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November Hörerfrage

Unsere Stadt hat viele Geheimnisse...

… aber nicht mehr lange. Eins nach dem Anderen lüften wir bei unserer Radio Essen Hörerfrage. Vielen Dank für viele spannende Hörerfragen. Wer hätte gedacht, weshalb es immer weniger Spatzen in Essen gibt oder welche geheimnisvollen Lichter frühmorgens über die Stadt wandern? Wir haben alle Fragen und Antworten für Sie hier archiviert. Ganz bequem zum Nachlesen und Nachhören.
Da geht bestimmt noch mehr.  

Haben Sie auch eine Radio Essen Hörerfrage? Dann schreiben Sie uns hier

Freitag, 27. November
Die Firma Buderus
Hier sitzt sie (Quelle: Bosch Thermotechnik)

Woher hat die Buderuskurve auf der A40 in Kray ihren Namen? In unseren Radio Essen-Nachrichten hörten Simone Butez und ihr Mann, dass die Blitzer in der Buderuskurve in Kray bald wieder blitzen sollen. Die beiden haben sich daraufhin gefragt, woher der Name überhaupt kommt. Ob das vielleicht an der gleichnamigen Firma liegt, deren Firmenschild man von der Autobahn aus sehen kann?

Antwort:

Tatsächlich ist diese erste Vermutung korrekt. Das haben uns auch die Stadt und die Firma Bosch Thermotechnik (der Nachfolger von Buderus) bestätigt. Genauer gesagt: 1919 hat die damalige Firma Buderus die "Westdeutschen Eisenwerke AG" aufgekauft. Wann genau die Kurve dann Buderuskurve genannt wurde, konnte uns zwar niemand sagen. Allerdings wurde die heutige Buderusstraße in der Nähe wegen der Firma umbenannt. Bis November 1937 hieß sie noch Ludgwigstraße.

Die Firma Buderus produziert allerdings nicht mehr in Essen, und zwar seit 1971. 2004 wurde sie dann komplett von Bosch übernommen, deshalb gibt es die Firma Buderus technisch gesehen auch gar nicht mehr. In der Niederlassung arbeiten heute nur noch rund 20 Mitarbeiter, die sich vor allem um den Verkauf kümmern. Die Heizungen werden woanders hergestellt. Die laufen aber immer noch unter dem Markennamen "Buderus".

Donnerstag, 26. November

Was macht das Stoppschild am Viehofer Platz da?  Radio Essen-Hörerin Sarah Wolters ist irritiert. Sie ist von der Gladbecker Straße in Richtung Viehofer Platz langgefahren und an der Ampel ist ihr ein Stoppschild aufgefallen. Das steht ein paar Meter hinter der Ampel. Sie will jetzt auch wissen: das steht so weit hinter der Ampel - muss man da auch nochmal anhalten?

Antwort:

Anhalten müssen wir an den Stoppschildern nur in bestimmten Fällen. Sie stehen dort für den Fall, dass die Baustellenampeln ausfallen. Aber: solange die Ampeln funktionieren, können Autofahrer die Stoppschilder ignorieren. In Amtssprache heißt das dann: "Signallichtanlagen sind vorrangig vor Schildern zu behandeln".

Falls die Ampeln aber mal ausfallen, hat uns Fahrlehrer Franz-Josef Malzewski erklärt, was wir tun müssen:
Erst einmal müssen Sie an der Haltelinie an der Ampel anhalten, wie bei einem normalen Stoppschild. Danach dürfen Sie bis zum Stoppschild vorfahren. Dort halten Sie wieder, verschaffen sich einen Blick über die Verkehrslage an der Kreuzung. Wenn frei ist, dürfen Sie über die Kreuzung fahren.

Dienstag, 24. November
Das Ladenzentrum in Überruhr.

Gab es im Ladenzentrum Überruhr früher einmal einen Brunnen und wenn ja, was ist mit dem passiert?  Mit dieser Frage hat sich Radio Essen Hörer Marcel Priban aus Überruhr an uns gewandt. Seine Freunde können sich aber an keinen Brunnen erinnern, berichtet er Radio Essen. Auch viele Besucher des Ladenzentrums erzählen uns, dass sie hier noch nie einen Brunnen gesehen haben.

Antwort:

Einen Brunnen hat es im Ladenzentrum Überruhr tatsächlich gegeben: Er stand 2003/2004 direkt vor dem Blumengeschäft von Angelika Becker. Die Floristin erzählt uns, dass jugendliche Rowdies die Kugel vom Brunnen gestohlen und durch Überruhr gerollt haben. Auch Norbert Mering von der Überruhrer Bürgerschaft kann sich noch gut an die ganze Geschichte erinnern: Am Brunnen sei so häufig randaliert worden, dass der Vermieter der Läden die vielen Reparaturen irgendwann satt hatte. Kurzerhand ließ er den Brunnen bereits wenige Wochen nach der Einweihung wieder abbauen.

Noch heute können Sie erkennen, wo der Brunnen damals gestanden hat: Die neuen und deshalb etwas helleren Pflastersteine vor dem Blumengeschäft verraten es Ihnen.

Montag, 23. November
Autos in zweiter Reihe...
...zwingen den Bus und die Autos zum Slalom-fahren.

Warum kontrolliert das Ordnungsamt so selten an der Berliner Straße in Frohnhausen?  Katharina Sdun aus Frohnhausen ärgert sich. Auf der Berliner Straße parken viele Menschen in zweiter Reihe. Dadurch wird die Straße quasi zum TETRIS-Spiel, weil alle Slalom fahren müssen, um an den Autos vorbeizukommen. Außerdem fährt dort die Busline 160 lang. Dazu kommen die Autos, die gerade einparken und Fußgänger, die die Straße überqueren. Das alles zusammen gibt immer ein totales Verkehrschaos. Sie hat den Eindruck, dass sich das Ordnungsamt nicht dafür interessiert. 

Antwort:

Auch viele bei uns in der Redaktion kennen die Stelle und das Problem mit den Autos, die in zweiter Reihe beziehungsweise im Parkverbot stehen. Genau deshalb ist unsere Reporterin Sabrina Heinen mal zum Selbsttest rausgefahren.

Die Antwort der Stadt wird Katharina Sdun aber nicht besonders gefallen. Die sagt: das Ordnungsamt kontrolliert da regelmäßig und zwar genauso oft wie an anderen Stellen auch. Die Berliner Straße ist eben kein Schwerpunkt, wo man öfter kontrollieren müsste. Dazu müssten dort beispielsweise Rettungswege versperrt sein. Außerdem würden zu der Straße nicht viele Beschwerden kommen. Ansonsten würde sich das Ordnungsamt die Stelle nochmal genauer ansehen.

Mittwoch, 18. November
Reinhard Paß in Bredeney, Thomas Kufen in Überruhr-Holthausen.

Warum hängen am Bulkersteig in Überruhr-Holthausen immer noch Wahlplakate?  Martin wohnt selbst in der Straße und ärgert sich über das Wahlplakat direkt vor dem Kindergarten, das da seit über zwei Monaten noch hängt. Obwohl die Wahl ja schon lange vorbei ist. Man könne fast meinen, die Wahl stünde noch an, findet er. Wer kümmert sich darum?

Neben dem Plakat im Bulkersteig haben wir bei unserer Recherche auf Anhieb noch zwei weitere Plakate gefunden: eins von Reinhard Paß hängt noch auf der Alfredstraße, in Höhe des Bredeneyer Tors. Auf der Bredeneyer Straße in Richtung Bredeney in Höhe der Abfahrt zur Freiherr-von-Stein-Straße flattert noch gut ein Drittel eines weißen Wahlplakats.

Antwort:

Eigentlich müssten alle Wahlplakate schon bis zum 05. Oktober abgehängt worden sein. Damals hieß es von der Stadt: wenn die danach noch hängen, machen wir die ab, das kostet die Parteien aber pro Plakat 45 Euro. Nur: weil der Stadt die Mitarbeiter fehlen, schreibt sie die Parteien immer erst an, damit die sich selbst kümmern.

Auf Radio Essen-Nachfrage heißt es vom Wahlamt: seit zwei Wochen haben wir keinerlei Hinweise mehr auf Plakate, das Plakat im Bulkersteig ist der erste Hinweis. Insgesamt sind dort auch nur eine Handvoll Hinweise auf übrig gebliebene Wahlplakate eingegangen, auch ziemlich ausgeglichen zwischen den Parteien. Bisher ist die Stadt selbst noch nicht losgezogen, um Plakate abzumachen und hat den Parteien demnach auch noch nichts fürs Abmachen in Rechnung gestellt.

Falls Sie aber auch noch ein Plakat sehen: melden Sie das am besten direkt ans Wahlamt am Kopstadtplatz. Entweder, Sie gehen dort vorbei oder Sie rufen an unter 88 12300.

Donnerstag, 12. November
Das Messgerät an der Straßenlaterne in der Heeme in Bedingrade

Warum hing an einer Straßenlaterne in der Straße Heeme in Bedingrade für ein paar Wochen dieser Kasten? Das fragte uns unser Radio Essen Hörer Frank Langl aus Bedingrade. Der Kasten könnte alles mögliche sein, deshalb hat er bei uns angefragt.

Antwort:

Der Kasten an der Laterne ist ein Messgerät der Stadt. Die Straße ist eine Spielstraße und dort gilt Tempo 20 km/h. Die Stadt wollte gern wissen, wie schnell Autofahrer durch die kleine Anwohnerstraße fahren. Fahren zu viele Autos zu schnell durch, dann könnte es dort demnächst auch mal eine richtige Geschwindigkeitskontrolle geben. Dann kostet das Rasen Geld. Bevor die Stadt das aber macht, wollte sie mit dem kleinen Messgerät rausfinden, ob sich das auch lohnt.

Dienstag, 10. November


Die Reiterampel an der Frankenstraße in Stadtwald - der Drücker ist viel zu hoch und mitten im Gebüsch, ärgern sich die Reiter.

Wie funktioniert eine Ampelschaltung? Warum sind die Ampeln manchmal alle auf rot geschaltet? Und warum sind manche Fußgängerampeln nur so kurz grün, dass man es gar nicht bis auf die andere Straßenseite schafft? 

Viele Radio Essen-Hörer haben Fragen zu den Ampeln in unserer Stadt. Wir haben sie gesammelt und nachgefragt. Horst Bollmann fragt sich, warum die Taktung auf der B224 stadtauswärts so blöd ist, dass man ständig an einer roten Ampel steht und ob man das nicht ändern könne. Auch unser Hörer Andreas wundert sich, dass er manchmal scheinbar grundlos ewig an einer roten Ampel steht, obwohl nach der Ampel alles frei ist. Bernd Detiche aus Fischlaken wundert sich, weil er jeden Tag über die Alfredstraße fährt, meistens klappt alles gut. Alle paar Wochen stünden aber alle Ampeln von der Gruga bis nach Bredeney auf rot. 

Anna Kirchmann aus Bergerhausen und Bettina Meschkat ärgern sich über Fußgänger- bzw. Reiterampeln. Frau Kirchmann findet, dass die Ampel an der Rellinghauser Straße/Ecke Walpurgistal viel zu kurz grün ist, um auf die andere Straßenseite zu kommen. Das gleiche Problem hat Bettina Meschkat mit der Reiterampel in Stadtwald. Sie fragen sich deshalb, warum das so ist, schließlich sei das doch gefährlich.

Antwort:

Wo es Ampeln gibt und wann sie auf Grün schalten, bestimmt die Essener Verkehrstechnik. Insgesamt gibt es 630 Ampeln bei uns in der Stadt, 450 von ihnen funktionieren über eine Zeitschaltung. Das heißt, über die Verkehrsleitzentrale ist festgelegt, wie viele Sekunden sie grün bleiben. Die anderen Ampeln funktionieren z.B. über einen Taster (Fußgängerampeln) oder über ein Kabel im Boden, das merkt, wenn ein Auto vor der Ampel steht.

Eine Ampelanlage ist aber mehr als nur rotes, gelbes und grünes Licht. Dahinter steckt jede Menge Technik - und die kann eben kaputt gehen. Das kann an defekten Kabeln liegen, an kaputten Schaltungen oder einer kaputten Verbindung zur Zentrale. Dann kann es auch sein, dass die grüne Welle auf einer Strecke aus dem Takt gerät. Gibt es eine Störung, dann wird das auf einem Rechner der Leitstelle angezeigt. Die schickt dann die Firma los, die diese Ampelanlage hergestellt hat, damit diese die Ampel möglichst schnell repariert. In beide Richtungen eine grüne Welle zu programmieren, das geht aber laut der Essener Verkehrstechnik oft nicht, wegen der verschiedenen Querstraßen. 

Kommen wir zu den Fußgänger-/Reiterampeln:

Dass man es bei Grün über die Straße schaffen muss sei ein weit verbreiteter Irrglaube, sagt Uwe Brückner von der Stadt. Rot bedeutet einfach, dass man jetzt nicht mehr loslaufen soll. Wer schon auf der Straße ist, kann noch ganz in Ruhe bis zur anderen Seite gehen, schließlich gebe es noch eine "Räumphase", also einen Zeitpuffer, bis die Ampeln für die Autos wieder auf Grün stehen.

Sollten Sie mal einer kaputten Ampel stehen oder haben das Gefühl, dass die grüne Welle aus dem Takt gekommen ist, können Sie sich bei der Stadt melden. Entweder über das Schadensformular auf der Homepage der Stadt oder telefonisch über die Leitstelle (0201/8866766), die ist rund um die Uhr erreichbar.

Freitag, 06. November

Warum wird das kaputte Bushäuschen an der Sportanlage Eiberg seit Monaten nicht repariert? Das fragt sich Radio Essen-Hörer Peter Stankowiak. Er wohnt direkt gegenüber und ärgert sich jeden Tag - keine Scheiben, kein Fahrplan, kein Mülleimer und keine Sitze mehr. Nur noch die Beine und das Dach der Haltestelle stehen.

Antwort:

Die EVAG hat beschlossen: An dem Bushäuschen an der Sportanlage Eiberg und einigen Haltestellen drumherum wird nichts mehr repariert. Immer wenn die Häuschen instand gesetzt wurden, waren sie wenige Tage später wieder kaputt. Das ist auf Dauer zu teuer.

Mittwoch, 04. November

Was ist mit dem Briefkasten an der Miestersingerstraße in Leithe passiert? Radio Essen-Hörerin Mathilde Otto hätte da gerne einen Brief eingeworfen - plötzlich war der Kasten weg. Sie fragt sich auch, ob die Post noch weitere Kästen abhängt. Der Weg zum Briefkasten wird ja dann immer weiter.

Antwort:

Eine gute Antwort für Mathilde Otto. Die Post verspricht: Der Kasten kommt wieder! Er ist abgehängt worden, weil er kaputt war. In den nächsten Tagen soll ein neuer an der gleichen Stelle aufgehängt werden. Aber sie räumt auch verhalten ein: Es werden mal einzelne Kästen abgenommen, wenn sie sich nicht mehr lohnen. Und die Kästen werden auch seltener geleert. Grundsätzlich gibt es in Essen laut Post mehr Briefkästen als nötig.

Dienstag, 03. November

Wie wird man Reporter bei Radio Essen? Eine Hörerfrage bei der wir uns direkt mal an die eigene Nase fassen können. Bastian Delfs Soler aus Stadtwald wollte das gerne wissen.

Antwort:

Reporter haben wir ja so einige bei uns im Team. Typischerweise studiert man Journalistik, oder etwas "mit Medien" wie es so schön heißt. Wenn man Glück hat, bekommt man einen Praktikumsplatz und darf sich dann von ganz unten (zum Beispiel: Umfragen bei strömendem Regen) bis nach ganz oben hocharbeiten. Wenn man sich gut anstellt, neugierig und begeisterungsfähig ist, dann darf man bleiben. Kreativität und Begeisterungsfähigkeit sind das wichtigste im Job. Man darf in viele verschiedene Berufe und Welten hineinschnuppern und sie vorstellen. Das macht Spaß, ist aber auch anstrengend. Ein Reporter ist immer unterwegs, sei es bei einer Demo, beim Sturm, oder einer Bombenentschärfung. Langweilig wird es nie. 

Montag, 02. November

Wann wird die Langenberger Straße wieder freigegeben? Weil dort Hohlräume sind und die Straße nicht sicher befahrbar ist, ist sie seit einigen Monaten gesperrt. Gertfried Bräuer aus Kupferdreh muss öfter dort entlang und steht im Stau auf der Überruhrstraße. Und da steht man dank der Baustelle wirklich jeden morgen. Nicole Tackenberg geht es genauso. Und sicher vielen anderen von Ihnen. Wir können sie ein wenig aufmuntern.

Antwort:

Es werden in den nächsten 20 Tagen Hohlräume verfüllt. Ende November können Anwohner und Autofahrer damit rechnen, dass die Langenberger Straße wieder frei gegeben wird. Dass es überhaupt so lange gedauert hat, bis die Arbeiten weitergingen, liegt am Ausschreibungsverfahren. Die Stadt konnte den Auftrag nicht einfach so vergeben, sondern musste ein offizielles Ausschreibungsverfahren durchführen. Und das dauert so seine Zeit. Entstanden sind die Hohlräume übrigens, weil dort vermutlich mal eine Brücke stand. Die wurde nicht richtig verfüllt und dadurch sind Hohlräume unter der Straße geblieben. 

Mehr Hörerfragen finden Sie hier:

Hier geht es zurück zu allen Hörerfragen aus dem Jahr 2015. Viel Spaß beim Stöbern!

 

 


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