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Bombe Meisenburgstraße Bredeney

Am Sportplatz an der Meisenburgstraße in Bredeney ist bei einer geplanten Untersuchung ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wurde gegen 17:02 Uhr erfolgreich entschärft. Knapp 2.800 Anwohner waren betroffen. Ungefähr 630 gehörten zum inneren Evakuierungskreis und mussten aus ihren Wohnungen. Eine Betreuungsstelle gab es in der Turnhalle der Goetheschule.

Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, Helfer und natürlich den Kampfmittelräumdienst!

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen mussten ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte werden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten. Während der Entschärfung wurden im Bereich des Bredeneyer Kreuzes die Bredeneyer Straße, die Meisenburgstraße sowie die Alfredstraße gesperrt.

Donnerstag, den 27.07.2017:

17:05 Uhr: Der Blindgänger ist erfolgreich entschärft!
Die Straßen werden gleich wieder freigegeben. Auch die Busse und Bahnen fahren dann wieder normal. Die Anwohner dürfen zurück in ihre Wohnungen.

16:03 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen. Das Ordnungsamt macht die letzten Kontrollgänge. Gegen 16:15 Uhr soll die Entschärfung beginnen.

15:50 Uhr: Alle betroffenen Straßen werden gerade gesperrt.

15:30 Uhr: Die Meisenburgstraße wird jetzt gesperrt. Die Busse 194 und 169 auf der Meisenburgstraße werden umgeleitet. Die Straßenbahn 107 aus Richtung Gelsenkirchen endet am Rathaus Essen, die Linie 108 Richtung Bredeney fährt bis bzw. ab Florastraße.

15:10 Uhr: Die Drohne ist jetzt weg. Wäre für den Besitzer teuer geworden, wenn die Polizei ihn erwischt hätte, bis zu 3.000 Euro. Die Arbeiten laufen jetzt wieder ohne Störung weiter.

15:07 Uhr: In einer knappen halben Stunde (nach 15:30 Uhr) soll die Meisenburgstraße gesperrt werden.

14:57 Uhr: Über der Fundstelle kreist eine Drohne und will die Arbeiten filmen. Ein Polizeihubschrauber ist jetzt unterwegs, um rauszufinden, wer die Drohne steuert.

14:28 Uhr: Der erste Kontrollgang durch die äußeren Ringe läuft. Danach folgt die Evakuierung des inneren Kreises.

13:53 Uhr: Das Ordnungsamt hat mit den Lautsprecherdurchsagen begonnen.

13:52 Uhr: Umleitungen bei den Bussen:

  • Die Buslinien 194/169 auf der Meisenburgstraße werden in Richtung Haarzopf bzw. BredeneyerKreuz umgeleitet.
  • Die Straßenbahnlinien 107 und 108 auf der Bredeneyer Straße fahren nur bis bzw. ab Florastraße.

13:43 Uhr: Hier die Straßensperren während der Entschärfung:

  • Meisenburgstraße Richtung Bredeneyer Kreuz ab Westerwaldstraße bis zur Frankenstraße, Höhe Hohe Buchen
  • Alfredstraße Richtung Bredeneyer Kreuz ab der Brachtstraße bis zur Zeunerstraße, Höhe Walter-Sachsse-Weg
  • Bredeneyer Straße zwischen Markuspfad bis Zeunerstraße

13:40 Uhr: Rund 630 Anwohner müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Im äußeren Kreis sind ca. 2200 Anwohner betroffen. Sie müssen die Fenster und Türen geschlossen halten, wenn die Bombe entschärft wird.

12:55 Uhr: Für alle Ihre Fragen gibt es bei der Stadt eine Hotline: 0201-1238888

12:54 Uhr: Die Betreuungsstelle ist in der Turnhalle der Goetheschule. Zugang über Walter-Sachsse-Weg gegenüber Haus-Nr. 11.

12:52 Uhr: Die Stadt hat die Evakuierungskarte veröffentlicht. Die blauen Kreuze zeigen die Sperrstellen für die Entschärfung. Die roten Linien sind die Grenzen für den inneren und äußeren Kreis.

12:42 Uhr: An der Meisenburgstraße in Bredeney wurde ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Beim Umbau des Sportplatzes wurde die Bombe entdeckt. Sie wird heute noch entschärft.

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe richtig entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würden Sie sich das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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