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Betrugsmaschen

Immer wieder werden Menschen Opfer von Betrügern, die vor der Haustür stehen oder bei Ihnen anrufen. Damit Sie und Ihre Verwandten nicht auf die Betrüger reinfallen haben wir die fünf dreistesten Maschen zusammengestellt. Dazu bieten wir Ihnen konkrete Tipps wie Sie sich und Ihre Familie schützen können.

Der "Glas Wasser"-Trick

Die Täter täuschen vor krank zu sein, oder dass ihnen schlecht ist und bitten um ein Glas Wasser und verschaffen sich so Zugang zu Ihrer Wohnung, um Sie zu bestehlen. Opfer eines solchen Betruges sollten das Glas, aus dem der Betrüger getrunken hat, auf keinen Fall spülen! Nur bei einem ungespülten Glas ist es der Polizei möglich, DNA-Spuren zu sichern. Informieren Sie sofort die Polizei unter 110.

Der Wasserwerkertrick

Die Täter behaupten von den Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerken, von Telekommunikationsanbietern, von der Kirche, den Krankenkassen, der Hausverwaltung, von der Polizei oder anderen Institutionen zu kommen. Sie treten oft streng auf und geben Gründe vor, die ein Betreten der Wohnung nötig machen.

Der Zetteltrick

Für einen angeblich nicht anwesenden Nachbarn möchten die Täter eine Nachricht hinterlassen und bitten um Papier und / oder einen Stift. Manchmal drängen sie zusätzlich auf eine Schreibgelegenheit in der Wohnung.

Der Enkeltrick

Dieser Trick ist der bekannteste und trotzdem erreichen damit immer noch viele Täter damit ihr Ziel. Sie rufen zumeist ältere Menschen an und geben sich als Verwandte oder Freunde in einer finanziellen Notlage aus. Sie erklären zum Beispiel, ein Auto oder eine Wohnung gekauft zu haben und nun dringend Geld zu brauchen. Es geht in der Regel um erhebliche Geldbeträge. Kommt es zur vereinbarten Übergabe ist der angebliche Verwandte immer verhindert und ein Bote wird geschickt.

Das falsche Gewinnspiel

Am Telefon werden die Opfer über einen vermeintlichen großen Geldgewinn informiert. Um den Gewinn zu erhalten, sollen die Opfer zuerst Geld zahlen, zum Beispiel für die Versicherung des Transportes oder für Überführungskosten. Die Opfer werden aufgefordert, entweder Geschenkgutscheine bei Online-Händlern zu kaufen oder Geld  an ein Konto im Ausland zu überweisen. Von dem versprochenen Gewinn sieht das Opfer nie etwas.

  • Lassen Sie grundsätzlich keine Fremden in die Wohnung. Gucken Sie vor dem Öffnen der Tür durch einen Spion, eine Türspaltsperre oder durch ein Fenster, wer geklingelt hat.

  • Bieten Sie bei angeblichen Notlagen an, das Gewünschte zur Tür zu bringen, ohne den Fremden hineinzulassen.

  • Ziehen Sie bei unbekannten Besuchern Nachbarn hinzu oder vereinbaren Sie ein späteren Termin. Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls mit lautem Ansprechen oder indem Sie um Hilfe rufen.

  • Prüfen Sie die Ausweise von vermeintlichen Amtspersonen sehr sorgfältig. Haben Sie Zweifel rufen Sie die Behörde an. Die Nummer sollten Sie dabei selbst raussuchen. Lassen Sie nur Handwerker in die Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden.

  • Bei einem Anruf von angeblichen Verwandten rufen Sie diese unter einer Ihnen bekannten Nummer zurück. Geben Sie keine Infos über familiäre oder finanzielle Verhältnisse raus. Geben Sie niemals Fremden Geld, die als angebliche Vertrauenspersonen von Verwandten zu Ihnen kommen.
  • Ein Anrufer beginnt das Gespräch meistens mit den Worten: "Rate mal, wer hier ist!". In der Regel wird es dringend gemacht, alles ist sehr dramatisch und das Geld kann nicht persönlich abgeholt werden. Fremde behaupten, sie befänden sich in einer Notlage, aus der nur Sie ihnen helfen könnten.
  • An der Haustür klingeln die Betrüger in der Regel ohne Anmeldung und versuchen mit fadenscheinigen Begründungen in die Wohnung zu kommen. Es werden Ihnen irgendwelche Waren oder Leistungen angeboten, ohne dass Sie darum gebeten haben oder Sie haben angeblich etwas gewonnen, ohne dass Sie überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen haben.
  • Bei unklaren Situationen alarmieren Sie die Polizei über die 110. Erstatten Sie in jedem Fall eine Anzeige, wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind. Erzählen Sie älteren Familienmitgliedern oder Freunden von den Maschen der Betrüger.

"Die Menschen trauen sich nicht zuzugeben, dass sie reingefallen sind. Man muss sich niemals schämen, wenn man tatsächlich auf einen Trickbetrüger reingefallen ist."

Das sagt Tanja Horn von der Essener Polizei. Wir haben mit ihr über die beliebtesten Maschen der Betrüger gesprochen und darüber, was Sie tun sollten, wenn Sie doch einmal reinfallen.

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