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Bombe an der Twentmannstraße in Stoppenberg

 

An der Ecke Twentmannstraße/Tuttmannstraße in Stoppenberg ist bei einer Routineuntersuchung eines Verdachtspunktes ein Fünf-Zentner-Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wurde um 15:22 Uhr entschärft, etwa 4000 Anlieger waren betroffen. Vielen Dank an alle Helfer und Einsatzkräfte!

Anwohner im Umkreis von 250 Metern um die Fundstelle müssen ihre Wohnungen für die Entschärfung verlassen. Betroffen ist auch die Kleingartenanlage an der Ahrendalswiese. Autos sollten am besten nicht an der Straße stehen, Gasgeräte müssen abgesperrt werden.

Im Umkreis zwischen 250 und 500 Metern müssen während der Entschärfung Fenster und Türen geschlossen bleiben und Sie sollten sich drinnen aufhalten, am besten in dem Teil des Gebäudes, der von der Bombenfundstelle abgewandt ist.
In diesem äußeren Evakuierungsbereich liegen auch die Grundschule Twentmannstraße und ein Teil der Bezirkssportanlage Mitte.

15:22 Uhr: Die Bombe ist entschärft. Vielen Dank an den Kampfmittelräumdienst, alle Helfer und Einsatzkräfte!

14:59 Uhr:
Die Entschärfung beginnt.

14:32 Uhr:
Im inneren Evakuierungsbereich sind ca. 800 Menschen betroffen, im äußeren etwa 3200.

14:19 Uhr:
Evakuierung samt Krankentransporten läuft noch.

14:11 Uhr:
Auch der äußere Bereich ist jetzt dicht, niemand kann mehr reinfahren. In den beiden Evakuierungszonen werden aber noch Kontrollrundgänge gemacht.

14:04 Uhr:
Die Sperrstellen des Evakuierungsbereiches werden jetzt geschlossen.

13:29 Uhr: 
Die Kinder der Tuttmanschule werden jetzt in den Standort an der Grabenstraße 25 gebracht. Eltern der Schüler können ihre Kinder dort ab sofort abholen.

13:02 Uhr:
Die Busse der Linie 140 werden ab sofort umgeleitet. Folgende Haltestellen fallen in beide Richtungen aus:

Arendahls Wiese, Grabenstr, Helenenpark, Im Looscheid und Tuttmannstr Folge

12:55 Uhr:
Die Evakuierung im inneren Bereich beginnt. Die Twentmannstraße ist bereits zwischen der Grabenstraße und der Kleinen Rahmstraße gesperrt.

12:31 Uhr: Die Bombe hat einen Säurezünder und muss deshalb möglichst schnell entschärft werden. Die Stadt hat gerade die Lautsprecherwagen beauftragt, die durch die Straße fahren sollen, um die Anlieger über die Evakuierung zu informieren.

Für alle, die während der Evakuierung nicht wissen, wo sie hin sollen, hat die Stadt im Bischöflichen Schulzentrum eine Sammelstelle eingerichtet. Sie befindet sich in der südlichen Turnhalle (Höhe Hausnr.45).

12:25 Uhr: Die Stadt hat für alle Fragen ein Bürgertelefon mit der Nummer 0201/123 8888 eingerichtet.

12:20 Uhr:
Der Krisenstab hat entschieden, dass die Bombe heute noch entschäft wird.

Anwohner im Umkreis von 250 Metern um die Fundstelle müssen ihre Wohnungen für die Entschärfung verlassen. Betroffen ist auch die Kleingartenanlage an der Arendahlswiese. Autos sollten am besten nicht an der Straße stehen, Gasgeräte müssen abgesperrt werden.

Im Umkreis zwischen 250 und 500 Metern müssen während der Entschärfung Fenster und Türen geschlossen bleiben und Sie sollten sich drinnen aufhalten, am besten in dem Teil des Gebäudes, der von der Bombenfundstelle abgewandt ist.
In diesem äußeren Evakuierungsbereich liegen auch die Grundschule Twentmannstraße und ein Teil der Bezirkssportanlage Mitte.

11:45 Uhr: Es wurde ein Blindgänger an der Twentmannstraße gefunden. Der Krisenstab der Stadt bespricht gerade das weitere Vorgehen. 

Sofort evakuieren und entschärfen

Bomben-Blindgänger müssen so schnell wie möglich entschärft werden. So steht es seit Anfang 2014 in der Verordnung der Bezirksregierung Düsseldorf. In der Regel rücken die Entschärfer seitdem noch am selben Tag aus. Die Menschen rund um den Fundort müssen wenige Stunden nach dem Fund aus ihren Häusern und Büros raus. Auch nachts oder am Wochenende kann entschärft werden. In Ausnahmefällen kann eine Bombenentschärfung verschoben werden. Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geräumt werden muss.

Schnell räumen und absperren

Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr brauchen bei einer Bombenentschärfung viele Helfer. Sie fahren als erstes mit Lautsprecherwagen durch die umliegenden Straßen. Gleichzeitig werden schon die ersten Straßen gesperrt. Außerdem wird eine Sammelstelle eingerichtet für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen. Anschließend machen die Helfer eine zweite Kontrolle, ob wirklich alle Anwohner raus sind. Dann werden alle Straßen im Umkreis gesperrt und die Entschärfung kann beginnen.

Alle müssen raus

Die Helfer dürfen die Menschen rund um die Bombe zwingen ihre Wohnungen zu verlassen. Wer sich weigert, muss seit Anfang 2017 ein deftiges Bußgeld zahlen. Zwischen 500 und 1000 Euro werden fällig. Verweigerer hatten Bombenentschärfungen vorher teilweise um Stunden verzögert.

Zwei Arten von Bomben

Bomben mit Aufschlagzünder funktionieren mechanisch. Beim Aufprall sollte die Zündnadel die Explosion auslösen. Desto länger die Bombe im Boden liegt, umso unberechenbarer wird sie. Bei der Entschärfung dreht der Experte den Zünder heraus und macht die Bombe so unschädlich.

Bomben mit Säure- oder Langzeitzünder sind insgesamt gefährlicher. Eine chemische Reaktion sollte die Explosion Stunden nach dem Aufprall auslösen. So sollten im Krieg Menschen auch lange nach einem Luftangriff noch überraschend getroffen werden. Wenn ein Blindgänger bewegt wird, kann die chemische Reaktion auch Jahrzehnte danach noch auslösen. Deshalb müssen diese Bomben kontrolliert gesprengt werden.

Bei jeder Bombe prüfen die Sprengmeister als erstes die Sprengkraft. Danach entscheiden sie über den Radius, der rund um den Fundort gesperrt wird. Über Essen und dem Ruhrgebiet sind im Zweiten Weltkrieg besonders viele Bomben abgeworfen worden. Die Alliierten wollten damit die Rüstungs- und Stahlindustrie treffen. Wie viele Bomben über Essen abgeworfen wurden, kann niemand sagen. Experten schätzen, dass auch in den nächsten 50 bis 70 Jahren weiter regelmäßig Bombenblindgänger gefunden werden.

Wie wird eine Bombe entschärft?

Als Leiter der Sprengschule Dresden ist Günter Fricke Experte. Er bringt anderen bei, wie man eine Bombe am besten entschärft. Ruhige Hände und starke Nerven sind wichtig!

Eine Bombe entschärfen: Würden Sie sich das zutrauen?

Wenn man so eine alte Fliegerbombe aus dem Boden buddelt, sieht die erstmal nicht gefährlicher aus, als alte Tonkrüge aus dem Mittelalter. Drum herum ist nur Dreck und Rost zu sehen, aber die 250 Kilogramm Sprengstoff innen drin rosten eben nicht! Deshalb sind die Blindgänger auch heute noch gefährlich. Eine Bombe entschärfen - da braucht es wirklich ruhige Nerven. Wir haben Essener gefragt, ob sie sich das zutrauen würden.

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