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Naturdenkmäler

Bei Denkmälern denken wir meistens an alte Gebäude oder Statuen - aber auch Dinge aus der Natur können zum Denkmal werden. Zum Beispiel Bäume, Steine und Quellen. Bei uns in Essen gibt es immerhin 91 Naturdenkmäler. Die herausragendsten haben wir uns mal rausgesucht. 

Die Türkenquelle

 

 

An der Werdener Straße zwischen Kettwig und Werden können Sie sich mal einen Schluck frisches Quellwasser gönnen. Direkt aus dem Fels kommt hier die Türkenquelle. Weil es solche Quellen sehr selten gibt - und weil sie außerdem ganz hübsch ist - wurde die Türkenquelle unter Denkmalschutz gestellt. Obwohl es zwar offiziell heißt "Achtung, kein Trinkwasser!" füllen hier viele Leute Kanister und Flaschen auf. Einer, der das regelmäßig tut, ist Karl-Joachim Cammerzell. Radio Essen-Reporter Johannes Hoppe hat ihn getroffen.

 

Einige Essener schwören auf das Wasser der Türkenquelle, allerdings weiß niemand genau, wo das Wasser herkommt. Die Stadtverwaltung ist sich ziemlich sicher, dass es sich um Oberflächenwasser handelt, was von den Weideflächen oberhalb der Quelle durch den Fels kommt. Deshalb ist es auch nicht als Trinkwasser freigegeben, da dort immer noch Schadstoffe, zum Beispiel vom Düngen, drin sein könnte. Die Stadt lässt aber keine Proben des Wassers nehmen, deshalb lässt sich über die Wasserwerte nichts sagen. 

 

 

Die Lüstner Eiche

 

 

Sie ist der vermutlich älteste Essener: die Lüstner Eiche. Sie steht in Rellinghausen an der Ecke Alte Eichen/Viereichenhöhe. Sie ist etwa 500 Jahre alt und hat einen Umfang von 5 Metern. Sie wurde schon vorm Krieg unter Naturschutz gestellt, zum einen wegen ihres Alters, zum anderen weil sie eine besonders schöne Baumkrone hatte. Die hat allerdings stark unter Stürmen und Pilzen gelitten. Ihren Namen hat die Eiche in Erinnerung an Otto Lüstner bekommen, der als erster in den 1920er-Jahren den Naturschutz in Essen organisiert hat. Unsere Reporterin Anne Schweizer hat sich den geschichtsträchtigen Baum angeguckt.

 

 

Der Findling an der Antropstraße

 

 

Ein Denkmal, das wir nur zum Teil sehen können, ist der Findling an der Antropstraße in Überruhr-Hinsel. Er wiegt so viel, dass er noch zur Hälfte im Boden steckt - nämlich etwa 15 Tonnen. Der Findling ist mehrere Millionen Jahre alt und quasi ein "Zeitzeuge der Eiszeit", eine Beleg dafür, dass das Eis in der Eiszeit bis an die Ruhrhöhren reichte. Über eine kleine Treppe kommen Sie zu den riesigen Stein, so wie unsere Reporterin Anne Schweizer.

 

 

Die Platane am Dom

 

 

 

 

Und noch ein Baum, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen: die Platane am Burgplatz direkt neben dem Essener Dom. Sie ist nicht nur selten und besonders groß, sondern auch besonders alt, sagt Stephan Schur von der der Unteren Landschaftsbehörde.

 

 

Die Kastanie am Kruppkrankenhaus

 

 

 

 

Aller guten Dinge sind drei, deswegen stellen wir hier noch ein Baum-Naturdenkmal vor: Eine Kastanie an der Wittekindstraße in Rüttenscheid in der Nähe des Krupp-Krankenhauses. Sie ist etwa 100 Jahre alt, sehr groß und vor allem hat sie eine sehr schicke Baumkrone. Den Titel "Naturdenkmal" hat sie unter anderem deshalb bekommen, weil sie in ihrer ansonsten weiß blühenden Baumkrone einen rot blühenden Ast hat. Das kann man vor allem jetzt im Frühjahr gut sehen.

Mehr Infos

Sie möchten noch mehr über die Naturdenkmäler bei uns in der Stadt wissen? Dann gucken Sie sich doch mal die Broschüre der Stadt an, dort sind alle Essener Naturdenkmäler und ihre Standorte aufgelistet. Dort gibt es auch Zusatzinfos dazu, wann zum Beispiel ein Baum ein Naturdenkmal wird.

 

 


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