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Bombe in Mülheim-Dümpten

Bombenfund in Mülheim-Dümpten

An der Oberheidstraße in Mülheim-Dümpten ist ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Ein Teil des Evakuierungsbereiches befand sich auch auf Essener Stadtgebiet. Betroffen waren hier etwa 320 Personen in Bedingrade und Schönnebeck, die Ihre Wohnungen verlassen mussten. Sie können alles hier im Live-Ticker noch einmal nachlesen!

Evakuierungsplan

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen, mussten ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte wurden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich Anwohner luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Der Live-Ticker zum Bombenfund:

Donnerstag, den 12.05.2016:

20:00 Uhr: Die Sperrung der A 40 ist wieder aufgehoben. Auch die Sperrstellen sind inzwischen wieder geöffnet. Sie können also beruhigt wieder nach Hause und einen schönen Abend verbringen.

19:50 Uhr: Der Blindengänger wurde erfolgreich entschärft, danke an Peter Giesecke.

19:30 Uhr: Die Entschärfung des Blindgängers läuft. Damit das alles so gut klappt, haben 55 Essener und 246 Mülheimer Einsatzkräfte mitgeholfen. Die warten jetzt mit uns allen gemeinsam auf das erlösende Signal von Entschärfer Peter Giesecke.

19:15 Uhr: Die Entschärfung des Blindgängers in Mülheim-Dümpten hat begonnen.

19:05 Uhr: Die Vorbereitungen für die Entschärfung des Blindgängers laufen wie geplant.

18:48 Uhr: Die A 40 ist jetzt zwischen Mülheim-Düpmten und Heißen gesperrt. Der Verkehr wird an den Anschlussstellen davor jeweils abgeleitet. Allerdings kommt es auch dann auf den Umleitungsstrecken zu Staus.

18:35 Uhr: In Mülheim und Essen werden jetzt auch die Sperrstellen 1000 Meter um den Blindgängerfundort geschlossen. Die Sperrung der A 40 zwischen Dümpten und Heißen wird auch in wenigen Minuten erfolgen.

17:52 Uhr: Auch die EVAG meldet Behinderungen durch die Entschärfung. Die 104 kommt von Essen nach Mülheim nicht mehr durch.

16:45 Uhr: Es gibt auch eine Sammelstelle in Essen. Sie befindet sich auf dem Parkplatz Aktienstraße/ Ecke Lautstraße. Seit 16:30 Uhr können Sie sich dort hinbegeben.

16:30 Uhr: Die Evakuierungsarbeiten haben begonnen. Alle Anwohner, die im roten Kreis wohnen müssen ihre Wohnungen verlassen.

15:41: Die Lautsprecherdurchsagen von Polizei und Feuerwehr laufen bereits. Im roten Kreis werden ab 18 Uhr die Straßen gesperrt. Im blauen Kreis ab 18:30 Uhr.

15:18 Uhr: Die Linie 104 fährt ab 16:30 Uhr nicht mehr nach Mülheim. Die Bahn fährt bis zur Haltestelle Abzweig Aktienstr. und dreht dort wieder um.

15:16 Uhr: Es gibt bereits eine Sammelstelle in Mülheim. Es ist die Schule am Springweg. Ein Shuttle-Bus-Service zum Springweg ist eingerichtet: Haltestellen Kappenstraße/Ecke Bottenbruch und Kaldenhofkamp.

15:00 Uhr: Das Evakuierungsgebiet ist bekannt. Ab 16:30 Uhr beginnt die Räumung und Sperrung der betroffenen Straßen. Ab 18:30 Uhr wird die A40 zwischen Dümpten und Heißen gesperrt. Voraussichtlich gegen 19 Uhr soll die Bombe entschärft werden.

14:10 Uhr: Das Essener Bürger-Telefon ist freigeschaltet. Unter (0201) 123 - 88 88 erhalten Sie Antworten zu Ihren Fragen.

13:30 Uhr: Einsatzbesprechung

12:30 Uhr: Bomben an der Oberheidstraße in Mülheim-Dümpten gefunden.

Allgemeine Infos zu Bombenentschärfungen:

Sofort evakuieren und entschärfen - eine neue Verordnung

Die Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf vom Februar 2014 besagt, dass Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sofort entschärft werden müssen. Das bedeutet, dass in der Regel noch am Tag der Entdeckung die Menschen im Umkreis evakuiert werden und die Bombe entschärft wird. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. Für Stadt, Polizei und Feuerwehr bedeutet das einen deutlich höheren Aufwand. Es werden mehr Helfer gebraucht. Sie müssen bei jeder Wohnung zwei Mal überprüfen, ob alle Bewohner raus sind. Die Entschärfung wird nur in Ausnahmefällen verschoben, zum Beispiel wenn ein Krankenhaus evakuiert werden muss.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder können leichter entschärft werden, dazu wird der Zünder herausgedreht. Die Entschärfung ist weniger gefährlich als bei Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder. Bei diesen rosten die Zünder nicht, sie müssen teilweise gesprengt werden. Die Bombenblindgänger bei uns im Ruhrgebiet wiegen in der Regel fünf oder zehn Zentner. Die Bomben sind im Zweiten Weltkrieg über Essen abgeworfen worden. Wie viele es waren, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe am besten entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würden Sie sich das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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