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Juni Hörerfrage

Unsere Stadt hat viele Geheimnisse...

… aber nicht mehr lange. Eins nach dem Anderen lüften wir bei unserer Radio Essen Hörerfrage. Vielen Dank für viele spannende Hörerfragen. Wer hätte gedacht, weshalb es immer weniger Spatzen in Essen gibt oder welche geheimnisvollen Lichter frühmorgens über die Stadt wandern? Wir haben alle Fragen und Antworten für Sie hier archiviert. Ganz bequem zum Nachlesen und Nachhören.
Da geht bestimmt noch mehr.  

Haben Sie auch eine Radio Essen Hörerfrage? Dann schreiben Sie uns hier

Montag, 29. Juni

Warum müssen die Kinder in der AWO Kita Heidbusch in Schönebeck im Dreck und Staub spielen? Es gibt kaum Rasenfläche und bei Regen wird die gesamte Außenfläche überflutet, schreibt unsere Hörerin Daniela Mogendorf aus Schönebeck. Das Problem gibt es schon seit etlichen Jahren, die AWO hat auch schon Kontakt zu Oberbürgermeister Reinhard Paß aufgenommen und die Eltern haben letztes Jahr einen Spendenlauf veranstaltet. Die Stadt war schon mehrfach vor Ort und hat die Sache unter die Lupe genommen, trotzdem dauert es ganz schön lange, bis sich endlich was tut und das Problem gelöst wird. Warum?

Update 17. Juni 2016

Inzwischen hat sich einges getan auf dem Außengeländer der Kita Heidbusch. Die Stadt hat die neue Entwässerung bezahlt und die AWO die neuen Spielgeräte. Jetzt gibt es neue Klettergerüste, eine neue Schaukel, einen Barfußpfad - und vor allem ist es trocken.

Antwort:

Das Problem ist ein bürokratisches: es gibt Streit darüber, wer sich darum kümmern und insbesondere wer eine Erneuerung des Außengeländes bezahlen muss. Die AWO zahlt keine Miete für das Grundstück, dafür ist sie eigentlich für die Instandsetzung zuständig. Beim Außengelände gibt es aber schon jahrelang ein Problem mit der Entwässerung, zusätzlich gibt es einige Hänge, von denen das Wasser dann runter läuft und sich auf der eigentlichen Wiese und Terrasse sammelt. Das zu erneuern sprengt für die AWO aber den finanziellen Rahmen. Inzwischen gibt es eine Einigung, dass beide Seiten sich die Kosten teilen, jeder zahlt dann die Hälfte. Die Stadt schätzt die Kosten im Moment auf rund 60.000 Euro, allerdings laufen die Planungen noch, ganz genau kann man im Rathaus also noch nicht sagen, wie teuer es tatsächlich wird. Im Spätsommer sollen dann die ersten Bagger anrollen und das Gelände auf Vordermann bringen.

 

 

 

Donnerstag, 25.Juni

Die Autobahn A40 wird gesperrt und der Verkehr soll über die Ruhrallee, Westfalenstr. und Bochumer Landstr. abfließen. Wie soll das funktionieren, wenn auf den Umleitungsstrecken auch Baustellen sind, wie z.B. auf der Westfalenstraße? Wer plant sowas? Diese Frage hat uns unser Hörer Markus Timpert gestellt.

Antwort:

Die A40 wird drei Wochen gesperrt. Vom 1. Juli bis zum 25. Juli. Erst eine Woche in Fahrtrichtung Bochum zwischen E-Huttrop und Gelsenkirchen-Süd, dann zwei Wochen in die andere Richtung zwischen Wattenscheid-West und Dreieck Essen-Ost. Es wird Flüsterasphalt aufgebracht. Die Baustellen innerhalb von Essen werden zu der Zeit fertig sein und abgeräumt, oder während der großen A40-Sperrung stillgelegt. Vor allem die, die auf der Umleitungs-Strecke liegen, wie zum Beispiel die Westfalenstraße. Auf der Steeler Straße werden sogar die Parkverbotszeiten verlängert, um die Straße zweispurig zu halten, damit der Verkehr besser fließen kann. Geplant wurde das zusammen mit den Städten Essen, Gelsenkirchen und Bochum und der EVAG (da die auch betroffen sind) von Straßen NRW. Diese Planung dauerte knapp 2 Jahre. 

Alle Infos zur Sperrung und den Umleitungen finden sie hier.

 

 

 

Montag, 22. Juni

Frage 1: Dürfen das Ordnungsamt und die Polizei überall stehen und blitzen? Das fragt uns Andre Schenda aus Borbeck. Er will wissen, ob es Orte gibt, an denen überhaupt nicht geblitzt werden darf, weil sie zum Beispiel zu versteckt sind.


Frage 2: Nach welchen Kriterien wird entschieden wo geblitzt wird? In dem Zusammenhang hat uns auch Jürgen Wilfert aus Huttrop gefragt, warum in der "10er Zone" Feldhauskamp nicht geblitzt wird. Er sieht dort oft Autos, die viel zu schnell fahren.

Antwort

Frage 1: Geblitzt werden darf überall. Die Polizei kann sich hinstellen, wo sie will  - das wird vor Ort entschieden. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass sie sich an eine prominente Stelle wie an eine Bushaltestelle stellen, denn sie sollen ja nicht gesehen werden.

Das Ordnungsamt mit zivilen Fahrzeugen darf theoretisch nicht im Fahrverbot stehen oder dort, wo sie den Verkehr gefährden. Allerdings können sie sich vom Straßenverkehrsamt eine Ausnahmegenehmigung geben lassen. Dann dürften sie zum Beispiel auch an einer Bushaltestelle stehen und blitzen.

Frage 2: Generell ist es so, dass das Ordnungsamt an bestimmten Orten blitzt, die von der Stadt vorgeschrieben werden. Die Polizei entscheidet vor Ort, wo sie blitzt. Es werden Unfallstatistiken ausgewertet, um zu entscheidenm, welche Orte gefährlich sind und welche Orte keine Geschwindigkeitskontrolle benötigen. In einer Zone 10 zum Beispiel, in der kaum Verkehr ist, wird eher nicht geblitzt. An einer viel befahrenen Straße mit vielen Unfällen jedes Jahr, wird regelmäßig kontrolliert. Die Polizei richtet sich bei ihren Überlegungen auch nach Beobachtungen von Anwohnern. Kommt eine Beschwerde rein, wird die Stelle kontrolliert.

Radio Essen Reporterin Nina Loges war mit der Polizei "blitzen"und hat den Beamten mal über die Schulter geschaut.

Selbst die Profis werden mal geblitzt! Also schämen Sie sich nicht, wenn es Sie erwischt hat. Nutzen Sie unseren Bußgeldrechner. Damit wissen Sie auch schon vor dem unliebsamen Brief im Postkasten, mit wieviel Euro Sie rechnen müssen.

Donnerstag, 18. Juni

Wozu ist die Grube im ThyssenKrupp-Quartier direkt neben dem Berthold-Beitz-Boulevard da bzw. was wird das? Diese Frage hat uns Christian Lehmann gestellt. Das Loch wurde beim damaligen Neubau des quartiers ausgehoben - und seitdem hat sich dort nichts mehr getan.

Antwort:

Als das ThyssenKrupp-Quartier geplant wurde, sollte dort auch mal ein Hotel hin. Deshalb hat man dort eine Grube ausgehoben - seitdem hat sich aber kein Investor gefunden. 2007 war der symbolische Spatenstich für das neue Quartier der Hauptverwaltung im Westviertel, kurz danach wurde auch das Loch gebuddelt, seitdem ist aber nichts mehr passiert. Ob es im Moment ernsthafte Interessenten gibt, wollte uns die Pressestelle von ThyssenKrupp nicht sagen. Lediglich dass immer wieder Gespräche laufen und man an der Vermaktung des Grundstücks arbeite, hat man uns gesagt. Wann dort mal ein Hotel oder Bürogebäude hinkommt ist also nicht klar.

 

 

 

Mittwoch, 17. Juni

Warum ist der Spielplatz an der Ecke Waldemey/Schockenhecke in Karnap seit mehr als einem Jahr gesperrt? Unser RE-Hörer Frank Bals ärgert sich  mit seinen Nachbarn darüber - vor allem, weil dort seit einem Jahr nichts passiert!

Antwort:

Wir haben die Stadt gefragt und die Antwort war eindeutig: Der Spielplatz ist nicht mehr zu reparieren, insofern müssen die Kinder, die dort wohnen, sich weiter einen anderen Platz zum spielen suchen. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Die Stadt hat schon einen Architekten beauftragt, Pläne für einen Neubau auszuarbeiten - es gibt also Licht am Ende vom Tunnel. Ob und wann diese Pläne dann umgesetzt werden können, ist leider noch offen.

 

 

 

Dienstag, 16. Juni

Warum ist die Lage auf der Steeler Straße so chaotisch? Viele Hörer leiden zur Zeit unter der Baustelle an der Steeler Straße. Die EVAG baut dort die Haltestelle Schwanenbuschstraße um, außerdem werden neue Gleise verlegt und Flüsterasphalt aufgebracht. In Richtung Innenstadt gibt es zwischen Moltke- und Oberschlesienstraße eine Sperrung. Dadurch kommt es zu ziemlichen Chaos auf den Umleitungen und viele Hörer stehen täglich im Stau. Marcus Huber aus Huttrop betrifft das auch. Er hat uns gefragt, warum die Stadt sich kein besseres Verkehrskonzept ausgedacht hat. Er findet, die Umleitungen und Beschilderungen hätte die Stadt verbessern können. Auch aus Huttrop erreichte uns die Frage von Ivonne Simons: sie will wissen, welche Alternativen es gibt? Sie findet den Verkehr auf der Steeler Straße aktuell gefährlich und wünscht sich einen sicheren Umweg.

Antwort:

Wir haben mit der Stadt gesprochen. Jeanette von Lanken hat Verständnis für den Ärger der Autofahrer. Leider ließ sich das nicht anders regeln. Bei der Planung der Mega-Baustelle habe es keine Alternative gegeben. Es handelt sich um drei unabhängige Baustellen, wären sie einzeln abgearbeitet worden, hätte die Steeler Straße auch dreimal gesperrt werden müssen. Auch der Zeitplan ist eng: Würde die Baustelle nach hinten geschoben, könnten Fördergelder wegfallen, die dringend für den Umbau benötigt würden. Außerdem drängt die Zeit auch, weil Anfang Juli die A40 gesperrt wird. Dann müssten alle Hauptverkehrsstraßen frei sein, um einen kompletten Verkehrskollaps zu vermeiden.

 

Das Chaos sei an den ersten drei Tagen einer Sperrung, oder neuen Baustelle normal. Alle Verkehrsteilnehmer müssten sich an die neue Situation gewöhnen. Erst danach könnte die Verkehrssituation genauer unter die Lupe genommen werden. Bleibt es dann so chaotisch, könnte es an Kleinigkeiten liegen. Viel kann die Stadt aber sowieso nicht machen, Schilder umstellen oder Parkplätze streichen. Durch den Rest müssen wir einfach durch.

 

Montag, 15. Juni

Warum haben wir im Moment so wenige Marienkäfer bei uns in Essen? Das hat uns Familie Sell gefragt. Normalerweise bevölkern im Juli schon unzählige Marienkäfer die Johannisbeersträucher in ihrem Garten... In diesem Jahr ist da aber noch gähnende Leere.

Antwort:

Wir haben die Radio Essen Hörerfrage von Familie Sell dem Naturschutzbund Ruhr gestellt. Das hier hat uns Götz-Heinrich Loos vom Naturschutzbund geantwortet:

Marienkäfer sind sehr nützliche Blattlaus-Vernichter. Für alle, die Marienkäfer ein bisschen anlocken wollen, hat Götz-Heinrich Loos vom Naturschutzbund Ruhr auch ein paar Tipps.

Donnerstag, 11. Juni

Fliegen die Flugzeuge über Essen tiefer als früher? Hörerin Antje Pieper aus Freisenbruch hat das Gefühl, dass sie in den letzten Wochen die Flugzeuge über Essen besser erkennen kann, z.B. die Logos auf den Maschinen. Sie wundert sich deshalb, ob es vielleicht Änderungen der Flughöhen gegeben hat oder woran es sonst liegt, dass die Flugzeuge tiefer zu fliegen scheinen. 

Antwort:

Dass alle Flugzeuge tiefer fliegen kann laut der Deutschen Flugsicherung nicht sein. An den Richtlinien für die Flughöhen habe sich nichts geändert, hat man uns gesagt. Über Freisenbruch haben die Flugzeuge immer noch ca. 1,2 bis 1,5km Flughöhe, auf diese Entfernung sei ein Unterschied ohnehin kaum bemerkbar, meint Michael Fuhrmann von der DFS. Allerdings kommen einem manche Flugzeugtypen näher vor, weil sie größer sind als andere Maschinen. Wenn Ihnen ein Flieger mal besonders tief vorkommt, dann können Sie im Netz nachgucken, wie hoch er wirklich unterwegs war.

 

 

 

Hörerfragen-Spezial zum Thema EVAG am Dienstag, 9. Juni

Einen ganzen Vormittag kümmern wir uns um Ihre Fragen rund um die EVAG im Allgemeinen und den Fahrplanwechsel ab dem 12. Juni 2015 im Speziellen. Mittschnitte aus unserer Sendung am 09. Juni mit Christian Pflug hören Sie hier:

Wegführung Buslinien 160/161, 154/155 Neue Linie 130 - Stadtübergreifend Essen-Mülheim Neue Wegführung der 146/147

Linie 107 und neue Linie 108, Einstellung Linie 104

Veränderung Zeitplan 194, Messe Gruga: Wieso kommt man ab 23 Uhr nicht mehr mit der U-Bahn weg?, Sparmaßnahmen im Allgemeinen, Fahrplanbücher

IFAK-Studienergebnisse, Umfrage in der Innenstadt, Verfrühungen, Verspätungen/Anzeigetafeln, Umgang mit Kundenkritik, Ticketpreise

Haltestangen in Straßenbahnen, Barrierefreiheit an Haltestellen/Rolltreppen

Städteübergreifende Linien, 107 verlängern bis zum Baldeneysee?, Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Kundenumfragen, Bushaltestelle Zeche Katharina, A40 Spurbus-Strecke, künftige Ausrichtung Nahverkehr

Haltestelle Helenenstraße/Planung Neubau Helenenstraße, Einstellung der Buslinie 171, Fazit durch Christian Pflug

Dienstag, 09. Juni

Zur Entlastung der überfüllten Straßen gibt es in Essen zum Beispiel an der Wittenbergstraße extra Busspuren. Trotzdem nutzen diese nicht alle Busse. Radio Essen-Hörer Thomas Hübscher möchte wissen, warum das so ist. Es sind technische Gründe, sagt EVAG-Sprecher Olaf Frei.

Antwort:
Montag, 08. Juni

Roland Lütgenbruch aus Überruhr macht sich Sorgen. Er hat gehört, dass die Buslinie 177 möglicherweise eingestellt werden soll. Das wäre schwierig insbesondere für ältere Menschen. EVAG-Sprecher Olaf Frei kann nur eine kleine Entwarnung geben.

Antwort:
Montag, 01. Juni

Was ist das für ein Tunnel? Anja Froese fragt sich das, immer wenn sie über die Westfalenstraße fährt. Direkt hinter der Haltestelle Deimelsberg liegt nämlich dieser ehemalige Eingang. Nur zu was gehört er?

Antwort:

Wir haben bei der Stadt nachgefragt, die wussten, dass es in dem Bereich mal eine Zeche gab. Deswegen haben wir beim Bergbauhistorischen Museum nachgefragt. Die wiederum haben uns Experten der TFH Bochum empfohlen. Im Bereich Geotechnik und Nachbergbau wusste man Bescheid:

Der Eingang gehört zur Zeche Deimelsberger Erbstollen, später Zeche Johann Deimelsberg. Durch diesen Eingang wurde Kohle gefördert und Grubenwasser abgeleitet. Schon 1928 wurde er stillgelegt. Seit 1991 steht das Gelände unter Denkmalschutz. Vor allem aber wegen dem danebenliegenden Gebäude. Es handelt sich um ein zweistöckiges Bruchsteingebäude, ein ehemaliges Werksgebäude der Zeche. Radio Essen-Reporterin Nina Loges hat bei ihrer Recherche vor Ort Heinz Deitert getroffen, er wohnt sogar in dem denkmalgeschützen Gebäude. Er wusste natürlich sofort Bescheid und stand unserer Reporterin Rede und Antwort.

Mehr Hörerfragen finden Sie hier:

Hier geht es zurück zu allen Hörerfragen aus dem Jahr 2015. Viel Spaß beim Stöbern!

 

 


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