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Bombe 2 Holsterhausen

Bombenfund in Holsterhausen 26.02.2016

An der Friedrich-Straße Ecke Kruppstraße in Holsterhausen ist schon wieder ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bei Radio Essen bringen wir Sie immer auf den neuesten Stand. Außerdem können Sie alles hier im Live-Ticker nachlesen!

Die Stadt richtet bei Bombenentschärfungen ein Info-Telefon ein. Die Nummer lautet 0201 - 1238888.

Evakuierungsplan

Alle Anwohner, die im inneren Kreis (250 Meter) wohnen, müssen ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte werden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Der Live-Ticker zum Bombenfund:

Freitag, 26.02.2016:

17:23: Die Bombe ist erfolgreich entschärft! Die Sperrungen werden wieder aufgehoben!

17:05 Die Entschärfung hat begonnen!

16:38: Auch die Bahn leitet ihre Züge jetzt um! (Fernverkehrszüge werden  über Gelsenkirchen und Oberhausen umgeleitet. Die S1 wendet am E-HBF und fährt nach Dortmund zurück. In der Gegenrichtung wendet sie in Duisburg.Die S9 Wuppertal nach Haltern wendet aus Wuppertal kommend im E-HBF und fährt nach Wuppertal zurück, in der Gegenrichtung in Bottrop.)

16:15: Die A40 Richtung Dortmund ist bereits zwischen Dreieck Essen-Ost und Holsterhausen gesperrt, auch in Richtung Duisburg wird sie jetzt dicht gemacht!

15:12: Die Evag wird ab 16 Uhr 30 einige U-Bahnen und Busse umleiten müssen.

U17: fährt nicht die Haltestellen Planckstraße und Gemarkenplatz, Bismarckplatz an.
U18: Die Haltestellen Bismarckplatz und Savignystr/ETEC entfallen.
Bus 166: Die Haltestellen Vereinstraße, Am Waldthausenpark und Essen Hbf entfallen. Bus 196: Es entfallen alle Haltestellen zwischen Rathaus Essen und Alfred-Krupp-Schule

Während der Entschärfung an sich gilt für die U17 und U18 folgendes:

Die U17 fährt dann nur noch zwischen Karlsplatz und Essen Hbf.
Die U18 fährt dann nur noch zwischen Hobeisenbrücke und MH Hbf.

14:53: Ab 15 Uhr wird der innere Evakuierungskreis gesperrt. Im Umkreis von 250 Metern rund um den Bombenfund müssen alle Anwohner aus den Wohnungen sein. Auch Autos dürfen dann nicht mehr in den Sperrbereich.

14:45: Das Info-Telefon der Stadt 123-8888 wird stark genutzt. Es kann kurzfristig besetzt sein. 

14:24: INFO ZUR BAHN: Fernverkehrszüge werden zum Zeitpunkt der Entschärfung über Gelsenkirchen und Oberhausen umgeleitet.

Die S1 wendet am E-HBF und fährt nach Dortmund zurück. In der Gegenrichtung wendet sie in Duisburg.

Die S9 Wuppertal nach Haltern wendet aus Wuppertal kommend im E-HBF und fährt nach Wuppertal zurück, in der Gegenrichtung in Bottrop.

Die S6 fährt normal.

Der RB 52 fährt nach Münster auch normal.

14:23: INFO ZUR A40-SPERRUNG: Die A40 wird während der Entschärfung zwischen Holsterhausen und Dreieck Essen-Ost gesperrt. Das bedeutet folgende Umleitung: In Fahrtrichtung Dortmund wird ab Holsterhausen abgeleitet. Autofahrer werden durch das Stadtgebiet umgeleitet und zur Autobahn-Auffahrt Dreieick Essen-Ost geleitet. In Fahrtrichtung Duisburg werden Autofahrer ab Dreieck Essen-Ost auf die A52 umgeleitet.

14:11: Die Evakuierung beginnt. Das Ordnungsamt und die Polizei sind mit Lautsprecher-Durchsagen unterwegs. Alle Anwohner im Umkreis von 250 Metern müssen den Bereich verlassen.

13:47: Die Betreuungsstelle in der Keplerstraße ist eingerichtet und kann ab sofort von allen betroffenen Anwohnern genutzt werden.

13:30: Die Stadt richtet die Betreuungsstelle an der Gesamtschule Keplerstraße ein.

12:58: Die A40 Höhe Zentrum (Ruhrschnellwegtunnel) wird während der Entschärfung gesperrt, auch die Bahnstrecke zwischen Essen-Hauptbahnhof und Mülheim-Hauptbahnhof (so war es bereits beim letzten Bombenfund Mitte Januar). Auch die U-Bahnen U17 und U18 sowie die Busse 166 und 196 werden wohl wieder kurzfristig nicht fahren können.

12:55: Die Stadt rechnet mit kräftigen Staus und Verkehrsbehinderungen im Laufe des Nachmittages/Abends. Unter anderem steht ein RWE-Spiel an der Hafenstraße an, und das Parkleuchten in der Gruga.

12:43: Auch das Flüchtlings-Zeltdorf an der Plackstraße muss wieder evakuiert werden. Rund 300 Menschen müssen die Unterkunft verlassen.

12:25: Wahrscheinlich wird am frühen Nachmittag mit der Evakuierung begonnen. Am frühen Abend könnte dann die Entschärfung vorgenommen werden. Genauere Zeiten gibt es noch nicht.

11:55: Die A40 in der Nähe des Fundortes muss wohl wieder gesperrt werden. Bereits Mitte Januar war an der selben Stelle am Europa-Center eine Bombe gefunden worden, auch damals musste die A40 gesperrt werden und einige U-Bahnen waren betroffen.

11:45: Es ist eine 5-Zentner-Bombe, die auf dem Baustellen-Gelände liegt. Die Stadt will im Laufe der nächsten Stunden eine Sammelstelle in der Gesamtschule Kepplerstraße einrichten.

11:20: Von der Evakuierung im inneren Kreis werden wahrscheinlich wieder rund 600 Menschen betroffen sein, im äußeren Kreis etwa 3700 Menschen. So war es zumindest beim Fund der Bombe Mitte Januar auf derselben Baustelle.

11.10: Der Krisenstab setzt sich zusammen. Der Blindgänger muss wohl noch heute entschärft werden.

10:50: Die Stadt hat bekannt gegeben, dass eine Bombe gefunden wurde.

Allgemeine Infos zu Bombenentschärfungen:

Sofort evakuieren und entschärfen - eine neue Verordnung

Die Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf vom Februar 2014 besagt, dass Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sofort entschärft werden müssen. Das bedeutet, dass in der Regel noch am Tag der Entdeckung die Menschen im Umkreis evakuiert werden und die Bombe entschärft wird. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. Für Stadt, Polizei und Feuerwehr bedeutet das einen deutlich höheren Aufwand. Es werden mehr Helfer gebraucht. Sie müssen bei jeder Wohnung zwei Mal überprüfen, ob alle Bewohner raus sind. Die Entschärfung wird nur in Ausnahmefällen verschoben, zum Beispiel wenn ein Krankenhaus evakuiert werden muss.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder können leichter entschärft werden, dazu wird der Zünder herausgedreht. Die Entschärfung ist weniger gefährlich als bei Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder. Bei diesen rosten die Zünder nicht, sie müssen teilweise gesprengt werden. Die Bombenblindgänger bei uns im Ruhrgebiet wiegen in der Regel fünf oder zehn Zentner. Die Bomben sind im Zweiten Weltkrieg über Essen abgeworfen worden. Wie viele es waren, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe am besten entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würden Sie sich das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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