur

Buden gehören zur Tradition im Ruhrgebiet, sie werden auch Büdchen, Trinkhallen oder Klümpkesbuden genannt.

Zu Zeiten der Industrialisierung entstanden die ersten Trinkhallen, an denen hungrige und vor allem durstige Arbeiter auf dem Weg zur "Maloche" einen kurzen Stopp einlegten. In den 60er Jahren starben die Zechen, aber die Buden blieben.

Die Bude von Willy Göken in Altendorf ist eine der wenigen Buden in unserer Stadt, die noch an diese Tradition erinnert. Hier gibt es nicht nur Süßigkeiten, Getränke, Zigaretten und Zeitschriften zu kaufen. Hier sitzen auch noch Freunde und Bekannte zusammen, treffen sich regelmäßig und halten "Pläuschken".

Kinokultur

Eines der ältesten Kinos Deutschlands feiert seinen 55-jährigen Geburtstag. Die Lichtburg an der Kettwiger Straße in der Essener Innenstadt wurde am 18.10.1958 eröffnet.

Der elegante Saal mit den weißen Wänden, den roten Stühlen, den roten Vorhängen und der großen Leinwand ist mit 1250 Sitzplätzen der größte Kinosaal Deutschlands.

In der Lichtburg werden aber nicht nur Filme gezeigt, es gibt auch regelmäßig Konzerte und Premieren mit vielen Promis auf dem roten Teppich.

MUSIKKULTUR

Die Grugahalle blickt stolz auf 55 Jahre zurück. Am 25.10.1958 wurde die große, bekannte schmetterlingsförmige Grugahalle in Rüttenscheid feierlich eröffnet.

Der damalige Oberbürgermeister Wilhelm Nieswandt hielt die Eröffnungsrede. Im Laufe der Zeit kamen immer wieder bekannte Bands wie die Rolling Stones, die Beatles, die Toten Hosen und auch viele Künstler wie Frank Zappa und DJ Bobo auf die Bühne.


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