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Juli Hörerfrage

Unsere Stadt hat viele Geheimnisse...

… aber nicht mehr lange. Eins nach dem Anderen lüften wir bei unserer Radio Essen Hörerfrage. Vielen Dank für viele spannende Hörerfragen. Wer hätte gedacht, weshalb es immer weniger Spatzen in Essen gibt oder welche geheimnisvollen Lichter frühmorgens über die Stadt wandern? Wir haben alle Fragen und Antworten für Sie hier archiviert. Ganz bequem zum Nachlesen und Nachhören.
Da geht bestimmt noch mehr.  

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Dienstag, 28. Juli

 

Nächste Haltestelle Fliegenbusch, aber von Fliegen und Büschen weit und breit nichts zu sehen. Miriam Gall aus Borbeck-Mitte fragt sich schon seit Jahren: Woher kommt der Name "Fliegenbusch" eigentlich?

Hörerin Miriam Gall mit unserem Reporter am Fliegenbusch.
Antwort:

 

Der "Fliegenbusch" war der Name für eine sieben Morgen große Waldparzelle. 1825 gab es hier noch eine Landstraße, die Richtung Essen führte. An dieser Straße lag damals der Schulte Herbrüggen Hof, dem dieser Waldabschnitt gehörte. Und dieses Waldstück trug den Namen "Fliegenbusch".  

Der Fliegenbusch heute.
Donnerstag, 23. Juli

Warum verkommt der Kreisverkehr vor dem Gildehof-Center zu einem Dschungel? Thomas Buchholz aus Bedingrade weiß noch wie es damals aussah, als im Kreisverkehr noch die Wasserspiele waren. Vor ein paar Jahren gingen die kaputt. Seitdem verkommt der Kreisverkehr, findet er. Er fragt sich warum die Stadt das Wasserspiel nicht wieder aufbaut. 

 

 

 

 

 

 

 

So sah der Busenbrunnen 2014 aus
Antwort:

Der "Dschungel" ist so geplant! Das Konzept war es, die Bäume wie eine Art Ausrufezeichen wirken zu lassen und den "Übergang zwischen Architektur und Natur" (Quelle: Stadt Essen) wirken zu lassen. Als der Brunnen vor etwa 2 Jahren kaputt gegangen ist, hatte die Stadt kein Geld ihn zu reparieren. Deshalb wurde umgebaut. Die Erde wurde aufgeschüttet und bepflanzt. Das hat die Stadt 24.000 Euro gekostet. Die Hamburger Baumschule Lorenz von Ehren spendete die Bäume und Pflanzen. Unter anderem die acht riesigen Säulen-Zitterpappeln. Die wurden ausgewählt, weil sie mit den Umwelteinflüssen in der Stadt gut klarkommen. Die Bank im Bistum Essen und der Bezirksverband der Garten und Landschaftsbauer haben auch noch Geld dazugegeben. Vor einem Jahr wurde das Ganze fertig gestellt. Jetzt kümmert sich "Grün & Gruga" um den Varnhorstkreisel. Sie pflegen die Grünfläche in regelmäßigen Abständen.

So sieht der Kreisel jetzt aus
Dienstag, 21. Juli
Eickelbecktal Nummer 14

Was passiert mit dem Haus im Eickelbecktal 14?
Petra aus Kupferdreh wundert sich, dass ihr Nachbarhaus schon seit einem halben Jahr leer steht. Der Fleischhof Rasting hat das Einfamilienhaus gekauft. Jezt gibt es Gerüchte, dass dort eine Lagerhalle gebaut werden soll. Die Anwohner haben Angst, dass es zu laut wird. Außerdem steht das Haus im Landschaftsschutzgebiet.


Antwort:

Der Fleischhof Rasting in Kupferdreh gibt Entwarnung. Es soll dort definitiv keine Lagerhalle gebaut werden, sagt Wolfgang Schneider von der Firma. Denkbar wäre höchstens, dass das Haus für Schulungen genutzt werde. Es kann aber auch sein, dass das Einfamilienhaus einfach im Privatbesitz bleibt. 

 

 

Montag, 20. Juli

Warum standen die Rolltreppen am Berliner Platz still? Auch der Aufzug funktionierte nicht. Das fragte uns M.G. Diekmann. "Kommt in letzter Zeit häufig vor. Mit Kinderwagen ist man hier der Dumme."

Antwort:

Wir waren mit unserer Radio Essen Sommertour am Hauptbahnhof, direkt am Südeingang zu Gast. Da liefen die Rolltreppen. Radio Essen Moderator Björn Schüngel hat den EVAG Pressesprecher Nils Hoffmann dann direkt nach der Störung am Berliner Platz gefragt. Die Rolltreppen sind insgesamt immer ein Problem. Dazu auch unsere Antwort auf die Radio Essen Hörerfrage vom 14. Juli.

Mitttwoch, 15. Juli

Was wird aus dem Werk der Großbäckerei Lieken in Borbeck?
Das hat uns Radio-Essen-Hörerin Sonja Späder gefragt. Das Unternehmen hatte letztes Jahr mitgeteilt, dass der Standort in Essen geschlossen wird.


Antwort:

Tatsächlich rückt die Schließung des Borbecker Werks der Großbäckerei Lieken näher. Lieken hat am 15.07.2015 bereits das werkseigene Logistikunternehmen aufgelöst. 65 Mitarbeiter waren dort dafür zuständig, das Borbecker Toastbroat direkt an die Supermärkte zu schicken. Jetzt werden die Brote erst an die Logistikzentren in Lünen und Frechen geliefert und von da aus weiter verteilt. Die Mitarbeiter des Borbecker Logistikzentrums können jetzt an die Werke nach Lünen oder Frechen wechseln. Wie es für die weiteren 200 Mitarbeiter im Borbecker Werk weitergeht, ist noch unklar. Das Werk soll bis Ende 2017 geschlossen werden. Ein genauerer Zeitplan ist noch nicht bekannt.

 

 

Dienstag, 14. Juli
Dieses Schild sehen Pendler häufiger.

Warum stehen die Rolltreppen der EVAG so oft still?
Christian aus Steele fährt regelmäßig vom S-Bahnhof in Steele Richtung Hauptbahnhof und fragt sich, warum er so oft vollbepackt mit seiner Arbeitstasche die Treppen hochlaufen muss, obwohl es doch eigentlich ausreichend Rolltreppen an den Haltestellen der EVAG gibt.


Antwort:

Die Hauptursache für still stehende Rolltreppen sind Menschen, die dort Unsinn machen, erklärt Olaf Frei, Sprecher der EVAG. Sie ziehen die Notbremse oder beschädigen die Rolltreppe. Pro Tag laufen bei der EVAG 40 solcher Störungen ein. Viele Rolltreppen laufen nach einer unnötigen Notbremsung automatisch weiter. Neun Mitarbeiter kümmern sich 365 Tage von sechs bis 22 Uhr um kleinere Schäden. Manchmal dauert  es aber länger. Immer dann, wenn die Stufenketten kaputt sind. Die sind nämlich nicht nur teuer, sondern es dauert auch lange, bis die Ersatzteile da sind. Die Kosten liegen zwischen 20.000 und 40.000 Euro. Bis die Ersatzteile da sind, dauert es bis zu zwölf Wochen. Aktuell sind 20 der 143 Fahrtreppen nicht in Betrieb. Auf der Internetseite der EVAG gibt es eine Liste mit den Rolltreppen, die zurzeit nicht fahren. www.evag.de/aktuelles/verkehrsinfo/aufzug-und-fahrtreppenstoerungen.html

 

 

Donnerstag, 09. Juli

Was ist das für eine Treppe im U-Bahn-Schacht? André Cahn von der Magarethenhöhe fährt mit der U17 zur Arbeit. Jeden tag schaut er aus dem Fenster und wundert sich über die steile Treppe, die er kurz vorm Hauptbahnhof im Tunnel sieht. Zwischen Bismarckplatz und Hauptbahnhof ist auf der rechten Seite ein gut ausgeleuchteter Treppenabgang.

Antwort:

Wir haben unseren redaktionseigenen "Indiana Jones" in Form von Reporterin Nina Loges mit der EVAG losgeschickt, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Kurz gesagt: Es handelt sich um einen Notausgang. Diese müssen immer 300 Meter von der nächsten Station entfernt sein und auf dem schnellsten Weg aus dem Schacht führen. Wenn also die Bahn stecken bleibt, es brennt, oder irgendein Notfall auftritt, geht es über diese Treppe zu einem Sammelplatz an die Oberfläche.

Mittwoch, 08. Juli

Warum wird die Otto-Brenner-Straße in Borbeck nicht endlich mal saniert? Marco Cybulski wohnt in der Otto-Brenner-Straße. Er steht jeden Morgen senkrecht im Bett wenn die großen LKW an seinem Haus vorbei brettern. Die Stadt weiß davon, weil sich die Anwohner regelmäßig beschweren. Bis jetzt hat sie aber nichts unternommen.

Antwort:

Radio Essen hat sich das vor Ort mal angeguckt. Auf der Straße sind deutlich Bodenwellen und Risse zu erkennen. Das führt dazu, dass LKW und Autos wesentlich lauter sind als sonst da die Fahrzeuge sind so gut abfedern. Die Stadt sieht keinen Sanierungsbedarf, da das wichtigste Kriterium Gefahr ist. Die Straße ist nicht gefährlich genung um sie sanieren zu müssen. Geplant sind erstmal keine Reparaturen.

Dienstag, 07. Juli

Warum fahren an der Oststraße in Bergerhausen wieder mehr alte Straßenbahnen der Linie 105? Frau Grikschas sitzt im Rollstuhl. Bisher hielt sie das aber nicht davon ab, in die Stadt zu fahren und viel unterwegs zu sein. Mit den Niederflurbahnen kam sie alleine gut klar und relativ selbstständig von A nach B. In die alten Bahnen kommt sie allein aber nicht gut hinein und Hilfe ist auch nicht immer zur Stelle. 

Radio Essen Reporterin Nina Loges hat sich mit Frau Grikschas an ihrer Haltestelle in Bergerhausen getroffen.

Antwort:

Wir haben bei der EVAG nachgefragt. Und tatsächlich: zur Zeit fahren dort weniger neue Bahnen, als geplant. Olaf Frei von der EVAG erklärt warum.

Das soll sich bald ändern. Es sollen so schnell wie möglich wieder neue Bahnen eingesetzt werden. Bis dahin gibt es aber auch gute Alternativen für alle Fahrgäste mit Behinderung.

Den kostenlosen Begleitservice der EVAG können sie unter der Nummer 826-4930 bestellen. Alle Infos finden sie hier.

Montag, 06. Juli

Was passiert mit dem alten Schullandheim in Heisingen? Das fragt sich Frank Timnik aus Burgaltendorf. Seit etwa 10 Jahren steht das Gebäude in der Oberen Aue am Baldeneysee inzwischen leer, 2010 sollte dort ein Hostel aufgemacht werden, bisher ist aber nichts passiert.

Antwort:

Mit dem ehemaligen Schullandheim passiert erstmal nichts. Aus dem Rathaus heißt es, dass es im Moment keine Kaufinteressenten gibt, weder um ein Hostel draus zu machen, noch irgendwas anderes. Die Stadt steckt im Moment wohl auch nicht besonders viel Energie in die Vermarktung des Gebäudes, weil es schon ziemlich verfallen ist, ein neuer Eigentümer müsste also erstmal viel Zeit und Geld in den Umbau stecken. Wie es in Zukunft mit dem Schullandheim weitergeht ist deshalb ungewiss.

 

 

 

Mehr Hörerfragen finden Sie hier:

Hier geht es zurück zu allen Hörerfragen aus dem Jahr 2015. Viel Spaß beim Stöbern!

 

 


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