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Februar Hörerfrage

Unsere Stadt hat viele Geheimnisse...

… aber nicht mehr lange. Eins nach dem Anderen lüften wir bei unserer Radio Essen Hörerfrage. Vielen Dank für viele spannende Hörerfragen. Wer hätte gedacht, weshalb es immer weniger Spatzen in Essen gibt oder welche geheimnisvollen Lichter frühmorgens über die Stadt wandern? Wir haben alle Fragen und Antworten für Sie hier archiviert. Ganz bequem zum Nachlesen und Nachhören.
Da geht bestimmt noch mehr.  

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Mittwoch, 03. Februar

Woher hat die Straße "Hexentaufe" in Rellinghausen ihren Namen?
Das wollte Sara Wesselborg aus Bergerhausen gerne wissen! Hexbachtal, Hexberg, Hexentaufe - bei uns in Essen gibt's mehrere Orte, die irgendwas mit Hexen zu tun haben.

Antwort:

Diese Begriffe gründen natürlich auf die Zeit der Hexenverbrennung im Mittelalter. An der Ruhr, da wo jetzt die Straße "Hexentaufe" in Rellinghausen ist, da gab es zur Zeit der Hexenverfolgung die "Wasserprobe". Eine vollkommen willkürliche und im Grunde immer tödliche Methode. Wie die abgelaufen ist hat uns Hannah Hettinger von der Stadt erklärt.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Was würde passieren, wenn bei einem Bombenfund etwas schief geht und die Bombe hochgeht?  Fast monatlich finden wir in Essen neue Weltkriegsbomben. Meist sind es die kleineren 5-Zentner-Bomben. Manchmal aber auch größere. Julia Krüger aus Rellinghausen hört dann immer die Nachrichten, wenn alles glatt gegangen ist und malt sich das Szenario aus, wenn dem nicht so wäre. Was für Kräfte hätte eine solche Bombe, würde sie einen ganzen Stadtteil auslöschen?

Antwort:

Mit dieser Frage sind wir direkt an die Quelle gegangen. Thomas Lembeck von der Feuerwehr Essen hat schon unzählige Bombenentschärfungen miterlebt und organisiert. Der Grund, warum wir das Horrorszenario einer unkontrollierten Explosion nicht erleben: sobald die Möglichkeit besteht, wird die Bombe kontrolliert gesprengt. Und dann wird tonnenweise Sand auf die Bombe geschüttet, sodass man von der Explosion nichts mitbekommt. Wenn doch mal eine Bombe ungewollt hochgehen würde, hätte vor allem einer das Problem: der Entschärfer. Deshalb wird auch immer vorsorglich in einem bestimmten Radius evakuiert. Denn wenn eine 5-Zentner-Bombe hochgeht, ist das Haus, die Bäume in der Umgebung, etc. alles hin. Aber kein ganzer Stadtteil, oder halb Essen. So verheerend sind die Bomben auch nicht. Der Grund, warum wir diese Bilder im Kopf haben sind die Weltkriege. Aber da waren es Bombenhagel, die die Städte in Schutt und Asche gelegt haben. Und keine einzelne Bombe.

Radio Essen Reporterin Nina Loges malt uns das Horrorszenario mal aus und gibt Entwarnung:

Donnerstag, 18. Februar

Warum ist der Bausemshorst in Altenessen keine Einbahnstraße ? Das fragt uns Erika Fischer. Sie findet: Die Straße ist so eng und immer zugeparkt, Rollstuhlfahrer kommen kaum über den Bürgersteig. Außerdem fehlt ihr eine Ampel, oder ein Zebrastreifen an der Johanniskirchstraße. Dort ist ein Krankenhaus und ein Altenheim, zur Sicherheit wünscht sie sich dort auch einen sicheren Übergang über die Straße.

Antwort:

Eine Straße wird nur zur Einbahnstraße, wenn der Gegenverkehr nicht mehr störungsfrei möglich ist, oder es unsicher ist, die Straße entlang zu fahren. Diese Möglichkeiten prüft die Stadt regelmäßig und es werden andere Optionen ausgewertet, da eine Einbahnstraße den Verkehr dauerhaft umleitet und dadurch andere Straßen belastet werden. Es wird also nicht leichtfertig entschieden. Im Bausemshorst ist eine Einbahnstraße nach Expertenmeinung nicht nötig. Ampelanlagen und Zebrastreifen sind in 30er-Zonen nicht vorgesehen, daher gibt es an der Johanniskirchstraße keine.

Einbahnstraßen verursachen viel Verwirrung. Auch in der Benutzung. Darf ich da jetzt so herum parken, wo gehts lang? Radio Essen-Reporterin Nina Loges hat eine Gebrauchsanweisung für die Einbahnstraße entworfen. Biegen wir mal ein:

Donnerstag, 22. Februar

Wie lang ist das Essener Straßennetz ? Hendrik Stepping aus Steele möchte das gerne wissen. Wieviele Kilometer könnten wir theoretisch mit dem Auto auf Essener Straßen zurücklegen?

Antwort:

Das Essener Straßennetz ist etwa 1.500 Kilometer lang. Damit liegen wir im Vergleich auch ziemlich weit vorn. Düsseldorf hat ein Straßennetz von rund 1.400 Kilometern und Bochum kommt nur auf etwa 900 Kilometer. Im internationalen Vergleich haben wir aber kaum eine Chance: Das Straßennetz von New York mit seinen gitterförmig angelegten Blocks hat rund 10.200 Kilometer. Warum die Straßen im Ruhrgebiet nicht so schnurgerade verlaufen wie die in New York, liegt daran, dass es erst die Industrie-Zentren gab und danach alles mit Straßen verbunden wurde.

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