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Aus für verkaufsoffene Sonntage

Für die verkaufsoffenen Sonntage in Essen sieht es schlecht aus. Die Gewerkschaft Verdi hatte gegen die 28 verkaufsoffenen Sonntage bei uns geklagt und Recht bekommen. Die Stadt könnte Beschwerde einlegen.

Nachdem das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen die Pläne der Stadt gekippt hat, will die Stadt zwar prüfen, ob sie dagegen vorgeht. Ordnungsdezernent Christian Kromberg glaubt aber, dass eine Beschwerde wenig Erfolg hätte. Auch ein neuer Plan mit weniger verkaufsoffenen Sonntagen würde wenig bringen. Stattdessen müsse das Gesetz geändert werden. 

Erste Pläne der Einzelhändler

In Kettwig wollen die Geschäfte das Verbot mit einem Trick umgehen. Sie könnten sonntags Stände aufstellen, an denen sie ihre Sachen verkaufen. Die Läden bleiben dann zu. Wie viele Geschäfte mitmachen wollen, ist noch nicht klar, sagt der Vorsitzende der IG Kettwig Gerd Kohlbecher im Radio Essen-Interview.

Das Ordnungsamt sagt, dass der Plan in Kettwig in Ordnung wäre. In Altenessen könnte das Aus für den verkaufsoffenen Sonntag dagegen für eine Absage sorgen: Das Stadtteilfest im September steht auf der Kippe. Dafür geben die Geschäfte in Altenessen das meiste Geld. Das verdienen sie unter anderem am verkaufsoffenen Sonntag. 

Sorge der Einzelhändler

Die Händler in den Stadtteilen sind über das Aus für die verkaufsoffenen Sonntage bei uns in Essen enttäuscht. An einem Sonntag kommen viel mehr Menschen, als an einem anderen Tag, sagt der Initiativkreis Steele. Auch Markus Haas vom Allee-Center Altenessen macht sich Sorgen.

Der Einzelhandelsverband ist von dem Beschluss nicht gerade begeistert. Geschäftsführer Marc Heistermann hat mit Moderator Christian Bannier gesprochen. 

Auch Stadtteile besorgt um ihre Feste

Viele Essener Stadtteile machen sich Sorgen um ihre kleinen Feste. Seit gestern ist klar, dass es in diesem Jahr keinen verkaufsoffenen Sonntag bei uns in Essen gibt. Die Händler geben aber meistens das Geld für die Feste. Für Rolf Krane von der Interessengemeinschaft Rüttenscheid ist das ein Problem.

Auch das Allee-Center in Altenessen sagt, dass nur Kirmes und Stadtteilfest zusammen mit offenen Läden die Menschen anzieht. Die Gewerkschaft Verdi hatte gegen die verkaufsoffenen Sonntage bei uns geklagt und Recht bekommen. Die Stadt glaubt nicht, dass eine Beschwerde etwas bringen würde. Stattdessen fordert sie, dass das Gesetz geändert wird

Verdi verteidigt das Aus
Foto: Till Schwachenwalde

Die Gewerkschaft Verdi verteidigt das Aus für die verkaufsoffenen Sonntage bei uns in Essen. Sie hatte gegen die Sonntage geklagt und Recht bekommen. Viele Stadtteile machen sich jetzt Sorgen um ihre Feste.

Kay Lipka von Verdi sagt, dass da nur die Stadt helfen kann. Die Stadt sagt, dass das im Moment kaum möglich ist. Deshalb muss erst das Gesetz geändert werden, heißt es. Der erste verkaufsoffene Sonntag wäre übernächste Woche in der Innenstadt, Werden und Altenessen gewesen.

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