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Bombe 1 Holsterhausen

Bombenfund in Holsterhausen

An der Nieberdingstraße / Ecke Carmerstraße in Holsterhausen ist bei Kanalbauarbeiten ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bei Radio Essen bringen wir Sie immer auf den neuesten Stand. Außerdem können Sie alles hier im Live-Ticker nachlesen!

Die Stadt hat ein Info-Telefon eingerichtet. Die Nummer lautet 0201 - 1238888.

Evakuierungsplan

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen müssen ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte werden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Der Live-Ticker zum Bombenfund:
Die Bombe wurde erfolgreich entschärft

Donnerstag, den 18.02.2016: 

14:46 Uhr: Die Bombe ist entschärft!

Die Straßensperrungen sind ab sofort wieder aufgehoben. Alle Anwohner können zurück in ihre Wohnung bzw. ihre Wohnung wieder verlassen. Mehr als 200 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Vielen Dank an Frank Höpp vom Kampfmittelräumdienst und allen Helfern.

14:18 Uhr: Frank Höpp vom Kampfmittelräumdienst beginnt jetzt mit der Entschärfung.  

13:43 Uhr: Auch der äußere Kreis wird nun komplett zugezogen. Gleich startet die Entschärfung.

13:15 Uhr: Mike Filzen von der Feuerwehr live bei Radio Essen zum aktuellen Stand (Audio).

Bombenfund bei Bauarbeiten in der Nieberdingstraße in Holsterhausen
Marktplatz an der Kirche Mariä Empfängnis: Alle Händler mussten wieder einpacken...
Die Evakuierung in Holsterhausen läuft.
Jsidora Menger wartet mit Hund und Katze auf die Entschärfung

12.59 Uhr: Frank Höpp vom Kampfmittelräumdienst ist vor Ort, um die Bombe zu entschärfen. Er wartet gerade noch, bis das Go vom Ordnungsamt kommt.

12:41 Uhr: Das Ordnungsamt hat seine zweite Kontrollrunde begonnen. Ist auch jetzt keiner mehr im inneren Kreis in der Wohnung, kann die Entschärfung beginnen.

12:29 Uhr: Laut Stadt sind inzwischen mehr als 50 Anwohner in der Sammelunterkunft in der Sporthalle, Keplerstraße 58 - und eine Katze.

12:20 Uhr: Das Ordnungsamt führt gerade den ersten Kontrollgang in der Evakuierungszone durch. Ist danach auch der zweite Durchgang positiv, kann die Entschärfung beginnen.

12:13 Uhr: Alle Bewohner im äußeren Kreis (=500 Meter vom Fundort entfernt) werden gebeten, das Haus nicht mehr zu verlassen. Außerdem bitte Fenster und Türen geschlossen halten.

12:10 Uhr: Alle Sperrstellen sind schon jetzt zu.

12:05 Uhr: Die Polizei schließt nun die Sperrstellen. Spätestens jetzt muss jeder im inneren Kreis seine Wohnung verlassen.

11:35 Uhr: Die Evakuierung läuft. Aber erst wenn alle Wohnungen im inneren Kreis leer sind, kann die Entschärfung des Blindgängers starten.

11:10 Uhr: Im inneren Bereich sind 2.450 Anwohner betroffen, im äußeren Kreis etwa 4.400 Anwohner, teilte die Stadt uns mit.

11:02 Uhr: Die Holsterhauser Straße und die Hobeisenstraße werden nicht gesperrt. 

10:52 Uhr: Die EVAG teilt gegenüber Radio Essen mit, dass auch keine Bus-Linie betroffen ist.

10:35 Uhr: Wie wir vor Ort erfahren haben, müssen die Geschäfte in der Gemarkenstraße auf der Straßenseite beim inneren Kreis geräumt werden. Auf der anderen Straßenseite müssen nur Fenster und Türen geschlossen bleiben.

10:21 Uhr: Auf Anfrage von Radio Essen teilt die Stadt mit, dass die A40 definitiv nicht gesperrt wird. Auch die U-Bahnen fahren ohne Einschränkungen.

10:18 Uhr: Für alle Anwohner ist eine Sammelstelle in der Turnhalle der Gesamtschule Holsterhausen in der Keplerstraße eingerichtet.

10:11 Uhr: Das Ordnungsamt fährt bereits durch den inneren Kreis und fordert die Bewohner auf, ihre Häuser zu räumen.

09:55 Uhr: Die Stadt hat jetzt einen Evakuierungsplan veröffentlicht. Demnach wird die A40 wohl nicht gesperrt werden müssen. 

09:44 Uhr: Der Wochenmarkt an der Kirche Mariä Empfängnis in Holsterhausen fällt heute aus.

09:32 Uhr: Die Stadt hat gerade mitgeteilt, dass in der Nieberdingstraße / Ecke Carmerstraße eine britische fünf Zentner-Bombe gefunden wurde. Sie muss noch heute entschärft werden.

Allgemeine Infos zu Bombenentschärfungen:

Sofort evakuieren und entschärfen - eine neue Verordnung

Die Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf vom Februar 2014 besagt, dass Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sofort entschärft werden müssen. Das bedeutet, dass in der Regel noch am Tag der Entdeckung die Menschen im Umkreis evakuiert werden und die Bombe entschärft wird. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. Für Stadt, Polizei und Feuerwehr bedeutet das einen deutlich höheren Aufwand. Es werden mehr Helfer gebraucht. Sie müssen bei jeder Wohnung zwei Mal überprüfen, ob alle Bewohner raus sind. Die Entschärfung wird nur in Ausnahmefällen verschoben, zum Beispiel wenn ein Krankenhaus evakuiert werden muss.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder können leichter entschärft werden, dazu wird der Zünder herausgedreht. Die Entschärfung ist weniger gefährlich als bei Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder. Bei diesen rosten die Zünder nicht, sie müssen teilweise gesprengt werden. Die Bombenblindgänger bei uns im Ruhrgebiet wiegen in der Regel fünf oder zehn Zentner. Die Bomben sind im Zweiten Weltkrieg über Essen abgeworfen worden. Wie viele es waren, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe am besten entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würden Sie sich das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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