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Bombe an Gesamtschule Nord Vogelheim

An der Gesamtschule Nord an der Förderstraße in Vogelheim ist bei Kanalbauarbeiten ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wurde gegen 17:32 Uhr erfolgreich entschärft. Knapp 4.400 Anwohner waren betroffen. Über 1.000 gehörten zum inneren Evakuierungskreis und mussten aus ihren Wohnungen. Eine Betreuungsstelle gab es im Stadion Essen an der Hafenstraße. 

Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, Helfer und natürlich den Kampfmittelräumdienst!

Alle Anwohner, die im inneren Kreis wohnen müssen ihre Häuser verlassen. Auch Büros und Geschäfte werden dort geräumt. Innerhalb des äußeren Rings sollten sich die Menschen luftschutzmäßig verhalten. Das heißt: In der Wohnung bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

Donnerstag, 20.07.2017:

17:32 Uhr: DIE BOMBE IST ENTSCHÄRFT! Die Straßensperrungen werden gleich aufgehoben und die Anwohner können wieder in ihre Wohnungen.

16:59 Uhr: Die Entschärfung der Bombe hat begonnen!

16:48 Uhr: 120 Anwohner haben sich in der Betreuungsstelle im Stadion Essen versammelt. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bis der Blindgänger entschärft wird.

16:44 Uhr: Noch läuft die Evakuierung mit den benötigten Krankentransporten.

16:21 Uhr: Der äußere Kreis wird jetzt geschlossen. Die Kleingartenanlagen mussten geräumt werden, obwohl sie im äußeren Kreis liegen. Sie bieten keinen Schutz im Ernstfall, deshalb sind die Kleingärtner jetzt zum Großteil im Vereinsheim.

16:12 Uhr: Das Ordnungsamt beginnt gleich mit dem zweiten Kontrollgang. Die Busse 170 und 196 fahren bereits Umleitungen.

15:53 Uhr: Mittlerweile werden 60 Personen im Stadion Essen betreut.

15:35 Uhr: Der innere Kreis wird jetzt evakuiert. Alle betroffenen Anwohner müssen Ihre Wohnungen jetzt verlassen.

15:23 Uhr: Die Straßen im inneren und äußeren Kreis werden gerade gesperrt. Die Sperrstellen sehen Sie an den blauen Kreuzen auf der Karte oben. Das Ordnungsamt macht den ersten Kontroll-Rundgang durch das Evakuierungsgebiet.

15:03 Uhr: 13 Personen sind insgesamt in der Betreuungsstelle im Stadion an der Hafenstraße, davon 7 Kinder vom Ferienspatz. Die Kinder können dort jederzeit abgeholt werden.

14:36 Uhr: Bei den Buslinien 170 und 196 entfallen ab 15 Uhr einige Haltestellen: die (H) Kleinstr., Förderstr. und Mehring. 

14:22 Uhr: Es sind 141 Kräfte im Einsatz, bis jetzt 13 angemeldete Krankentransporte.

14:19 Uhr: Infos für die Teilnehmer der FERIENSPATZ-Aktion: Die Aktion ist auf dem Gelände der Gesamtschule Nord. Wenn Sie Ihre Kinder nicht vor der Entschärfung abholen können, dann werden die Kinder zur Betreuungsstelle ins Stadion Essen gebracht und können dort abgeholt werden.

14:17 Uhr: Die KiTas im äußeren Kreis sind leer. Dort sind Ferien.

14:12 Uhr: Die Betreuungsstelle im Stadion Essen ist jetzt fertig. Dort können Sie sich jetzt sammeln, falls Sie aus Ihren Häusern müssen.

14:07 Uhr: Die Evakuierung hat begonnen. Gerade fahren die Lautsprecherwagen durch die Straßen.

13:54 Uhr: Die Betreuungsstelle für Anwohner wird gerade im Stadion Essen an der Hafenstraße eingerichtet.

13:41 Uhr: Die Stadt hat ein Bürgertelefon eingerichtet für alle Ihre Fragen zur Bombenentschärfung: 0201-1238888.

13:33 Uhr: Die Stadt hat den Evakuierungsplan veröffentlicht. Im Inneren Kreis sind 1351 Personen betroffen, im äußeren 4383. Es gibt 16 Sperrstellen im inneren Kreis und 17 im äußeren Kreis.

13:24 Uhr: Im äußeren Kreis befinden sich auch zwei KiTas, die wie alle anderen Häuser und Wohnungen die Fenster und Türen während der Entschärfung geschlossen halten müssen. Die städtische Kindertagesstätte An der Bergbrücke sowie die evangelische Kita An der Bergbrücke.  Auch das Familienzentrum Vogelheim liegt im äußeren Kreis.

13:04 Uhr: Blindgänger in Vogelheim gefunden! Die englische Fünf-Zentner Bombe wurde bei Kanalbauarbeiten auf dem Schulhof der Gesamtschule Nord an der Förderstraße entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst wird den Blindgänger im Laufe des Tages entschärfen.

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe am besten entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würden Sie sich das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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