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April Hörerfragen

Unsere Stadt hat viele Geheimnisse...

… aber nicht mehr lange. Eins nach dem anderen lüften wir bei unserer Radio Essen Hörerfrage. Vielen Dank für viele spannende Hörerfragen. Wer hätte gedacht, weshalb es immer weniger Spatzen in Essen gibt oder welche geheimnisvollen Lichter frühmorgens über die Stadt wandern? Wir haben alle Fragen und Antworten für Sie hier archiviert. Ganz bequem zum Nachlesen und Nachhören. Da geht bestimmt noch mehr.  

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Dienstag, 28. April

Warum fehlt der Statue von Heinrich Reiser der Arm?

Martin Bock aus Frohnhausen schneite heute bei uns herein mit einer Frage: Seine Frau hat durch ihr Hobby Geocaching zur Heinrich Reiser Statue in der Innenstadt gefunden. Sie steht zwischen dem Handelshof und dem Haus der Technik. Und normalerweise sitzt sie da und liest ein Buch. Das fehlt allerdings. Mitsamt dem Arm.

Antwort

Wir haben direkt mal bei der Polizei nachgefragt. Wer hat dem Heinrich den Arm abgerissen? Genau weiß man es noch nicht, aber man muss von Vandalismus ausgehen. Der Arm wurde von der Polizei schon wieder an das Haus der Technik übergeben. Der Künstler ist auch informiert. Bildhauer Jürgen Ebert aus Bocholt hat die Statue gemacht. Er überlegt schon fleißig wie er den Arm wieder anbringen soll. Das ist nämlich gar nicht so einfach. Bis er so weit ist, haben wir schonmal nach Ersatz gesucht:

Dienstag, 28. April

Wie viele Bäume gibt es bei uns in Essen?

Henrik Stepping aus Steele hat sich das gefragt - und wir haben bei der Stadt nachgehört!

Antwort

Die Antwort ist uns recht leicht gefallen, wir hatten nämlich vorher schon einmal bei der Stadt nachgefragt - da ging es um das Gewicht der ganzen Stadt. Damals sind wir gescheitert, weil diese Frage einfach nicht beantwortet werden kann. Diesmal gibts aber eine Antwort: Rund 2,6 Millionen Bäume stehen zwischen Kettwig, Karnap, Horst und Frintrop. Da kommen natürlich immer ein paar neugepflanzte zu, aber es werden auch welche gefällt, oder vom Sturm entwurzelt.

Montag, 27. April

Warum sind die Mülleimer in unserer Stadt immer so voll und warum liegt so viel Müll rum?

Yvonne Ewert aus Altenessen ärgert sich regelmäßig über Müll auf den Straßen und überquellende Mülleimer. Sie wundert sich, dass die Mülleimer nicht öfter geleert werden oder Müll häufiger aufgehoben wird.

Antwort

Die Entsorgungsbetriebe stellen mit renommierten Wissenschaftlern eine Müllprognose zusammen. Die segnet der Stadtrat ab und die EBE handeln danach. Die Mülleimer in der Innenstadt werden zum Beispiel mehrmals täglich geleert, in anderen Stadtteilen aber zum Teil nur einmal die Woche. Warum sie überquellen liegt unter anderem an vielen Verpackungen, sagt die Stadt: zum Beispiel Coffee-to-go-Becher oder Fast Food-Verpackungen. Die sind sperrig und nehmen viel Platz ein. Sollten Mülleimer voll sein, werden die aber auch außerhalb des normalen Iintervalls geleert. Das reicht aus, sagt die Stadt.

Freitag, 24. April

Warum sieht es am Bahnhof Kupferdreh aus wie Kraut und Rüben?

Maren Kolb aus Kupferdreh fährt von dort jeden Tag zur Arbeit und ärgert sich unter anderem über die Bauzäune!Die stehen schon seit Jahren dort und das sieht einfach nicht schön aus. Laut Baustellenschild sollte die Baustelle dort schon seit dem letzten Jahr fertig sein.

Antwort

Ein Teil der Renaturierung des Deilbachs ist schon abgeschlossen. Im Sommer soll die Brücke für Radfahrer und Fußgänger gebaut werden - dann müssen die keinen Umweg mehr in Kauf nehmen. Wann der Rest des Deilbachs fertig ist und die Bauzäune verschwinden, ist noch unklar. Die Bahn muss noch eine Stützmauer bauen und darüber verhandeln Stadt und Bahn im Moment. In diesem Jahr soll die Ausschreibung aber beginnen, hoffen die Verantwortlichen.

Dienstag, 21. April

Gibt es einen Unterschied zwischen einer Geige und einer Violine?
Das möchte Niklas aus Altenessen wissen. Außerdem fragt er sich: wenn ja, welcher Unterschied ist das?

Antwort:

Bei der Antwort konnte uns Gudrun Schröder von der Folkwang Musikschule helfen. Sie sagt, heutzutage gibt es keinen Unterschied: die Begriffe Geige und Violine werden für das gleiche Instrument benutzt. Das Wort "Violine" kommt aus dem Italiensichen, "Geige" ist deutsch. Früher waren mit "Geige" bzw. "Geigeninstrument" aber auch noch andere Streichinstrumente gemeint, zum Beispiel Bratsche, Cello oder Kontrabass. 

 

 

Auch bei uns in Essen lernen viele Menschen Geige. So wie die neunjährige Deborah aus Altenessen. Radio Essen-Reporterin Sabrina Heinen hat sie getroffen.

Montag, 20. April

Für wen ist die Telefonnummer 111 reserviert?
Andrea Neumann aus Kupferdreh hat sich das schon immer gefragt. Die Polizei hat die 110, die Feuerwehr die 112. Was ist also mit der Nummer dazwischen?

Antwort:

Eine definitive Antwort auf diese Frage konnten wir nicht finden. Zuerst haben wir die Nummer einfach mal angerufen. Vergeben ist die Nummer auf jeden Fall nicht. Im Internet findet sich eine erste Spur: ab den 1930er Jahren sollen verschiedene Service-Nummern vergeben worden sein. Die 101 war wohl für die Vermittlung, die 102 für Störungen. Bis hoch zur 109 sollen die Nummern vergeben worden sein, als dann auch Polizei und Feuerwehr dran kamen. Allerdings hätte die 111 offenbar Probleme im analogen Telefonnetz verursacht, deshalb wurde sie nicht vergeben. Ein zweiter Grund war, dass man die 111 wohl auch gewählt hätte, wenn man bei den alten Gabel-Telefonen dreimal hintereinander auf die Gabel gedrückt hätte. Hundertprozentig bestätigen lassen konnten wir uns diese beiden Gründe aber nicht. Weder Polizei, Feuerwehr, Stadt, Stadtarchiv, noch die Bundesnetzagentur (die die Telefonummern vergibt) wussten eine Antwort. Auch verschiedene Telefon-Museen in ganz Deutschland konnten uns die Frage nicht mit absoluter Sicherheit beantworten. Die Museen meinten aber, die Gründe hören sich glaubwürdig an.

Die Geschichte der Nummer 112

In dem Zusammenhang hat uns Mike Filzen von der Essener Feuerwehr aber erklärt, woher die Feuerwehr die Nummer 112 hat.

Ganz früher haben sogenannte Türmer und Nachtwächter mit Hörnern und Geschrei Brände gemeldet. Nach dem II. Weltkrieg gab es zunächst die Nummer 02 für die Feuerwehr. Damals gab es noch nicht viele Telefone und die Anrufe wurden vom Fräulein vom Amt vermittelt. Mit der Zeit konnten die Menschen selbst wählen. Außerdem brauchte man die 0 für die Vorwahlen. Deshalb wurde nach und nach die 112 eingeführt. Ab 1965 wurde die 112 bundesweit eingeführt. Seit 2006 erreicht man unter 112 sogar in 34 europäischen Ländern die Feuerwehr.

Freitag, 17. April

Schauspieler Max Tidof steht im Moment auf der Bühne des Rathaus-Theaters und spielt im Stück "Auf und davon" mit. Er wohnt für die Zeit seines Engagements im Südviertel und läuft jeden Tag zum Theater. Dabei kommt er immer an dem Bergbaudenkmal am Hauptbahnhof über der A40 entlang. Max Tidof fragt sich: Von welchem Künstler ist das Denkmal?

Antwort:

Das Denkmal stammt vom Düsseldorfer Bildhauer Max Kratz. Die Stadt Essen hat 1984 einen Wettbewerb für ein Kunstwerk auf dem "Deckel" des Ruhrschnellwegtunnels ausgeschrieben und Max Kratz setzte sich mit seinem Denkmal für den Steinkohlenbergbau durch. Es heißt übrigens "Steile Lagerung".

Donnerstag, 16. April
(Quelle: Google Maps)

Wer ist für die Ampelschaltungen in Essen zuständig?
Siegfried Henseleit ärgert sich jeden Morgen. Ständig steht er auf der Wuppertaler Straße in Richtung Innenstadt im Stau. Auf der Ruhrallee geht's damit weiter. Grund sind seiner Meinung nach die Ampeln. Die seien einfach nicht sinnvoll geschaltet. Warum ist das so und kann man da was dran ändern?

Antwort:

Teil 1 der Antwort: Verantwortlich für die Ampelschaltung ist die Stadt. Ein Computerprogramm hilft den Verkehrsplanern. Damit rechnen sie aus, wie viele Autos eine bestimmte Straße langfahren und wie die Ampeln rund um eine Ampel geschaltet sind. So soll dafür gesorgt werden, dass die Autos möglichst flüssig fahren können. Dafür gibt es auch verschiedene Programme. Tags und nachts sind die Ampeln beispielsweise anders geschaltet als morgens und abends, wenn der Berufsverkehr fließt.

Teil 2 der Antwort: Morgens im Berufsverkehr fahren sehr viele Pendler die Strecke entlang. Es sind einfach zu viele, deshalb kommt es irgendwo auf jeden Fall zum Stau. Deshalb gucken die Verkehrsplaner, wo man die Autos sinnvollerweise aufhalten kann, sodass keine großen Kreuzungen blockiert werden.
Das ist auch an der Wuppertaler Straße und der Ruhrallee der Fall. Damit beispielsweise die Kreuzung Annental (mit der Frankenstraße und der Konrad-Adenauer-Brücke) nicht blockiert wird, werden die Autos lieber auf der Wuppertaler Straße aufgehalten. Dass die Autos dort an roten Ampeln halten müssen, liegt also nicht an den Querstraßen, sondern daran, dass die großen Kreuzungen frei gehalten werden sollen.

(Quelle: Google Maps)

Auch Jan Jansen ärgert sich über eine Ampel. Die steht auf der Norbertstraße und regelt das Links-Abbiegen auf die Messeallee. Dort kommt höchstens ein Auto rüber, mit ganz viel Glück auch mal zwei, sagt er und fragt: Ist es machbar, die Grünphase dieser Ampel zu verlängern?

Die Stadt sagt selbst: die Grünphase hier ist wirklich sehr kurz. Dort ist nur die Mindestzeit von fünf Sekunden eingestellt. Das reicht tatsächlich nur für ein bis zwei Autos. Diese Schaltung ist dort auch seit mindestens 13 Jahren - seitdem ist dort nichts mehr geändert worden. Jan Jansens Frage hat jetzt dafür gesorgt, dass sich die Verkehrsplaner der Stadt die Ampelschaltung genau angucken wollen. Dort hat sich schließlich in den letzten Jahren ganz viel getan - dort ist beispielsweise E.On hingezogen. Deshalb wollen die Verkehrsplaner diese Ampelschaltung überprüfen. Ob und wann sich da was ändert, ist aber nicht klar.

Mittwoch, 15. April
Das ist die Aussicht.
Das ist der Hermannsblick.

Warum heißt der tolle Ausblick auf den Baldeneysee "Hermannsblick"? Das fragt Ulrike Eck aus Rüttenscheid. Der Aussichtspunkt ist an einem Wanderweg über dem Baldeneysee oberhalb der Radio Essen Wetterstation "Tango am Baldeneysee". 

Antwort:

Auch viele andere Wanderer hatten keine Antwort auf diese Frage und haben sich das selbst schon häufig gefragt. 

 

 


Die Antwort auf diese Frage ist ziemlich persönlich. Der Sauerländische Gebirgsverein konnte uns dabei helfen. Über den Wegewart haben wir Kontakt zu Alfons Horn bekommen. Er und einige andere Freunde haben dem Hermannsblick seinen Namen gegeben. Die Geschichte dahinter: 

Alfons Horn und sein Freund Hermann sind zusammen mit anderen Freunden regelmäßig um den Baldeneysee gelaufen, auch an dem Aussichtspunkt vorbei. Der hatte damals noch keinen Namen. Aber Hermann ist immer dort stehengeblieben und hat die Freunde aufgefordert, die tolle Aussicht zu geniessen. Als Hermann 1993 starb, haben die Freunde zuerst einen Baum an dem Aussichtspunkt gepflanzt. Der Baum ist aber mehrfach runtergeschnitten worden, damit er die Aussicht nicht versperrt und ist irgendwann eingegangen. 1996 haben die Freunde dann den Namen "Hermannsblick" auf die Mauer gepinselt. Seitdem steht der Name an der Mauer und ist inzwischen Teil des Rundwanderweges Schellenberger Wald.

Dienstag, 14. April
Die seltsamen, unerklärbaren Stangen in der Husmannshofstraße in Altenessen.

Warum stehen hier diese fünf Stangen mit den blauen Köpfen rum? Diese Frage hat uns Radio Essen Hörerin Anika Frost aus Altenessen gestellt. In der Husmannshofstraße auf einem kleinen Rasenstück zwischen zwei Häusern stehen diese seltsamen Gebilde. Sie sind rund einen halben Meter hoch. Haben Sie eine Funktion? Was soll das?

Antwort:

Die beschriebenen Stangen kann uns leider auch niemand erklären. Unsere Nachfrage bei der Stadtverwaltung hat ergeben, dass das Grundstück nicht der Stadt gehört und diese die Stangen dort auch nicht aufgestellt hat. Auch Anwohner können den Zweck nicht erklären. Leider bekamen wir auch auf weitere Anfragen nach dem Eigentümer des Grundstücks keine Antwort. Es bleibt also leider ein Rätsel, warum diese Stangen dort in der Husmannshofstraße in Altenessen stehen und welchen Zweck sie haben.

Montag, 13. April

Woher hat die Straße "Auf der Donau" ihren Namen? Im Weigle-Haus in der Nähe der Straße ging Radio Essen-Hörerin Christa Zeller zum Religionsunterricht, außerdem wohnt ihre Tochter Steffi in der Nähe der Straße "Auf der Donau". Aber woher hat sie ihren Namen? Die Donau liegt doch ein paar hundert Kilometer von Essen entfernt.

Antwort:

Vor 200 Jahren war an der Stelle, wo heute die Straße "Auf der Donau" liegt, noch eine Flur. Diese Flur, ein Ackerland, hieß "Dunau". Und ein Weg, der entlang der "Dunau" verlief, hieß "Op der Dunau". Aus dem Weg wurde die heutige Straße, und aus "Op der Dunau" wurde "Auf der Donau".

Mehr Hörerfragen finden Sie hier:

Hier geht es zurück zu allen Hörerfragen aus dem Jahr 2015. Viel Spaß beim Stöbern!

 

 


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