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Bärenklau Schafe

Der Bärenklau ist eine giftige Pflanze, die erstmal sehr ungefährlich aussieht, aber mit Sonnenlicht eine schlimme Wirkung hat. Das Gift des Bärenklaus ist phototoxisch. Das bedeutet, das Gift reagiert mit UV-Strahlung und löst dann Verbrennungen aus. Auf der Haut kann das sogar richtige Brandpusteln geben. Deshalb muss die Pflanze weg. Sie wächst bei uns auf Wiesen, an Radwegen und auf Spielplätzen.

Hier kommen die Schafe von Schäfer Sebastian Scholz ins Spiel. Die Stadt mietet die Schafe, denn die lieben Bärenklau. Das Gift der Pflanze, dass bei Menschen für Verätzungen sorgt, macht ihnen nichts aus. Darum setzt die Stadt sie gezielt gegen den Bärenklau ein. So wie hier an der Ruhr neben dem Steeler Freibad.

Schäfer Sebastian Scholz fährt jeden Tag zu jeder seiner Herden und guckt ob die Zäune in Ordnung sind und gibt frisches Wasser. Wie hier im Ludwig-Kessing-Park in Überruhr.

Die giftigen Nesseln am Bärenklau machen den Schafen nichts aus. Durch die Wolle und Haare sowie die dunklen Lippen, kommt wenig UV-Strahlung an die Schafs-Haut.

Deshalb grasen ca. 100 Schafe in Bredeney, auf der Magarethenhöhe, in Horst, Steele, Überruhr und Burgaltendorf. Für 2.500 Quadratmeter Grünfläche brauchen die Schafe von Sebastian Scholz und seiner Firma Capdog nur ein paar Tage. Danach kommt der Bärenklau zwar wieder, aber wächst kleiner und weniger dicht. Nach ein paar Jahren verbreitet er sich dann im Bestfall gar nicht mehr.

Radio Essen-Reporterin Larissa Schmitz hat die Schafe im Ludwig-Kessing-Park in Überruhr besucht und geguckt, wie Schäfer Sebastian Scholz die Rasenmäher versorgt.

Hier gibt es eine Karte über die bisherigen Fundstellen des Riesenbärenklaus.

Dort sehen Sie Markierungen. Grüne und gelbe sind Stellen, die gemeldet wurden, aber noch nicht offiziell von der Stadt bestätigt sind. Die roten Marker zeigen wiederum die Stellen an, die offiziell bestätigt wurden.

Durch den Riesenbärenklau kann auch das Spielen auf Wiesen, Gehwegen oder in Parks gefährlich werden. Nicole Schuhmacher aus Katernberg zum Beispiel hat der Stadt Riesenbärenklau gemeldet. Radio Essen-Reporter Sven Christian Schulz hat versucht herauszubekommen, warum die Gift-Pflanze noch immer nicht entfernt wurde.

Nicht nur Schafe helfen gegen den Risenbärenklau, sondern auch die Bürgerinitiative "Essen packt an". Ihr Sprecher Markus Pajonk hat uns im Interview erklärt, wie Sie sich melden können und die Entfernung dann abläuft.

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