Sie sind hier: Essen / Highlights / Anti-Terror-Einsatz
 

Anti-Terror-Einsatz

Foto: Fotolia

Die sechs Terrorverdächtigen, die vorgestern unter anderem in Freisenbruch festgenommen wurden, sind wieder frei. Der Generalstaatsanwalt hat sich gegen einen Haftbefehl entschieden. Es gäbe keine konkreten Hinweise darauf, dass die jungen Männer tatsächlich Anschläge geplant hätten.

Die Ermittler haben Laptops und Handys der Verdächtigen durchsucht. Viele Daten mussten sie erst aus dem Arabischen übersetzen. Es gäbe keine konkreten Beweise, dass die Männer Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat seien, so die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt. Auch gab es weiter keine Hinweise darauf, dass der Weihnachtsmarkt bei uns in Essen Anschlagsziel sein sollte. Es konnten wohl in den Daten Bezüge zum IS ausgemacht werden, das reiche aber nicht, um die Männer festzuhalten. Sie sind mittlerweile alle wieder auf freiem Fuß.

Bei einem Anti-Terror-Einsatz bei uns in Essen ist mindestens ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz IS festgenommen worden. Insgesamt gab es bei der Aktion sechs Festnahmen in vier Städten. Alle Verdächtige sind syrische Männer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren. Sie sollen alle als Asylbewerber zwischen 2014 und Ende 2015 nach Deutschland eingereist sein. 

Nach Berichten unter anderem von FOCUS Online und dem Kölner Stadtanzeiger haben die Ermittler die sechs festgenommenen Syrer tagelang dabei beobachtet, wie sie in Essen verschiedene Ziele ausgespäht haben. Darunter auch die Rathaus-Galerie, den Limbecker Platz und den Kennedyplatz. Dabei sollen sie Papierkörbe fotografiert haben, wohl möglich wollten sie dort Sprengsätze verstecken. 

Unser Oberbürgermeister Thomas Kufen hat sich zum Essener Weihnachtsmarkt als mögliches Ziel für einen Terror-Angriff in der letzten Ratssitzung geäußert. 

Foto: Stadt Essen / Ralf Schultheiß

Die Vorfreude auf Glühwein und Poffertjes auf dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt bekommt einen Dämpfer. Zum möglichen Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt haben wir natürlich mit der Essener Polizei telefoniert.

Ulrich Faßbender, Pressesprecher der Polizei, sagt, dass eine abstrakte Gefahr für einen Anschlag immer bestünde. Es wäre falsch etwas anderes zu behaupten. Anna Bartl hat für Radio Essen nachgefragt.

Foto: Fotolia

Die EMG organisiert den Essener Weihnachtsmarkt bei uns in der Stadt. Wir haben auch mit Dieter Groppe von der Essen Marketing Gesellschaft gesprochen.

Die Veranstalter des Weihnachtsmarktes und die Polizei werden deshalb ihr Sicherheitskonzept nicht verändern. An den Eingängen stehen Betonsperren und die Polizei wird sowieso verstärkt über den Weihnachtsmarkt mit Maschinenpistolen patroulieren. Dieter Groppe von der EMG eröffnet am Donnerstag (23.11.2017) den Weihnachtsmarkt.

Foto: Frank Vinken / EMG

Unter den Essenern hat die Nachricht schnell die Runde gemacht. Die meisten sind betroffen, lassen sich davon aber nicht abschrecken.

Lisa von Triel arbeitet bei einem Gewürzstand direkt auf dem Willy-Brandt-Platz und steckt eigentlich schon in den letzten Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt. Für sie ändert sich durch die Nachricht nichts.

Es sind recht ruhige Reaktionen von Essenern und Händlern auf die Nachricht, dass der Weihnachtsmarkt angeblich ein Anschlagsziel gewesen sein könnte. Wir beobachten das Thema weiter.

Foto: Pixabay

Das könnte Sie auch interessieren:


Weitersagen und kommentieren
...loading...