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September Hörerfrage

Unsere Stadt hat viele Geheimnisse...

… aber nicht mehr lange. Eins nach dem Anderen lüften wir bei unserer Radio Essen Hörerfrage. Vielen Dank für viele spannende Hörerfragen. Wer hätte gedacht, weshalb es immer weniger Spatzen in Essen gibt oder welche geheimnisvollen Lichter frühmorgens über die Stadt wandern? Wir haben alle Fragen und Antworten für Sie hier archiviert. Ganz bequem zum Nachlesen und Nachhören.
Da geht bestimmt noch mehr.  

Haben Sie auch eine Radio Essen Hörerfrage? Dann schreiben Sie uns hier

Dienstag, 29. September

Warum ist die Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Überruhr seit Jahren gesperrt? Die Brücke führt über die Langenbergstraße. André Bäcker aus Überruhr-Hinsel fährt regelmäßig mit der S-Bahn und wundert sich, warum man seit Jahren umständlich die Straße überqueren muss. Er fragt warum die Brücke nicht repariert wird und findet sie außerdem sehr unansehnlich.

Antwort:

Die Brücke gehört der Deutschen Bahn. Vor Jahren gab es dort mal einen Unfall. Ein LKW ist gegen die Brücke gefahren. Jetzt ist sie gesichert und abgesperrt, man kann nicht mehr darüber gehen. Die Bahn plant nicht sie zu reparieren. Ob es am fehlenden Geld liegt, wollte uns die Bahn nicht sagen. Nur, dass sie bis unabsehbar gesperrt bleibt.

Mittwoch, 23. September

Warum heißen die kleinen Kartoffeln eigentlich Drillinge? Herr Jarusch aus Dellwig ist ein Kartoffelfan und wollte das wissen.

Antwort:

Drillingskartoffeln wollte damals keiner haben. Sie waren ziemlich unbeliebt. Das Wort „Drillinge“ ist eine Ableitung von niederländisch drol. Und das hat zwei Bedeutungen: einmal steckt da drin der Zwerg oder auch Knirps. Und das Wort drollig heißt ja soviel wie lustig, dann haben wir lustig und Knirps. Und das heißt dann soviel wie "Lustige Kartoffel-Knirpse". Aus "Drollinge" wurde "Drillinge", weil das eben leichter zu sprechen ist.

Dienstag, 22. September

Warum wurde die Verkehrsführung an der Kreuzung Frintroperstr./Im Wulve/Rabenhorst geändert? Nadine aus Frintrop fährt jeden Tag über die Frintroperstraße zur Arbeit und ärgert sich über die neue Verkehrsführung. An der Kreuzung wurden die zwei Spuren geradeaus auf eine Spur verkleinert. Jetzt gibt es im Berufsverkehr Stau und viel Spurenwechsel. Warum wurde diese Änderung also gemacht? Und ist die neue Verkehrsführung dauerhaft oder nur vorübergehend?

Antwort:

Die zuständige Bezirksvertretung hat die Spurenänderung seit längerem geplant, weil es vorher schon zu Staus und Verstopfungen an der Kreuzung kam. Das lag daran, dass man auf einer der beiden Spuren geradeaus zusätzlich links abbiegen konnte und die Linksabbieger somit den Verkehr aufgehalten haben. Außerdem wird die Straße nach der Kreuzung mehr oder weniger einspurig, da parkende Autos die rechte Spur blockieren. Um einen ständigen Spurwechsel zu vermeiden, hat die Stadt die Verkehrsführung dort dauerhaft geändert.

Sollte sich der Verkehr nicht bessern, soll eine neue Ampelschaltung für Ruhe sorgen.

Freitag, 18. September

Radio Essen Hörer Kai Süßelbeck schreibt uns: Seit dem 17.09.2015 ist ein Drittel der oberen Stornefranzstraße ohne Angabe von Gründen, mit einem absoluten Parkverbot belegt. Grundsätzlich gilt hier ein einseitiges absolutes Parkverbot. Die meist älteren Anwohner haben nun keine Möglichkeit mehr vor dem Haus zu parken. Bei der Stadtverwaltung ist keiner für dieses Thema verantwortlich. Es sind auch keine Arbeiten an der Straße ersichtlich. Könnten Sie bitte einmal recherchieren warum dieses Parkverbot eingerichtet wurde.

Antwort:

Radio Essen Moderator Stephan Knipp konnte dazu folgendes bei der Stadt Essen herausfinden.

Mittwoch, 16. September

Wer denkt sich die Themen zu den Lichterwochen aus? Jennifer Irlenborn aus Überruhr findet die Lichterwochen schön und freut sich jedes Jahr darüber. Vor allem für Kinder waren die Märchenmotive immer toll. Jetzt fragt sie sich: wer wählt eigentlich die Motive aus? Und: dürfen eigentlich mal die Essener über Motive entscheiden? Eine Online-Abstimmung würde ihr gefallen.

Antwort:

Seit Essen 2010 zur Kulturhauptstadt gewählt wurde, haben sich die Motive der Lichtwochen verändert. Jetzt gibt es immer ein Gastland bei den Lichtwochen. Die Motive und Themen werden passend dazu ausgewählt. Es wird immer das Land gewählt, aus dem die Kulturhauptstadt des Folgejahres kommen wird. In diesem Jahr ist es zum Beispiel Spanien, da die nordspanische Küstenstadt San Sebastián 2016 Kulturhauptstadt sein wird. Früher war es so, dass....

Eine Bürgerabstimmung online wird es wohl nicht geben, da die Essener allgemein zufrieden sind mit den Liochtwochen

Donnerstag, 10. September
Wie sie sehen - sehen sie nix!
Aha - jetzt ist es wieder etwas heller geworden!

Warum wird an der Auffahrt Holsterhausen Richtung Zentrum kurz vor der Hobeisenbrücke kein Licht angebracht?Der Zebrastreifen ist unbeleuchtet. Rechts geht es auf die Bahn, links rüber unter anderem zur U-Bahn-Haltestelle. Frau Finke aus Holsterhausen fährt jeden Morgen dort zur Arbeit auf und befürchtet, dass bald etwas passiert. Sie fragt sich, warum die Stadt dort keine Laternen anbringt?

Antwort:

Wir haben den Selbsttest gemacht. Morgens um kurz vor sechs waren wir vor Ort. Und tatsächlich: es ist zappenduster und man sollte lieber auffällige, helle Kleidung tragen. Außerdem ist ausgerechnet auf der Seite eine der Laternen kaputt. Wir haben mal bei der Stadt nachgefragt und warten noch auf eine Antwort, ob und wann der Übergang dort besser beleuchtet wird, bzw. die Lampe ausgetauscht wird. 

Die Meinungen zu dem unbeleuchteten Zebrastreifen sind geteilt. Anwohner, die sehr früh unterwegs sind haben in der Dunkelheit manchmal Probleme. Anderen ist noch nichts aufgefallen.

Update 14.09.15: Die Stadt hat mittlerweile reagiert und übers Wochenende die defekte Lampe ersetzt - es ist wieder heller geworden! Unser Radio Essen Reporter Marcel Kleer war vor Ort und hat das Beweisfoto gleich mitgebracht. Allerdings: die Ecke ist für Fußgänger nach wie vor nicht ohne!

Dienstag, 08. September

Radio Essen Hörer Markus Knoll aus Dellwig möchte wissen: Brems Dich. Schule hat begonnen. Warum hängen in diesem Jahr diese großen Banner der Verkehrswacht nicht mehr an den Strassen ?

Antwort:

Karl Heinz Webels von der Verkehrswacht Essen sagt dazu im Interview mit Radio Essen Moderator Timm Schröder folgendes:

Montag, 07. September

Ist das Sportbecken im Grugabad wirklich 50 Meter lang? Das will Radio Essen- Hörerin Carola Fischer aus Frohnhausen wissen. Sie war diesen Sommer oft im Grugabad schwimmen und das Becken kommt ihr viel länger vor. Sie hatte die Diskussion auch schon einmal mit einem anderen Badegast. 

Antwort:

Tatsächlich soll das Becken nicht genau 50 Meter lang sein. Der Schwimmmeister vom Grugabad kennt das Gerücht, dass es ein bisschen kürzer ist. Daher ist das Becken auch nicht für Wettkämpfe zugelassen. Das soll mit dem Fliesenbelag zusammenhängen. Die Trennleinen im Wasser sind allerdings genau 50 Meter lang. Wir von Radio Essen haben den Zollstock angelegt - und sind auf 8cm mehr gekommen! Na gut, wir haben den Zollstock 13 Mal angelegt... Vielleicht waren wir da auch ein bisschen ungenau...

Freitag, 04. September

Woher kommt der Begriff "Kurze Fuffzehn"? Horst Oeckenpöhler aus Bredeney fragt sich woher der Begriff kommt, er kennt das RWE Vereinsmagazin mit dem Namen. Bei einem Spiel hat er es bekommen und fragt sich seitdem: warum heißt das so, woher kommt der Begriff. Er hat zumindest keinen "kleinen" Spieler mit der Nummer 15 auf dem Trikot gesehen.

Antwort:

Seit 2015 steht wieder die fast lebensgroße Bronzefigur von Professor Petsch mit dem Titel „kurze fuffzehn“ vor dem Stadion Essen. Sie steht für die enge Verbundenheit von Rot-Weiss Essen zu den damals umliegenden Zechen Emil-Emscher und Carolus Magnus. Spieler und Mitglieder des Vereins kamen anfänglich hauptsächlich aus dem Bergbau.

Bis zum Abriss des alten Stadions hatte die Bronzefigur ihren Platz hinter dem Haupteingang unterhalb des Schriftzugs „Georg-Melches Stadion“. Ursprünglich war sie 1951 in der rot-weissen Gartenanlage kleine GRUGA aufgestellt worden. Die war hinter der alten Haupttribüne, etwa dort wo später das VIP-Zelt stand und der angrenzende Parkplatz war.

Die Bronzefigur stellt einen Bergmann dar, der sich für kurze Zeit von der Arbeit ausruht. In seiner fünfzehnminütigen Pause sammelt er Kraft für die weitere Arbeit. Genau so lange dauert auch eine Halbzeitpause beim Fußball.

Im Februar/März 1952 erschien die erste Ausgabe der gleichnamigen Vereinzeitschrift „kurze fuffzehn“. Dort war ein Foto dieses Bergmanns jahrelang als Titelbild zu sehen. Auch wenn der Begriff in keinem Bergbau- und Ruhrgebietssprachenlexikon vorkommt, hat sich der Name der Vereinszeitung bis heute gehalten.

Radio Essen-Reporterin Nina Loges hat mal in der Halbzeitpause auf der Tribüne nach der "Kurzen Fuffzehn" gesucht:

Mittwoch, 03. September

Wann wird die Ruine der Gaststätte am Hallo abgerissen? Vier Monate ist es jetzt her, dass die ehemalige Gasttätte am Hallo in Schonnebeck abgebrannt ist. Ein Teil der ausgebrannten Ruine wurde schon weggeschafft, aber eben noch nicht alles. Andrea Volk fährt jeden Tag mindestens zwei Mal an der Kneipenruine vorbei, schreibt sie. Und sie fragt: Was passiert denn jetzt damit und wann geht's da weiter? 

Antwort:

Lange gab es da Schwierigkeiten mit der Verischerung und keiner wusste so richtig, was los ist. Wir waren hartnäckig und haben bei der Stadt erfahren: mitte der Woche (also um den 02.09.2015 rum) soll der Rest der Ruine abgerissen werden. Das ganze soll so etwa vier Wochen dauern. Danach wird das Gelände nicht wieder bebaut werden, sondern Teil des Naturschutzgebietes werden. Wie lange die Renaturierung und Bepflanzung dauert und was da alles gemacht wird ist noch nicht klar. 

Dienstag, 01. September

Wo kommt das Wasser der "Türkenquelle" her? David Smidecki aus Freisenbruch füllt regelmäßig Wasser von der Quelle an der Werdener Straße zwischen Werden und Kettwig ab. Er fragt, wo das Wasser genau herkommt und wie es mit den Wasserwerten aussieht, insbesondere mit dem Fluoridgehalt.

Antwort:

Ganz genau kann uns das niemand sagen. Im Rathaus ist man sich aber ziemlich sicher, dass es sich um Oberflächenwasser handelt, was von den Weideflächen oberhalb der Quelle durch den Fels kommt. Deshalb ist es auch nicht als Trinkwasser freigegeben, da dort immer noch Schadstoffe, zum Beispiel vom Düngen, drin sein könnte. Die Stadt lässt keine Proben des Wassers nehmen, deshalb lässt sich über die Wasserwerte nichts sagen.

Ihren Namen hat die "Türkenquelle" übrigens daher, dass früher vor allem die Essener Türken dort Wasser abgefüllt und dann für ihren Tee benutzt haben. Dafür wird es aber natürlich abgekocht - und kann dann ohne Bedenken getrunken werden.

Mehr Hörerfragen finden Sie hier:

Hier geht es zurück zu allen Hörerfragen aus dem Jahr 2015. Viel Spaß beim Stöbern!

 

 


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